Archiv für die Kategorie » Nürnberg-München «

S-Bahn-Tunnel: München vergräbt weiterhin Milliarden

Donnerstag, 15. April 2010 | Autor: andy

Freudig vermeldete die Münchner Abendzeitung heute dass der Bau der zweiten Röhre: Der Landtag hat zur Entlastung der alten S-Bahn-Stammstrecke einen 14 Kilometer langen und 2 Milliarden Euro teuren Tunnel unter der Innenstadt bewilligt!

Das ehrgeizige Giga-Projekt soll zu den “möglichen” Olympischen Winterspielen 2018 fertig sein und verläuft von der Donnersbergerbrücke unter dem Hauptbahnhof zum Stachus, am Dom vorbei zum Marienhof, südlich des Landtags unter der Isar hindurch, zum Orleansplatz und kommt vor dem Leuchtenbergring wieder nach oben.

Für die 2 Milliarden gibts aber nur zwei Haltestellen: Hauptbahnhof und Marienhof! Der Hauptbahnhof wird dabei die komplizierteste Baustelle, denn es müssen wesentliche Teile des Empfangsgebäudes abgerissen werden. Der neue S-Bahnhof wird nämlich direkt unter der Schalterhalle liegen!

2012 beginnen die eigentlichen Tunnelarbeiten der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München. Dann werden sich vier Schildvortriebsmaschinen von der Donnersbergerbrücke und vom Ostbahnhof aufeinander zugraben – 1,9 Millionen Kubikmeter Aushub müssen dann abtransportiert werden!

Und das Geld? Richtig, dafür soll ja der Bund einspringen: Bis Sommer will Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) die Zusage haben.

Ich finde…

…das beneidenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit die Münchner so was beschließen! In ganz Deutschland sind die Strassen löchrig, Schulen und Kindergärten fallen ein oder fehlen gar… aber München muss das Geld mit beiden Händen zum Fenster rauswerfen – respektive “vergraben” (- wenn man die doch nur später wieder ausgraben könnte)! Vom rückständigen Nahverkehr in Franken will ich gar nicht reden! Aber stimmt schon, so eine xte Röhre is schon sauwichtig, da muss der Bund schon die Kasse aufmachen, “weil das ja klar ist“!

Der Größenwahnsinn an der Isar nimmt halt kein Ende…

Passend hierzu:

Thema: Nürnberg-München | Beitrag kommentieren

Messe IT-SecurityArea zukünftig in Nürnberg

Mittwoch, 3. Dezember 2008 | Autor: andy

Konnte Nürnberg den Münchnern eine Messe abluchsen? Nachdem die Besucherzahlen der Systems München – der “drittgrößte IT-Messe der Welt” – in den letzten Jahren rapide zurückgegangen waren, entschied man sich an der Isar, das “Security-Segment” (den erfolgreichsten Bereich, 300 Anbieter) herauszulösen und zu einer eigenständigen Messe zu machen.

Doch der Veranstalter dieser neuen Security-Messe, der Verlag Secumedia, hat sich nun entschieden, den Messeplatz zu wechseln! Vor allem “aufgrund der Möglichkeiten, die das Gelände” in Nürnberg mit dem direkt daneben befindlichen “modernen Kongresszentrum” eröffnet, ist es die gesuchte “attraktive Plattform für fachbezogene Tagungen, Kongresse und Workshops, die zeitnah oder messebegleitend stattfinden könnten“. Außerdem sprachen die “günstigeren Konditionen” gegenüber München eindeutig für die Franken-Metropole (Quelle Secumedia “IT-SA zieht um nach Nürnberg“).

Das “Systems-Übrigbleibsel” in München wird als “Discuss & Discover” am Messeplatz bleiben und quasi als Anschlußveranstaltung zu Nürnberg fungieren – auf Wunsch der Aussteller. Denn die IT-SA wird vom 13. bis 15. Oktober 2009 stattfinden und damit genau eine Woche vor der “Discuss & Discover”.

Enttäuschung in München

Während die Messe München noch Durchhaltparolen ausgibt und Messechef Klaus Dittrich von “langfristig europaweit einen Namen machen” spricht (computerwoche.de), ist die Fachwelt besorgt. B5-aktuell sprach vom endgültigen Aus für die Computer-Messe in Riem, da unter dem Strich nur eine “Kongress-Veranstaltung” folgt. Harry Jacob, Redaktionsleiter von IT-BUSINESS (hier) geht sogar noch weiter:

“…Der einzige Bereich, der sich (…) wirklich positiv entwickelte, war das Thema IT-Security – so erfolgreich, dass sich beispielsweise in diesem Jahr auch Storage-Anbieter in diesen Ausstellungsbereich drängten. Ausgerechnet dieser Bereich wird nun herausgelöst (…). Gut für den Secumedia-Verlag, schlecht für die Nachfolgeveranstaltung der Systems.

Was passiert mit dem »Rest«? Die Antwort darauf hat die Messe noch nicht gefunden: »Das detaillierte Konzept stellt die Messe München der Öffentlichkeit im November vor«. Nebulös auch der Versuch einer Erläuterung von Klaus Dittrich: »Es wird flexibler und emotionaler sein«. Das ist keine Ankündigung, sondern eine Bankrotterklärung. Die Systems ist tot, es lebe die Systems? Nein: Die Systems ist tot. Punkt.

Bankrotterklärung für München – eine Riesenchance für Nürnberg! Von “Abluchsen” kann man folglich nicht sprechen, da sich der Veranstalter einfach für den besseren entschieden hat! Na wenn das kein verfrühtes Weihnachtsgeschenk ist?

Mehr zum Thema bei

Thema: Nürnberg-München | Beitrag kommentieren

Flocke der Welt-Medien-Star

Mittwoch, 9. April 2008 | Autor: andy

Es waren ca. 430 Medienvertreter aus der ganzen Welt, die exakt um 15:01 Uhr im Nürnberger Tiergarten Berichte und Bilder vom ersten Auftritt des Eisbärenmädchens Flocke über den Globus schickten!

Franken-TV lieferte sogar eine 2stündige Life-Sendung, die anderen Nachrichtensender schalteten nur kurz nach Nürnberg.

Die kleine Eisbärdame zeigte sich putzmunter und verspielt, und gab sogar einen Sprung ins Wasser zum besten. Aber so nach 1 Stunde hatte man sich dann doch etwas satt gesehen und Reihen auf der Pressetribüne lichteten sich etwas, so dass die meisten den netten Kampf mit dem Kamera-Stativ gar nicht mehr mitbekamen. (Netter Film bei den Nürnberger Nachrichten)

Sogar Tierschützer und Umweltaktivisten bekamen ihre Plattform in den Berichten, und die Verantwortlichen des Tiergartens und Oberbürgermeister Maly betonten immer wieder, dass Flocke den Blick auf die nahende Klimakatastrophe richten soll.

Auch wenn das Ganze etwas übertrieben wirkte, so kamen doch alle mehr oder weniger auf ihre Kosten. Das Echo war auch recht positiv: Flocke meistert ihren ersten großen Auftritt mit Bravour und Flocke live auf vielen Sendern!

Doch was muss man wieder aus den Regionen südlich der Donau hören? Die Süddeutsche meckert über das Jungtier (“pummeliger Dreckbär“) und macht sich allgemein ziemlich lustig über das Spektakel – hatten die nicht auch einen Reporter hingeschickt?

Aber naja, was will man von einer Zeitung erwarten, die einen Bericht aus dem Nürnberger Zoo unter “Bayern” einordnet! ;-)

Mir kommt es so vor, dass da südlich des Weißwurst-Äquators bei den vielen ätzenden Kommentaren doch einiges an Neid dabei ist. Ach wär er doch nur aus “Minga“, der Eisbär, dann wär er das wichtigste nach dem Oktoberfest! Und hätten wir noch einen König im Allgäu rumfliegen, dann hätte der die kleine Flocke bestimmt längst nach München verfrachtet – so wie Kunstschätze und Kulturgüter halt auch!

Aber wenigstens ist das Interview mit Nürnbergs Zoochef Dag Encke recht interessant…

Ich finde…

es mag nicht alles richtig sein, was da um die Flocke passiert. Aber solange Horst Maussner und die anderen Pfleger alles tun, damit es dem Tier gut geht, passt es. Wenn sich die Leute darum reissen, den Bären zu sehen und zu fotografieren, gerne! Und die Stadt Nürnberg wäre schön dumm, wenn sie das “Vermarktungs-Geschenk” nicht annehmen würde. Ich glaube es war Host Förther, der erzählte, dass sie angefleht wurden doch bitte den Bären zu vermarkten!!

Und wenn die Flocke mal gross ist und z.B. in Mannheim kommt wieder ein kleiner Eisbär zu Welt, dann rennen eben alle dort hin, ganz klar!

Trotzdem werde ich mir die Flocke im Nürnberger Tiergarten mal ansehen:

Täglich von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr und von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr wird sie in ihrem Gehege in der Eisbärenanlage im Aqua Park zu sehen sein!

Und bitte mit dem öffentlichen Nahverkehr anreisen, sonst hätte die ganze Klimaaufmerksamkeit keinen Sinn! Außerdem ist es besser wegen der wenigen ParkplätzeKarten gibt es schon vorab hier!

Mehr Infos hier

Thema: Nämberch, Nürnberg-München | Beitrag kommentieren

Aus für den Transrapid

Donnerstag, 27. März 2008 | Autor: andy

Heute morgen meldeten die Radio-Sender in Bayern diesem Bundesland, dass neue Erkenntnisse von Experten einen Anstieg der Baukosten für die Magnetschwebebahn in München von 1,85 Milliarden auf über 3 Milliarden Euro (die Süddeutsche hatte berichtet). Damit sei nun die erwartete Kostenexplosion eingetreten, da die Expertise Jahre alt war (Machbarkeitsstudie von 2002) und sich seitdem alleine die Kosten für die Kupferschiene vervielfacht haben – ganz abgesehen von der Mehrwertsteuererhöhung!

Nun meldet der SPIEGEL ganz aktuell, das endgültige Aus für Stoibers Prestigeprojekt: “Bundesregierung, bayerische Landesregierung und Industrie haben beschlossen, die Transrapid-Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen nicht zu bauen“.

Da der Bund nicht mehr als die veranschlagten 925 Millionen beisteuern wollte, Ministerpräsident Günther Beckstein den Anteil Bayerns auf 500 Millionen beschränkte (“das Spielzeug seines Vorgängers“) und auch von der EU kein Geld zu erwarten war, verabschiedet man sich an der Isar von Stoibers großkotzig verkündeten Abschiedsgeschenk (Stoibers Transrapid-Rede).

Damit dürfte nun auch das Bürgerbegehren in München am 13.04. hinfällig sein – auch über das Volksbegehren muss nun nicht mehr entschieden werden!

Weitere Berichte:

Thema: Nürnberg-München | 6 Kommentare

Kein EU-Geld für Münchner Transrapid

Mittwoch, 21. November 2007 | Autor: andy

Die Transrapid-Trasse in München vom Flughafen zum Hauptbahnhof scheint immer unmöglicher. Nachdem der neue Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein ankündigte, dass Bayern aus dem Magnetschwebebahn-Projekt aussteigen wird, sobald die Kosten die Planungen übertreffen, gibt es nun offenbar auch keinen Zuschuss aus Brüssel, womit das ganze Finanzierungsmodell zusammenfällt.

Die bayerische Staatsregierung hatte bislang damit gerechnet, dass Brüssel 50 Millionen Euro für den Transrapid zur Verfügung stellt, nun ist aber im Verkehrsetat der Europäischen Union kein Zuschuss vorgesehen.

Wirtschaftsministerin Emilia Müller meinte, dass das nicht verwunderlich sei, da die Förderanträge erst im nächsten Jahr gestellt werden könnten. Die EU habe nämlich zugesagt, die Förderung des Transrapids zu prüfen.

Sehr vernünftig, liebe EU!

Thema: Nürnberg-München | Beitrag kommentieren

Bund Naturschutz gegen Transrapid

Freitag, 28. September 2007 | Autor: andy

Der Bund Naturschutz Nürnberg lehnt Verschleuderung von Steuergeldern ab und ist deshalb gegen den Bau des Transrapid vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen. Landesvorsitzender des Bund Naturschutz Prof. Hubert Weiger kündigte an, dass man “ein milliardenschweres Abschiedsgeschenk auf Kosten von Steuerzahlern und Bahnkunden” von Ministerpräsident Stoiber werde man “nicht hinnehmen”.

Jetzt soll der Bundesrechnungshof eingeschaltet werden, der schon im Jahr 2002 den Bau einer Magnetschnellbahn in Bayern massiv kritisiert hatte. “In Wirklichkeit klaffe weiter eine Finanzierungslücke von 300 bis 500 Millionen Euro” und im Falle eines positiven Beschlusses würde “der Bund Naturschutz und die Stadt München eine Klage dagegen prüfen”.

Aber nicht nur finanziell würde der Magnet-Zug zur Belastung werden, sondern auch für die Umwelt. “Der Transrapid verbraucht dreimal soviel Energie wie die S-Bahn zum Münchner Flughafen und wäre ein Klimakiller zu Lasten des Bahnverkehrs”, so Hubert Weiger.

Quelle Radio 8

Thema: Nürnberg-München | Ein Kommentar

Polit-Theater um den Transrapid?

Mittwoch, 26. September 2007 | Autor: andy

Georg Wedemeyer hat für Stern.de einen sehr guten Kommentar über die juvenile Verkündung der Finanzierungseinigung für das “Leuchtturmprojekt” Transrapid verfasst und berichtet darin, dass die so umjubelte Einigung schon seit Jahren in einem geheimen “Eckpunktepapier” beschlossen wurde.

Demnach hätten sich Bahn, Bayern und Bund schon im September 2005 “auf genau das geeinigt, was jetzt als neu präsentiert” wurde! Darin haben Bund und Bayern der deutschen Bahn und Industrie für den Bau der Magnetschnellbahn München “schon vor einem Jahr viel weiter reichende Zusagen gemacht, als öffentlich zugegeben wird“.

Auch die “bejammerte” Finanzierungslücke sei nur “Theaterdonner“. Zitat:

“In Wahrheit haben Bayern und der Bund ihrem Partner Bahn, der selbst nur die zehn Prozent zahlen will, längst die Restfinanzierung des Transrapid garantiert. Unter Punkt 3b des Eckpunktepapiers heißt es: “Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch Zuschüsse der öffentlichen Hand, nämlich durch den Bund und den Freistaat Bayern bis zur Höhe von 1,665 Milliarden Euro.” Unter Punkt 3c steht: “Bund und Freistaat garantieren den unter b) genannten Festbetrag.”

Als der Stern damals davon berichtete wurde das ganze von Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber mit den Worten “alte Kamelle” dementiert. Obwohl das Papier “von hohen Beamten der Ministerien abgezeichnet” war und “bei allen Haushaltsdiskussionen in den Parlamenten als Grundlage” diente, hätten die Abgeordneten den Inhalt nicht gekannt. Nachzulesen hier: “Der ‘Leuchtturm’ wankt“. Die “Realisierungsvereinbarung” war längst “von den Ministerien an den Parlamenten vorbei zugesichert worden” und sei “praktisch nichts Neues“.

“Im Grunde ein unwürdiges Schauspiel für ein demokratisches Land”

Auch geht Wedemeyer darauf ein, dass “interne Schätzungen des Bundesverkehrsministeriums von wenigstens 2,2 Milliarden Euro ausgehen” und “Die Industrie nicht bereit ist, alle Kosten über 1,85 Milliarden Euro zu übernehmen.”

Ein sehr guter Kommentar von stern.de! Unbedingt lesen: Veralberung der Wähler und vor allem des Parlamentes

Thema: Nürnberg-München | 2 Kommentare

Kostenexplosion beim Transrapid zu erwarten?

Dienstag, 25. September 2007 | Autor: andy

Milliardengrab TransrapidWer hat damals nicht den Kopf geschüttelt, als Edmund Stoiber am 25.09.2002 als Unions-Kanzlerkandidat um 18:47 Uhr vor die Mikrophone trat und verkündete: “Wir haben die Wahl gewonnen“, obwohl wenig später die Auszählungen einen Sieg von Gerhard Schröder ergaben? Heute hat er wohl das gleiche wieder getan: Er verkündete heute Mittag, dass der Transrapid in München unter “Dach und Fach” ist!

Die Finanzierung des 1,85 Milliarden-Projekts Transrapid würde stehen und die Finanzierungslücke sei geschlossen, so Erwin Huber, der Nachfolger von Stoiber auf dem Posten des Parteivorsitzes: Der Bund trage mit 925 Millionen Euro die Hälfte der Kosten, Bayern stockt den eigenen Anteil noch einmal um 15 Millionen auf 490 Millionen Euro auf, der Flughafen München wird sich mit 100 Millionen Euro beteiligen, die Bahn stockt ihren Finanzierungsanteil noch einmal um 100 Millionen auf (die Industrie übernimmt davon 50 Millionen) 235 Millionen Euro auf. Zum Schluss gingen alle davon aus, dass die Bundesregierung in Brüssel eine Förderung von 50 Millionen Euro erreicht, da “die EU hat bereits die Planung der Magnetschwebebahn in München finanziell unterstützt” hat (Quelle neumarktonline.de). So könne bereits im Sommer 2008 mit dem Bau begonnen werden. Ein perfektes Abschiedsgeschenk von Stoiber!

Leider ist es nur so, dass Verkehrskomissar Barrot es für sehr unwahrscheinlich hält, dass die EU hierzu 50 Mio zuschießt. Zudem sagte Finanzminister Peer Steinbrück, dass es absehbar sei, dass die veranschlagten Mittel nicht ausreichten, da das Projekt deutlich teurer werden würde. Zudem basiere die Zahl auf einer fünf Jahre alten Schätzung und sei nicht mehr aktuell.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee meint zudem, dass noch überhaupt nicht geklärt ist, wer das Baukostenrisiko trägt, falls das Projekt teuerer wird. Und damit ist laut Bürgermeister Christian Ude “auf jeden Fall zu rechnen”, der ja von einer Mindestsumme von 2,2 Milliarden ausgeht, die sicherlich auch übertroffen werden würde.

Ich denke…

…dass die EU normal nichts dazugeben wird, denn wir wären ja auch nicht einverstanden, wenn wir auf solch einem Weg Protzbauten in Mailand oder Amsterdam mit tragen müssten. Die Lücke von 50 Mio aber sicher relativ klein und ich bin mir sicher, dass man in München einen Weg findet, wie man diese noch auftreibt (in diesem Fall muss ja fast sagen , ist es gut, dass wir in Franken so wenig Kunstschätze haben, sonst könnte man die wieder holen und einschmelzen).

Allerdings ist es auch klar wie Kloßbrühe, dass das Projekt mehr kosten wird als die veranschlagten 1,85 Mrd, da bin ich mit Christian Ude einer Meinung. Kostenexplosionen wie beim Leipziger Citytunnel (73 Millionen Euro teurer) und bei der U 4 in die HafenCity (42,5 Millionen teurer) sollten eigentlich als warnendes Beispiel dienen.

Mehr Infos zu Strecke u.a. auf spiegel.de

Thema: Nürnberg-München | Ein Kommentar

BR dreht Clubfans den Saft ab

Mittwoch, 30. Mai 2007 | Autor: andy

Nachdem sich der Fränkische Bund e. V. in einer Presseerklärung "wegen der Nichtdarstellung Frankens in Spielfilmen und Spielserien des Bayerischen Rundfunks" an die fränkischen Landtagsabgeordneten gewandt hat, habe sich die Münchner ein neues Meisterstück geleistet.

Als am vergangenen Sonntag der 1.FC Nürnberg als frischgebackener DFB-Pokalsieger 2007 am Nürnberger Flughafen landete, per Autokorso in die Innenstadt fuhr und am bis zum bersten gefüllten Hauptmarkt den begeisterten Fans Mannschaft und Pokal präsentierte, hatte im Vorfeld der BR eine Übertragung der Feierlichkeiten angesagt. Als sich der Triumphzug durch die Nordstadt aufgrund der riesen Begeisterung aller "Nämbercher" verspätete, kappte das Dritte kurzer Hand die Übertragung – ausgerechnet während der Rede von "Trainergott" Hans Meyer.

Die Empörung war natürlich riesen groß, als der gesamtfränkische Freudentaumel abrupt gestoppt wurde. Nun wiederholt der BR nach einer Flut von Protestbriefen am Donnerstag, 31. Mai, von 23:30 bis 2:00 Uhr nochmals die Feier auf dem Hauptmarkt.
(Auzüge aus den Protestbriefen hier bei NN und NZ)

Viele Franken stellen sich natürlich die berechtigte Frage, was der BR gemacht hätte, wenn der Trainer des FC Bayern mitten in der Meisterrede abgewürgt worden wäre, sicherlich hätte es da personelle Konsequenzen gegeben. Diese fordert nun Bayerns SPD-Chef Franz Maget und will die "Mattscheibe" des BR im Rundfunkrat auf die Tagesordnung setzen lassen.

An den Quoten kann es nicht gelegen haben, denn die waren laut BR-Sportchef Werner Rabe "sehr zufriedenstellend": 230.000 Zuschauer in Bayern und 440.000 in ganz Deutschland haben sich Autokorso, Eintrag ins Goldene Buch und Auftritt auf der Hauptmarkt-Bühne angesehen… "bis zum bitteren Ende" (NN).

Programmbeobachtung des FB

Eine vom Fränkischen Bund e. V. (Manfred Hofmann) durchgeführte zwölfmonatige Programmbeobachtung hat ergeben, dass „Altbayern“ in 138 Spielfilmstunden dargestellt wurde, während Franken überhaupt keine Darstellung fand.

Eine Aufstellung der Sendungen (Spielfilme und Spielserien) des BR mit eindeutigem Bezug zu Franken bzw. im Zeitraum September 2004 bis August 2005 finden Sie hier auf fraenkischer-bund.de

Ich finde…

…der BR hat nur mal wieder sein wahres Gesicht gezeigt. Natürlich findet Franken auch Platz im BR-Programm, aber entsprechend des Anteils der Bevölkerung ist das viel zu wenig. Und wenn dann mal doch ein Franke in einem Film vorkommt, wir er gerne als lächerlich hingestellt, wie das Beispiel damals beim Tatort zeigte.

Besonders irrwitzig ist zudem die Entschuldigung und Erklärung von BR-Sprecher Rudi Küffner (via Glubb-Blog). Zwischen den Zeilen gelesen meint er nichts anderes als dass sich die Pokal-Franken nicht so haben sollen, schließlich wollte man noch viel weniger übertragen… natürlich mit einer sauberen Abmoderation! :-)

Thema: Franken-Bayern, Nürnberg-München | 7 Kommentare

Zukunftsatlas: Erlangen top, Nürnberg überholt Fürth

Mittwoch, 9. Mai 2007 | Autor: andy

Der Kreisverband Fürth ist alarmiert: Im “Zukunftsatlas 2007” der Prognos AG (Basel) ist die Stadt Fürth im Vergleich zu 2004 um 17 Plätze auf Rang 69 nach hinten gefallen und sogar von Nürnberg, “das 2004 noch hinter Fürth lag”, um 4 Plätze überholt. Woher diese Zahlen allerdings stammen, kann ich nicht sagen – unten dazu mehr.
Gesamt fränkisch gesehen gibt es Licht und Schatten beim “Zukunftsatlas 2007 – Deutschlands Regionen im Zukunftswettbewerb”, einer umfassenden Chancen-Risiken-Bewertung für alle 439 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland.

So landet die Stadt Erlangen im Gesamtranking auf einem hervorragenden 4. Platz und gehört zu den 8 Standorten in Deutschland, denen von der Prognos AG, einem renommierten Schweizer Beratungsunternehmen, TOP-Zukunftschancen bescheinigt werden!

“Sehr hohe Zukunftschancen” gibt es in Franken dann nur noch in Erlangen-Höchstadt (Platz 10), Schweinfurt (Platz 19) und Eichstätt (Platz 41). (An dieser Stelle ein Gruß an alle alten Eichstätter: Eichstätt bleibt fränkisch!) :-)

Zumindest noch “hohe Zukunftschancen” haben Forchheim (49), Stadt Würzburg (51), Coburg (59), Stadt Nürnberg (63), Stadt Fürth (67), Nürnberger Land (74), Ansbach (77) und Bamberg (82).

Lediglich “Zukunftschancen” gibt es in Bayreuth (85), Würzburg Land (93), Bamberg Land (100), Aschaffenburg Land (107) und Neustadt Aisch, Bad Windsheim (123).

Welche Regionen die ersten drei Plätze belegt haben, brauch ich hier nicht zu erwähnen, denn da sie in Bayern liegen, weiß es ja jeder…

Prognos-Landkarte hier

Die Liste bis Platz 439 (Spree-Neiße Landkreis, “sehr hohe Zukunftsrisiken”) finden Sie bei invest-in-germany.de

Alles in allem steht Franken verglichen mit Restdeutschland gar nicht so schlecht da – innerhalb Bayerns könnte einem das Wort “Benachteiligung” in den Sinn kommen…

Thema: Franken in Europa, Fädd, Nürnberg-München | Beitrag kommentieren