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OB-Wahlen: Personenwahlen

Sonntag, 2. März 2008 | Autor:

Die Wahllokale sind geschlossen und bescherten den Oberbürgermeistern im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen überzeugende Ergebnisse!

In Nürnberg konnte Ulrich Maly (SPD) sein Ergebnis von 2002 noch verbessern und gewann mit 64,3% (+15,1) vor Klemens Gsell mit 27,4% (-18,5). (www.wahlen.nuernberg.de)

In Fürth wurde Thomas Jung (SPD) mit einem Traumergebnis von 80,14 % im Amt bestätigt (www.wahl-fuerth.de), während in Erlangen Siegfried Balleis erneut für die CSU seine Wahl gewinnen konnte: 55,8 % (www.erlangen.de).

In Schwabach dagegen kommt es am 16. März 2008 zu einer Stichwahl zwischen Matthias Thürauf (48,8 %) und Helga Schmitt-Bussinger (34,6 %), nachdem Oberbürgermeister Hartwig Reimann nicht mehr angetreten war (www.schwabach.de).

Auch in Ansbach muss Oberbürgermeister Ralf Felber (SPD) überraschend mit 32,83% gegen Carda Seidel (BAP – FW – ödp 38,88%) ins Stechen (Wahlen Ansbach).

So auch in Würzburg: Oberbürgermeisterin Pia Beckmann (CSU) kam „nur“ auf 41,29% und muss gegen Herausforderer Georg Rosenthal (SPD) 24,74% in die Stichwahl (www.wuerzburg.de).

In Coburg wurde Norbert Kastner (SPD) mit 54,62% im Amt bestätigt (www.coburg.de).

(Weitere Infos bei www.kommunalwahl2008.bayern.de)

Person geht vor Partei!

Schon spricht alles davon, dass das neue Führungsduo Beckstein-Huber „abgewatscht“ wurde. Das denke ich nicht, denn diese Wahlen sind fast reine Personenwahlen! Ein Maly ist in Nürnberg sehr beliebt und kommt immer sympatisch „rüber“. Auch Thomas Jung konnte zum Stadtjubiläum bei den Bürger stark punkten…

Interessant werden dahingehend erst die Landtagswahlen!

Ein Wahl-Überblick bei Franken-TV hier

Thema: Fädd, Franken allgemein, Nämberch | Ein Kommentar

Verstehen Sie Spass mit Gabi Pauli

Freitag, 1. Februar 2008 | Autor:

Nach dem täglichen Pflichttermin „Nürnberger Schnauzen“ im ZDF, gibt es wohl am 12. April den nächsten: Verstehen Sie Spass in der ARD!

Denn gestern fand im Stadttheater Fürth die Aufführung des Stückes „Männerhort“ mit berühmtem Ensemple statt: Bastian Pastewka, Christoph Maria Herbst (Stomberg), Michael Kessler! Das Stück spielt im Heizungskeller eines Einkaufszentrums, wo sich die Herren einen Rückzugsraum eingerichtet haben, um dorthin vor ihren einkaufslustigen Frauen zu flüchten. Das launige Stück sorgte deutschlandweit schon für Begeisterungsstürme.

Kurz vor Ende des Stücks betrat plötzlich und außerplanmäßig ein Polizist die Bühne und herrschte Pastewka und Herbst an, dieses „schlüpfrige Stück“ sofort zu beenden. Ein Mitarbeiter von Radio Gong war zufällig unter den Zuschauern und konnte heute morgen berichten, dass Pastewka und Herbst hervorragend reagierten. Bastian Pastewka fragte sofort nach, wenn man hier „im Freistaat“ wäre, wie „frei“ das dann überhaupt sei – bot aber sogleich an, dass er mit Hamlet fortfahren könnte, denn den hätte er „immer parat“.

Nach einigem Hin und Her betrat plötzlich Frau Dr. Gabriele Pauli die Bühne und forderte „als Landrätin und Frauenbeauftragte“ sofort dieses „frauenfeindliche Stück“ zu beenden. Die überraschten Darsteller reagierten aber wieder herausragend! Christoph Maria Herbst zur Stoiber-Stürzerin: „Sie kenn‘ ich! Sie hängen bei mir im Spind„!! 🙂

Als wenig später auch noch Frank Elstner auf die Bühne kam, war schließlich auch dem letzten im Publikum klar, dass es sich hierbei um einen Streich von „Verstehen Sie Spass“ handelt!

Freuen wir uns also auf die Ausstrahlung im TV, die für den 23.02.2008 um 20:15 Uhr in der ARD geplant ist!

Content-Klau: Ja, mein Bericht ist so gut geschrieben, dass Florian Rabinsky den kompletten Text incl. Links in sein Blog kopiert hat! Respekt!

Thema: Fädd, Pauli-Gate | 5 Kommentare

Zukunftsatlas: Erlangen top, Nürnberg überholt Fürth

Mittwoch, 9. Mai 2007 | Autor:

Der Kreisverband Fürth ist alarmiert: Im „Zukunftsatlas 2007“ der Prognos AG (Basel) ist die Stadt Fürth im Vergleich zu 2004 um 17 Plätze auf Rang 69 nach hinten gefallen und sogar von Nürnberg, „das 2004 noch hinter Fürth lag“, um 4 Plätze überholt. Woher diese Zahlen allerdings stammen, kann ich nicht sagen – unten dazu mehr.
Gesamt fränkisch gesehen gibt es Licht und Schatten beim „Zukunftsatlas 2007 – Deutschlands Regionen im Zukunftswettbewerb“, einer umfassenden Chancen-Risiken-Bewertung für alle 439 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland.

So landet die Stadt Erlangen im Gesamtranking auf einem hervorragenden 4. Platz und gehört zu den 8 Standorten in Deutschland, denen von der Prognos AG, einem renommierten Schweizer Beratungsunternehmen, TOP-Zukunftschancen bescheinigt werden!

„Sehr hohe Zukunftschancen“ gibt es in Franken dann nur noch in Erlangen-Höchstadt (Platz 10), Schweinfurt (Platz 19) und Eichstätt (Platz 41). (An dieser Stelle ein Gruß an alle alten Eichstätter: Eichstätt bleibt fränkisch!) 🙂

Zumindest noch „hohe Zukunftschancen“ haben Forchheim (49), Stadt Würzburg (51), Coburg (59), Stadt Nürnberg (63), Stadt Fürth (67), Nürnberger Land (74), Ansbach (77) und Bamberg (82).

Lediglich „Zukunftschancen“ gibt es in Bayreuth (85), Würzburg Land (93), Bamberg Land (100), Aschaffenburg Land (107) und Neustadt Aisch, Bad Windsheim (123).

Welche Regionen die ersten drei Plätze belegt haben, brauch ich hier nicht zu erwähnen, denn da sie in Bayern liegen, weiß es ja jeder…

Prognos-Landkarte hier

Die Liste bis Platz 439 (Spree-Neiße Landkreis, „sehr hohe Zukunftsrisiken“) finden Sie bei invest-in-germany.de

Alles in allem steht Franken verglichen mit Restdeutschland gar nicht so schlecht da – innerhalb Bayerns könnte einem das Wort „Benachteiligung“ in den Sinn kommen…

Thema: Fädd, Franken in Europa, Nürnberg-München | Ein Kommentar

Poculator: Fränkische Brautradition

Donnerstag, 29. März 2007 | Autor:

Im Jahre 2006 ließen die Fürther Komödianten Volker Heißmann und Martin Rassau die mehr als 100 Jahre alte Brautradition wieder aufleben: Das Poculator-Fest! Auch in diesem Jahr war es zusammen mit dem „Bolidigger bredschn“ („Derblecken von Politikern“) beim „Politikum Gaudium“ wieder ein voller Erfolg. Aber was is das besondere am Starkbier Pokulator wird sich jetzt so mancher fragen.

Poculator ist ein Starkbier mit 18,4 Prozent Stammwürze und 7,2 Prozent Alkoholgehalt (helles Bier 11 % Würze, meist nicht mehr als 4,5 % Alkohol) und wird extra für dieses Fest hergestellt. Zwar nur ein einziger Kessel, aber der hat es in sich. Vor allem dunkle Malzsorten werden verwendet und im Zweimaischverfahren gebraut, erklärt Tucher-Braumeister Bernhard Wagemann gegenüber den Fuerther Nachrichten. Wie bei jedem anderen Bier werden Malz und Wasser in einen großen Kessel aufgeheizt, bei einer Temperatur von 50 Grad entnimmt der Brauer ein Drittel der Menge, kocht diesen Teil ordentlich auf und gibt ihn danach wieder zu der Menge zurück. Das ganze Spiel wird wiederholt, ehe die gesamte Masse langsam auf 72 Grad erhitzt wird, damit Enzyme die komplexen Zuckerstrukturen des Malzes soweit zersetzen können, damit die Hefe sie später in Alkohol umwandeln kann. Mit einer solchen „Sonderbehandlung“ holt man wesentlich mehr Zucker aus dem Malz heraus und erhöht so die Stammwürze. Zum Vergleich: Ein normales Bier wird nur einmal erhitzt und vor allem nicht gleich zu Beginn des Brauens.

Auch der anschließende Kochvorgang dauert beim Poculator eine halbe Stunde länger als bei anderen Bieren, wodurch mehr Wasser verdampft und der Sud somit dickflüssiger wird. Nun kommt Hopfen in den Kessel, die „Brühe“ wird gefiltert und auf ca. sechs Grad abgekühlt. Jetzt fügt man noch die Hefe zu und läßt das ganze sieben Tage im Gärkeller reifen, damit sich die Hefe vermehrt und so lange Zucker in Alkohol umwandelt, bis der Prozess von selber fast aufhört.

In den folgenden sechs Wochen gärt der Poculator noch nach und die Hefe setzt sich langsam am Grund des Gärbehälters ab. Dabei nehmen sie auch die letzten Schwebstoffe mit, so dass sich der Poculator quasi von selber reinigt. Ein normales Bier ist schon nach drei Wochen trinkfertig.

Leider ist der Genuss limitiert, denn „nur“ 150 Hektoliter ergibt der eine Sud. Wenns gar is, is Schluss. So war das beim Poculator schon immer, und so soll es auch bleiben.
(Quelle Fürther Nachrichten)

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Poculator: Frankens Nockherberg-Antwort

Mittwoch, 21. März 2007 | Autor:

Eine fränkische Tradition wird wiederbelebt: Das „Poculator-Fest“! Bereits im vergangenen Jahr war es ein „voller“ Erfolg, und in diesem Jahr dehnten Tucher und die Comödie Fürth aufgrund des 1000. Geburtstags der Stadt Fürth das Bockbier-Fest auf drei Tage aus.

Am 16. März gab“s im Geismann-Zelt auf der Fürther Freiheit das „Politikum Gaudium“, das „Derblecken von Politikern“ oder wie man es besser auf fränkisch sagt: „Politiker bredschn“ (O-Ton Rassau).

Zusammen mit ihren Kabarett-Kollegen Klaus Karl Kraus und Bernd Händel entschieden Volker Heißmann und Martin Rassau bei anwesenden Politikern, ob diese, aufgrund ihrer Handlungen, in den Himmel oder in die Hölle kommen. Mit dabei auch Horst Müller, der wegen der Bekanntgabe des telefonischen Ausfragens durch Michael Höhenberger eine Bespitzelung von Landrätin Gabriele Pauli verhindert hatte. Er dürfte wohl in den Himmel gekommen sein. 🙂

Der Poculator lebt!

Mit Übernahme der Geismann Brauerei durch Patrizier Bräu im Jahr 1995 wurde die Produktion des würzigen Gerstensaftes eingestellt, nachdem der Geismannsaal, seit 1885 historische Kulisse für die beliebten Bockbierfeste, bereits 1982 für den Neubau des City-Centers in der Kleeblattstadt abgerissen wurde.

Is doch schön, wenn man sich bei uns fränkische Bräuche wieder aufleben lässt.

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Bespitzelung von Stoiber-Kritiker Pauli

Donnerstag, 21. Dezember 2006 | Autor:

Am 12.10.2006 war die Landrätin des Landkreises Fürth Dr. Gabriele Pauli in die BR-Sendung „quer“ eingeladen worden, da sie öffentlich gefordert hatte, dass Edmund Stoiber bei der Landtagswahl 2008 nicht mehr antreten solle.

Kaum 2 Monate später wird sie Ziel eines „groben Lauschangriffs“: Ein enger Mitarbeiter von Ministerpräsident Edmund Stoiber habe sich bei einem Bekannten von Frau Dr. Pauli telefonisch nach privaten Details erkundigt (Quelle: businessportal24.com) um „etwas zu finden, was man ihr anhängen könnte“ so Pauli gegenüber B5aktuell. Ihr Bekannter habe ihr geschildert, dass während des rund einstündigen Telefonats Fragen (Pauli: „Das war unterste Schublade“) nach „Auffälligkeiten in ihrem Privatleben“ gestellt wurden und sogar ob es „Alkoholprobleme“ gäbe.

Ihr Gesprächsangebot an Edmund Stoiber hat dieser verweigert und sie an CSU-Generalsekretär Markus Söder verwiesen, darum habe sie „keine andere Wahl gesehen“ als mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen (Stoiber meinte zu ihrem Angebot: „so wichtig sind Sie überhaupt nicht“)! Inzwischen wird der Anruf von der Staatskanzlei nicht mehr dementiert, so Gabriele Pauli auf ihrer Internet-Seite (gabriele-pauli.de)!

Die Süddeutsche geht von einer „Posse“ aus, berichtet aber, dass die Menschen in Paulis mittelfränkischer Heimat hinter ihr und zu ihr stehen, während pr-inside.com sehr originell schon vom Pauli-Gate-Skandal (in Anlehnung an den Watergateskandal) spricht nennen es andere Isargate, wobei hier Rednitzgate schon treffender wäre, denn „abgehört“ wurde ja in Zirndorf.

Konflikt Franken-Bayern

Seit einiger Zeit zeichnet sich immer deutlicher eine Aufspaltung des Landtags in zwei Lager ab: fränkische Mandatsträger, die hinter Frau Dr. Pauli stehen und bayerische, die hinter Stoiber stehen, so der Politikwissenschaftler Prof. Heinrich Oberreuther von der Uni Passau gegenüber der Bayern2 radioWelt. Oft gingen diese Streitigkeiten „von Seiten Oberbayerns aus“ und das wäre so, seit dem „Wechselspiel Stoibers nach Berlin und zurück“, welches die Parteibasis nie richtig „akzeptiert habe – die Parteispitze dagegen schon“ so Oberreuther weiter. Sicher trägt auch das Thema „Stoiber-Nachfolge: Beckstein oder Huber“ („Im Inneren der CSU dürfte es aber schon jetzt gewaltig brodeln„) genauso dazu bei wie der Streit um den Bamberger Domschatz.

Ich finde…

Frau Pauli hat Recht wenn Sie sich wehrt und den Mund aufmacht, ganz gleich was wirklich passiert ist. Denn wir haben genug fränkische Abgeordnete, die da unten alles abnicken, was von den bayerischen Lederhosen so verzapft wird (ausgenommen Frau „Freistaat Franken-Bayern“ Christine Stahl). Zu den Machenschaften der CSU zitiere ich wieder Politikwissenschaftler Prof. Oberreuther, der in der radioWelt meinte, dass „allzu lange Machtausübung von Grund auf sehr verdächtig“ wäre!

Darüber soll sich nun jeder selbst ein Bild machen, vielleicht am besten nachdem man die Seite filzgeschichten.de besucht hat.

via Haseler.de

Thema: Fädd, Franken-Bayern, Pauli-Gate | 5 Kommentare