Aus für Wassertrüdinger Statue

Dienstag, 10. März 2009 |  Autor:

Der Hamburger Unternehmer Vossberg wollte in Wassertrüdigen eine 55 Meter große Christusstatue, nebst Pilgerhotel, Restaurant und Großparkplatz errichten. Nun hat aber der Stadtrat der 6000-Seelengemeinde mit großer Mehrheit (17:4) das Projekt abgelehnt (NN 10.03.09).

Über 150 Bürger kamen gestern in die Hesselberghalle zur öffentlichen Stadtratssitzung, wohl viele auch mit der Hoffung auf eine Bürgerversammlung. Diese Befragung der Einwohner wurde aber ebenso abgelehnt wie letztendlich das gesamte Projekt.

Nun scheint aber die Angst vor der „Lachnummer der Nation“ verflogen, denn nun trauert man in der strukturschwachen Region in Südfranken der 30 Millionen Euro Investion nach. Einen Aufschwung der Altstadt hatte man sich in dem Städtchen, in dem über 100 Häuser leerstehen, erhofft – ja sogar eine Wiederbelebung der Bahnlinie von Nördlingen über Wassertrüdingen nach Gunzenhausen. Aber selbst die Kirchen waren gegen das Großprojekt: „Ich bin gegen jede Gigantomanie. Und in unsere Gegend passt so eine Figur schon gar nicht“ sagte Pfarrer Bernd Reuther, Leiter des Evangelischen Bildungszentrums Hesselberg gegenüber der NN.

Ich persönlich glaube nicht, dass Wassertrüdigen auf Dauer mit diesem Projekt glücklich geworden wäre, obwohl auf reise-weblog.de eine Umfrage ein positives Ergebnis zeigt. An der Copacabana ist diese Statue das Sahnhäubchen auf dem Touristen-Ereignis „Rio“ – hier wäre sonst nichts kaum was da. Für mich stellt sich hier eigentlich mal wieder die grundsätzliche Frage nach einem Strukturförderungsprogramm der Staatsregierung?!

Vielleicht bleibt uns das Thema „Christusstatue“ aber noch etwas erhalten, denn bei Investor Vossberg haben sich mehrere Orte aus Franken als Projektstandort beworben – sagte er gegenüber B2.

Ein Bericht von B2 hier

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Thema: Franken allgemein

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2 Kommentare

  1. 1
    Bürger aus Wassertrüdingen 

    Sehr geehrter Bürgerneister Babel,

    Sie und Ihre Stadträte sollten sich wirklich schämen den Bürgern ihre Entscheidungskraft über öffentliche Dinge zu nehmen.
    Ein etwas unverschämter Anfang für eine Nachricht? Zurecht ! Eine Chance wäre es gewesen für Wassertrüdingen, wie immer wurde es aber durch kleinbürgerliches Denken abgelehnt.
    Fahren Sie doch ein paar Mal quer durch ´Ihre´ Stadt. Sehen Sie was? Nein? Eben. Nichts gibts hier zu sehen.
    Sie wundern sich warum sich in Wassertrüdingen alles zum Negativen entwickelt? Die Leute sich eine neue Heimat suchen? Wenn Sie sich wirklich wundern sollten Sie sich mal eine Auszeit gönnen und nachdenken.
    Was nun geschehen ist übertrifft vieles bisher Dagewesene. Vielleicht sollten sich von Bürgern gewählte Menschen auch mal für deren Interessen einsetzen. Denken Sie einmal über diese Aufforderung nach.
    Mit der Entscheidung gegen den Bau der Statue haben Sie und die Mehrzahl der Stadträte dermaßen an Glaubwürdigkeit verloren und sich zum Gespött weiter Kreise gemacht.

    Ein Wassertrüdinger Bürger

  2. 2
    andy 

    Zumindest hätten sie einen Bürgerentscheid herbeiführen müssen! Dann hätte wirklich die Mehrheit entscheiden können!

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