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Franken des Tages: hotel.de AG mit Sprache „fränggisch“

Freitag, 29. Oktober 2010 | Autor:

Das ist doch mal ein wirkliches Bekenntnis zum Standort Franken! 🙂

Die in Nürnberg ansässige hotel.de AG (HRB 22864, Amtsgericht Nürnberg) hat in die Sprachenauswahl ihres Hotels- und Reiseportals neben Englisch, Spanisch, Türkisch, Chinesisch, etc. auch noch Fränkisch hinzugefügt! Das Ganze ist über eine eigene Domain mit der Endung „.fr“ für „Franken“ zu erreichen: 😉

www.hodell.fr

Nun kann man in dem beliebten Reiseportal aus „Mehr als 210.000 Hodells weldweid“ auswählen und sind dabei durch „Über 1.000.000 Hodellbewerdunger“ beraten lassen! 🙂

Sollte man schon vorher ungefähr wissen, wohin die Reise führen soll, dann kann man auch hier frei wählen. So gibt es z.B. aus Frangn Angebote aus Gronach, Hirschhaid, Kulmber, Bad Schdebn, Werzburch und natürlich Närmberch! Aber auch in Daidschland stehen einem Hotels in Bärlin, Hammburch, Münchn, Frangkford zu Verfügung.

Die Weltenbummler möchten aber vielleicht in die Ferne schweifen? Also vielleicht Euroba (Room, Barries, London, Madrid, Dabblinn) oder Nordd-Ameriga (Nuu Jorgg, Sän Frandsdsissgoo, Dschiikagoo, Loss Ändscheless) oder einfach weltweit (Banggogg, Sidnee, Begingg, Dogioo)? Auf hotel.de findet jeder das passende! 🙂

Ich finde…

diese Idee einfach traumhaft und möchte noch viele Nachahmer sehen! Wer eine solch konsequent durchgeführte Franken-Idee kennt, bitte hier in den Kommentaren hinterlassen!

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Franke des Tages: Erwin Pelzig

Montag, 16. Februar 2009 | Autor:

Der „Botschafter für das Unterfränkische WesenErwin Pelzig hat es eh schon lange mal verdient, Franke des Tages zu werden. Jetzt hat er sich aber selbst übertroffen mit seinem Hohlmeier-Interview in seiner Sendung „Pelzig unterhält sich„. Erwin Pelzig hat Monika Hohlmeier die Leviten gelesen, ohne dass sie das richtig gemerkt hat. Wunderbar, wie er seine frechen Bemerkungen angebracht hat. Unbedingt bis zum Ende anschauen:

Echt unglaublich, dass Frau Hohlmeier keine Ahnung vom deutschen Insolvenz-Recht hat (des wußte sogar ich). Aber riesig seine Sprüche: „Des würd ich auch sagen wenn der (Seehofer) mich auf Platz 6 vorgeprügelt hätte…“ und vor allem:

Hohlmeier in Oberfranken ist wie wenn ein Düsseldorfer für Köln antreten würde!

Gefunden bei Ulysses‘ Streitzuege

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Franke des Tages: Thomas Fein

Freitag, 16. Januar 2009 | Autor:

Schon wieder hat es ein Bürgermeister verdient: Thomas Fein ist Erster Bürgermeister in Münchberg und hat in seinem Vorzimmer

die Prospekte des Fränkischen Bundes ausgelegt!
Freiheit für Franken!

Und nicht mal ein paar dumme spaßige Sprüche ein paar Regensburger Mitmenschen können ihn von der Verbreitung dieses Infomaterials abhalten! 😉

Ich sage: weiter so! Das sollte Pflicht werden für alle Bürgermeister im Frankenland!

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Franke des Tages: Ulrich Maly

Dienstag, 13. Januar 2009 | Autor:

Eigentlich ein „Spruch des Tages“, aber Ulrich Maly hat es ohnehin verdient, diesen Titel zu tragen. Spätestens nach seiner Aussage zur Übertragung des DFB-Pokalfinales auf dem Nürnberger Hauptmarkt 2007 und der Teilnahme des 1.FC Nürnberg daran:

„Hier in Nürnberg ist dieses Wochenende halt einfach Fussball. Wenn Sie keinen Fussball sehen wollen, dann müssen Sie nach München gehen, da is scho Sommerpause.“

Bayern München war 2007 Titel-los geblieben.

Am vergangenen Wochenende hatte Maly wieder die nach eigenen Worten „schwierigste Rede der Saison“ vor sich: Das Grußwort bei der Verleihung des Deutschen Kabarett-Preises in der Nürnberger Tafelhalle. Ein satirisches Ziel darin u.a. Staats- und Parteichef Horst Seehofer, „der Mann der nach eigenem bekunden die schönste Nacht seines Lebens mit Ulla Schmidt verbracht hat“ (Maly). Und da Seehofer an diesem Tag in den Zeitungen angekündigt hat, dass er dafür wäre, in Zukunft zu wichtigen europäischen Fragen in Deutschland Volksabstimmungen durchzuführen, sagte Maly:

„…was ich in sofern ein bisschen realsatirisch finde, weil Seehofer Ministerpräsident wurde ohne dass irgendein Volk über ihn abgestimmt hat.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer vielleicht: Weiter so Herr Maly!

Hier nähere Infos zum Deutschen Kabarettpreis des Burgtheater Nürnberg

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Franke des Tages: Bruno Regler

Mittwoch, 30. Januar 2008 | Autor:

Er hat sich den Titel echt verdient! In der ZDF-Doku „Nürnberger Schnauzen“ aus dem Tiergarten am Schmausenbuck sticht er hervor mit der Art von fränkischen Dialekt, die ich bevorzuge: Konsequent gesprochen, sich nicht verstellt weil da jetzt eine Kamera da ist! Denn so kommt immer dieses leise Fränkisch zustande („Endschuldichung“), das außerhalb Frankens so verlacht wird!

Bruno Regler fiel schon in einer der ersten Sendungen auf, durch seinen Satz:

  • Dieder! Lou amol die Andilobbm rei! 🙂

Endgültig zum Titel verhalfen ihm zwei Sprüche aus der heutigen Sendung:

  • …und dann isses vollbrachd, hodda gsachd!
  • Engala, wo bleim meine Grilln!?

Wobei ich die Grillen eher so hätten schreiben sollen: „Grillln“! 🙂

Ich bin begeistert und werde die Sendung natürlich weiter verfolgen! Und Bruno, weiter so! 🙂

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Franke des Tages: Matthias Egersdörfer

Mittwoch, 19. Dezember 2007 | Autor:

Hab ich nicht vor kurzem geschrieben, dass 2007 das Jahr der Franken war/ist! Nun habe ich im Internet gefunden, dass ein Franke den Hamburger Comedy Pokal 2007 und das Berliner Kleinkunstfestival 2007 (Schirmherr Dieter Hallervorden) gewonnen hat: Matthias Egersdörfer aus Lauf an der Pegnitz!

Auftritt live auf RBB Berlin Fernsehen:

Preis der Jury (u.a. Dieter Nuhr, Ulrich Wickert, Reinhold Beckmann) und eine Zugabe:

Ich bin glücklich! Lass ma doch mei Ruh‘! Ich kanns halt net so zeig’n! Soll i da a SMS schick’n oder a Fax, oder wos?

Damit tritt er quasi die Nachfolge von Kurt Krömer, Willy Astor, Eckart von Hirschhausen, Mario Barth, aber auch von Cindy aus Marzahn an, die auch schon alle bei diesem Festival gewonnen haben!

Wünschen wir „dem König der Agro-Comedy“ viel Erfolg und hoffen weiterhin auf schlecht gelaunten fränkischen Dialekt, auch wenn er oft von „Bayern“ spricht! 😉

Mehr bei Matthias Egersdörfer

Interview bei der Abendzeitung Nürnberg

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Fränkin des Tages: Gunda Müller

Montag, 10. Dezember 2007 | Autor:

In der Sendung „LEBENSLINIEN“ des BR (immer montags um 20.15 Uhr) war heute die Geschichte „Meine Liebe – stärker als der Tod“ (Ein Film von Arndt Wittenberg) zu sehen. Darin ging es um die Lebensgeschichte von Gunda, die für die Liebe des Schaustellers Willi ihr Elternhaus verlassen hatte, um mit ihm auf Jahrmärkten gebrannte Mandeln zu verkaufen. In Jahren harter Arbeit wird „Willis Mandeln“ fast schon ein Markenzeichen – 1982 stirbt Willi, Gundi ist der Verzweiflung nahe, aber sie musste ihrem Mann am Sterbebett versprechen weiter zu machen. 25 Jahre später zieht sie noch immer durch Franken. Zur Zeit auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt

Eine bisweilen traurige Geschichte, die aber herrlich aufgelockert wurde durch das waschechte „Nämbercherisch“ von Gunda:

Wenn däi Schauschdellä domols vuagfoan sin, no ham alle gsachd ’schau hi, dau kumma däi Zigainä‘ (…) Sigsdas, dea waß was ma gsachd hodd: ‚Nimm die Wäsch vo dä Schnua, däi Zigainä sin kumma‘

Herrlich wenn jemand so konsequent seinen Dialekt spricht! Nicht sich vor der Kamera versuchen zu verstellen, denn dann klingt das Fränkisch so lächerlich, wie man es z.B. auch aus dem Film „Der Super-Stau“ kennt: „Endschuldichung, ham sie mein gleines gelbes Audo gsehn?„!

Entweder „Dschuldichung, ham sie mei glanns gelbs Audo gsehn?“ oder gar nicht – goa ned! 🙂

Diese Sendung von „LEBENSLINIEN“ war wederholungswürdig!

Vanessa vom NZ-Blog war auch begeistert und hat Gunda gleich besucht: „Nur noch Willis Mandeln“ (Leider inzwischen gelöscht)

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Franke des Tages: Arno Stoffels

Donnerstag, 29. November 2007 | Autor:

Heute geht der Titel an den Redakteur der Nürnberger Nachrichten für seinen spaßigen Bericht über die „Mittelfranken-Bahn„: „Neuer Name für das Dieselnetz – Mittelfranken-Bahn geht im Dezember 2008 an den Start

Die Bahn hat sich nämlich überlegt, den sechs Dieselzugstrecken rund um Nürnberg Ende 2008 ganze 27 moderne Züge zuschenken – und schon heute: Einen neuen Namen „Mittelfranken-Bahn“.

Herr Stoffels meint dazu, dass „große Konzerne in der Regel sind bemüht sind, Kleinteiligkeit zu vermeiden„. Die Deutsche Bahn gehe aber bei ihrer Tochter DB Regio „hingegen seit Jahren einen anderen Weg“ und schmücke sich auch in Bayern streckenabhängig mit den Namen der jeweiligen Region. Eine „stärkere Bindung zwischen dem Kunden und dem Produkt“ wolle man erreichten, ganz nach dem Motto: „Der Zug ist zwar wieder verspätet, aber ich habe meine Bahn trotzdem lieb„. 🙂

Zum Schluss wünschte er der Bahn „viel Erfolg bei der ersehnten Verankerung des Begriffs in den Köpfen“ und freute sich schon jetzt auf die neuen Zugansagen, in der so beliebten „englisch-fränkischen Variante:

We are now arriwing ad Nämberch. Sängyu for dräweling wis Middlfrangnbahn!

Köstlich! Schön zu lesen, weiter so, Herr Stoffels!

Fahrgäste für fränkische Bezeichnung
Absolut positiv finde ich zudem, dass der neue Name für die sechs Trassen (von Nürnberg nach Neustadt/Aisch und Markt Bibart, Markterlbach, Gräfenberg und Neuhaus/Simmelsdorf-Hüttenbach sowie zwischen Neustadt/Aisch und Rothenburg o. d. Tauber und von Fürth nach Cadolzburg) von den Franken selbst stammt. Bei einer Umfrage stimmten von 1300 Teilnehmern (Fahrgäste, Bahn-Mitarbeiter und Kommunen) 38 Prozent für „Mittelfranken-Bahn“.

Da könnte sich die „Deutsche Rentenversicherung“ mal ein Beispiel nehmen!

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Franke des Tages: Oliver Tissot

Freitag, 28. September 2007 | Autor:

Bei der gestrigen Sendung „Radio F Portrait“ war bei Günther Moosberger der „eloquente Entertainer, kongeniale Konferenzclown und Stand Up Comedian“ (eigene Internetseite) Oliver Tissot zu Gast. Auf die Frage, ob er denn bei seinen Auftritten in ganz Deutschland sagen könnte, dass ein bestimmter Humor „typisch fränkisch“ sei, meinte der Kabarettist, dass man das so nicht sagen könnte. Was man aber sagen könne, sei dass der Franke „zurückhaltender“ sei und „einen trockenen Humor“ habe. Zu dem sei der Franke, fügte er hinzu,

…nicht so aufgeblasen wie der Bayer!

Jawoll, das deckt sich auch mit meinen Beobachtungen! Persönlich konnte ich im Süd-West-Park Nürnberg verschiedene Auftritte von Oliver Tissot bewundern und kann mit Stolz behaupten, dass sogar ich einmal in seinen Wortspielen vorkam („der kleine Brandl“)! Immer geistreich, wie auch schon die Titel seiner Veranstaltungen verheißen.

IrreParabel: Albrechthabereien oder Dürer Witz, dick aufgetragen

Mehr zu Oliver Tissot auf www.itzbol.de

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Franke des Tages: Wolfgang Hoderlein

Donnerstag, 28. Juni 2007 | Autor:

Nicht nur, dass der Kulmbacher SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Hoderlein durch seine Beharrlichkeit bewirkt hat, dass am Tag der Franken (1. Juli) vor den Rathäusern fränkischen Gemeinden Frankenfahnen wehen dürfen, hat er diesen Titel verdient. Seine Erklärung gegenüber der Kulmbacher Woche zum Tag der Franken und zum Zusammenprall der fränkischen mit der bayerischen Kultur:

„Bayern ist viel mehr als Hofbräuhaus und Otti Fischer. Diese allgemeine kulturelle Verengung und Verarmung halte ich für bedauerlich. Für Franken grenzt das an kulturelle Diskriminierung. Ich habe nichts gegen die Oberbayerische Tradition, aber ich bin Franke und habe mit Altbayern und Wittelsbach nichts zu tun, auch wenn ich die Menschen, die damit zu tun haben, durchaus schätze.

Aber ich will als Franke auch akzeptiert werden. Ich bin nicht gegen andere Kulturen, sondern gegen eine Unterdrückung meiner Kultur.“

Das und vor allem den letzten Teil kann ich persönlich voll unterschreiben und ihn auch hier als Erklärung für mein Frankenblog stehen lassen!

Wir sind nicht (unbedingt) gegen Bayern, aber gegen jeden, der versucht unser Franken zu verleugnen, zu verdrängen, zu verhöhnen oder zu unterdrücken! Womit wir wieder bei Bayern wären….

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