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Was macht eigentlich: Noris-Tower Nürnberg

Mittwoch, 25. Oktober 2006 | Autor:

Noris-Tower NürnbergMan kennt ja die Rubriken in den Zeitschriften: „Was macht eigentlich…“ oder „was wurde aus…“ in denen man ehemalige Stars oder alte Sportler besucht und aufzeigt wie normal und zurückgezogen diese heute leben.

Als ich aber heute auf tirolblog.com gelesen habe, dass Wörgl einen „Tyrol-Tower“ plant, der mit 137 Metern der Nürnberger Business Tower um ganze 2 Meter überragt, fragte ich mich: „Was wurde eigentlich aus dem Noris-Tower?“

Auf dem MAN-Gelände (neben Frankencampus) an der Ecke Frankenstraße / Katzwanger Straße war im Jahre 2000 ein 144 Meter hoher Doppelturm (36 Etagen) mit modernsten Büroräumen, Tagungs- und Konferenzzonen, Läden, Gastronomie und Hotelnutzung (Architekt Wolfgang Loebermann) geplant und auch gefeiert. Denn aufgrund der zentralen Lange am Stadtring, mit U-Bahn-Anschluß quasi direkt unter dem Gebäude und einem „Aussichts-Cafe“ in der obersten Etage, das mit einem bestimmt atemberaubenden Burgblick sogar Touristen angelockt hätte, glaubte man locker Investoren zu finden.

Leider vermeldeten am 23.11.2004 die Nürnberger Nachrichten (Die Hochhaus-Pläne liegen auf Eis), dass die Grundstückspreise im Vergleich zu Weltstädten noch moderat sind und daher keine Notwendigkeit besteht, auf kleiner Fläche in die Höhe zu bauen.

Ich finde das jammerschade, denn da man in Nürnberg seit 1991 auch nicht mehr auf das „Nürnberger Ei“ (Fernsehturm) kann und die Nürnberger Versicherung ihren Turm nur alle heilige Zeit für „Kunden“ öffnet – wofür man dann stundenlang anstehen muss – wäre das für Touris endlich mal eine Möglichkeit gewesen von oben auf die Stadt und die Kaiserburg zu schauen – was derzeit ja nur von der Burg aus geht.

Burgblick: Ausblick von der Kaiserburg auf die Nürnberger Altstadt

Außerdem sind wir in Nürnberg ja nicht gerade mit Hochhäusern gesegnet, denn wenn man mal auf emporis.com nachschaut ist das dritthöchste Gebäude bereits die Lorenzkirche mit ihren 80 Metern! Und dieser futuristische Messeturm kam leider auch nicht zu Stande… und München hat sich in einem Bürgerentscheid ja für eine „Obergrenze“ für Hochhäuser ausgesprochen! Dann hätten wir wenigstens wieder das höchste Bürohaus! 🙂

Bei meinen Recherchen erwähnenswert finde ich aber noch die Seiten von architektur-nuernberg.de und die Ideen für Nürnberg vom Maxim auf deutsches-architektur-forum.de.

Noristower-Bild: www.ab-loebermann.de

Thema: Nämberch, Nürnberg-München | 2 Kommentare

Frankenblog

Donnerstag, 19. Oktober 2006 | Autor:

Beim googln bin ich auf den Würzblog gestossen und hab sofort gefallen an der Seite gefunden, vor allem weil der Autor dort fränkische Worte wie „Bressbendl“ vorgestellt bzw. analysiert hat. Ergo wollte ich ihn in mein „Weblogroll Franken“ aufnehmen… aber da war er so alleine – so musste ich Google beauftragen nach FRANKENBLOG zu suchen! Und siehe da, jede Menge Treffer, aber…

Alle Frankenblogs aus den USA?

FRANKENBLOG ergab welt googleweit 9.980 Ergebnisse von denen nur eine Hand voll aus Deutschland sind (der erste Treffer war gleich eine stillgelegte Seite). Der Rest alles (naja, alle 9.989 hab ich nicht durchgeschaut) aus Amerika! So zum Beispiel

FRANKENBLOG (It’s for the boids) der sich über Gemüse-Fotos lustig macht, die zu versautem Denken anregen könnten (Ha Ha, plants look like genitalia!)
FRANKENBLOG (cinemark13) der über die Fliege in seinem Auge siniert (The Fly in My Eye)
FRANKENBLOG referiert hochwichtig über den „Clash of the wrong civilisations
FRANKENBLOG von Bill aus Buffalo, NY (also Buffalo Bill, haha) der sich über Schnee (vom Himmel) freut (dear-snow)
– und schließlich FRANKENBLOG von einer Dame die von sich sagt „I kiss girls“ und der ihr Leitspruch zu sein scheint: „anxiously awaiting the day all women become openly bisexual“ (was das heißt, äh, lasst Euch das lieber von jemand anderem übersetzen…)

Offenbar beziehen sich viele Menschen da drüben die irgendwie die Silbe „Frank“ im Namen haben auf Frankenstein! Da muss ich doch gleich ein Botschaft „senden“:

Hello you from Ghana beaten Americans! Wellcome in Frankonia, wich is the area that surounds the Citys of Nuremberg, Wurzburg, Bayreuth, etc. and is called „Franken“ in german. Btw karl the great was from FRANKEN too.
PS: Rothenburg odT is also Franken…

Oh Gott ist mein Englisch eingerostet… 🙂

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Von Nürnberg über Helsinki nach Asien

Dienstag, 17. Oktober 2006 | Autor:

Bereits als siebten deutschen Flughafen hat die finnische Fluggesellschaft Finnair Nürnberg in ihr Streckennetz aufgenommen. Ab dem 10. April 2007 werden Verbindungen von Nürnberg an das schnelle Drehkreuz Helsinki und damit direkt an die Fernostverbindungen angeboten. Eine Maschine startet dann jeden Montag, Dienstag und Sonntag um 12:15 Uhr in Nürnberg (Ankunft Helsinki 15:45 Uhr) und jeden Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag um 18:25 Uhr (Ankunft Helsinki 21:45 Uhr).

Erfolgreiche Asienstrategie von Finnair

Von Helsinki aus startet Finnair über 170-Mal pro Monat nach Fernost. Aufgrund der günstigen Lage von Helsinki an der direkten Fluglinie von Westeuropa nach Asien bietet Finnair die kürzesten Verbindungen zwischen beiden Kontinenten. Das heißt wir Franken kommen ab Nürnberg nun schneller und damit wahrscheinlich auch günstiger nach Asien.

Gleich mal nachschauen aktuelle Last Minute Angebote bei Expedia.de und travelchannel.de!

Höhere Flugpreise trotz Billigflieger

Sparen ist aber weiterhin von Nöten, denn laut Institut der deutschen Wirtschaft (Köln) sind die Flugpreise in Deutschland für den Verbraucher gestiegen, und das trotz zunehmender Aktivitäten der Billigflieger. Demnach seien im Zeitraum von August 2000 bis August 2006 die Einzelflüge insgesamt um 27,3 % gestiegen. Kerosinzuschläge, Flughafengebühren und Steuern wären die Hauptgründe, wohingegen die reinen Flugpreise im August diesen Jahres um vier Prozent niedriger waren als vor sechs Jahren.

Thema: Franken in Europa, Nämberch | Ein Kommentar

S-Bahnen statt Transrapid

Montag, 16. Oktober 2006 | Autor:

www.contratransrapid.deDie Staatsregierung will trotz des Transrapidunglücks auf der Teststrecke im Emsland an dem Projekt „Transrapid vom Hauptbahnhof zum Flughafen“ festhalten. Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber hatte auch gleich eine „Münchner-Lösung“ für die Vervollständigung des Sicherheitskonzepts parat: „In München wäre das nicht passiert“. Inzwischen vermeldet aber der Focus, dass sich als Folge des Unfalls der Bau der geplanten Transrapid-Strecke in verteuern werde, da für die erhöhte Sicherheit etwa 350 Millionen Euro aufgewendet werden müssten, was dann die Gesamtkosten auf 2 bis 2,2 Milliarden Euro steigen lasse und die Finanzierung ist noch lange nicht gesichert.

Oberbürgermeister Christian Ude hingegen favorisiert eine Express-S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Flughafen, die unter 500 Millionen Euro kosten würde. Zudem verbessere die Express-S-Bahn die Verkehrssituation der Region deutlich mehr, darum dürfe das Geld nicht für den Transrapid „verplempert“ werden, sagte Ude. In Nordrhein-Westfalen ist man da schon vernünftiger: Das Metrorapid-Projekt wurde 2003 aus Kostengründen aufgegeben!

Ich gebe Ude da absolut Recht, denn es wäre besser das Geld nicht für ein Prestigeobjekt (Grüne: „Milliardengrab Transrapid„) auszugeben, sondern dafür in mehreren Orten S-Bahnen zu bauen – da hätten wenigstens mehrere Städte etwas davon. Außerdem hat man ja schon bei der BUGA in München gesehen, wie sehr Prognose und Wirklichkeit auseinander driften – also werden die Zahlen beim Transrapid bestimmt auch etwas verschönert sein…

In diesem Zusammenhang lassen wir uns noch einmal von Herrn Stoibär den Transrapid erklären:

Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München mit zehn Minuten ohne dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen am … am Hauptbahnhof in München starten Sie ihren Flug zehn Minuten – schauen Sie sich mal die großen Flughäfen an wenn Sie in Heathrow in London oder sonst wo meine s Charles de Gaulle in äh Frankreich oder in äh in … in Rom wenn Sie sich mal die Entfernungen ansehen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen dann werden Sie feststellen dass zehn Minuten Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen um ihr Gate zu finden – Wenn Sie vom Flug – äh vom Hauptbahnhof starten Sie steigen in den Hauptbahnhof ein Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen in an den Flughafen Franz-Josef Strauß dann starten Sie praktisch hier am Hauptbahnhof in München – das bedeutet natürlich dass der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Bayern an die bayerischen Städte heranwächst weil das ja klar ist weil aus dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen“

Zu hören gibts das hier und Stoiber-Filmchen gibts hier

Thema: Nürnberg-München | Ein Kommentar

Essen wie Kochprofis aus Franken

Mittwoch, 11. Oktober 2006 | Autor:

In der RTL2-Sendung „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“ am 09.10.2006 (35. Das Brauhaus in Moers) kam es zu folgendem Dialog zwischen Stefan Marquard und Ralf Zacherl, weil Mario Kotaska nicht wusste was „Stadtwurst mit Musik“ ist:

SM: „…Stadtwurschd mit Zwiebeln“
RZ: „Also ein Wurstsalat für Arme sozusagen…“
SM: „Hör mal, simma etz Anti-Franken, oder was? Weil dann rauchts irgendwann amal!“
RZ: „Du Säggl, ich bin vielleicht selbst einer!“

Was mich zu Nachforschungen veranlasste, denn ich dachte immer, dass der fränkische Akzent von Stefan Marquard an seinem Arbeitsverhältnis beim Gasthof „Rottner“ in Nürnberg (1985-1987) liegt.

Aber über die Internet-Seite von Stefan Marquard hab ich herausgefunden, dass er in Schweinfurt geboren wurde und zwischen 1979 und 1987 in Volkach, Würzburg und Nürnberg gearbeitet hat, bevor es ihn nach Oestrich-Winkel im Rheingau verschlagen hat.

Du Säckl, ich bin vielleicht selbst Franke!

Überraschter war ich da schon eher bei Ralf Zacherl: Geboren in Wertheim, dort im Stadtteil Sachsenhausen aufgewachsen, und nach seiner Ausbildung sogar von 1991 bis 1992 bei Stefan Marquards Restaurant „Drei Stuben“ in Meersburg am Bodensee angestellt! Er is also ein waschechter Franke!

Leben und kochen wie Gott in Franken

Das beweist doch wieder einmal mehr, wie gut die fränkische Küche und die fränkischen Köche sind! Auch Werner Theurich hat in seinem Bericht „Regionale Küche: Leben wie Gott in Franken“ auf spiegel.de davon geschwärmt: Wein und Bier in trauter Eintracht, dazu rustikales Essen, augenschmeichelnde Landschaft und jede Menge Kultur: Im Frankenland lässt sich’s aushalten. Vegetarier sollte man allerdings nicht sein…

Mehr finden Sie hier:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,431904,00.html

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Oberfranken drohen mit Exodus aus Bayern

Sonntag, 8. Oktober 2006 | Autor:

Fränkische Gemeinden verlassen Bayern (II)

Auch die Main-Post berichtet am 07.10.2006 darüber, dass die Gemeinden Nordhalben, Steinwiesen, Wallenfels und Marktrodach aus dem oberfränkischen Landkreis Kronach mit dem Exodus aus Bayern drohen. Stattdessen wollen sie sich lieber Thüringen anschließen, da die Probleme der Gemeinden an der Grenze zu Thüringen seit Jahren nicht gehört werden würden, laut Nordhalbens CSU-Bürgermeister Josef Daum.

Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) wies die Kritik zurück, da die Bürgermeister nach geltender Rechtslage nicht im Alleingang mit ihren Gemeinden Bayern verlassen könnten – damit ist die Sache für Huber wahrscheinlich erledigt?

Laut Main-Post beklagt Bürgermeister Daum, dass „vor dem Hintergrund der zurückgehenden Bevölkerungszahl in Oberfranken es weniger Geld aus München gebe.“ Ein weiteres Problem sei das „Fördergefälle zu den benachbarten Kommunen in Thüringen“, sodass ein „Automobilzulieferer aus seiner Gemeinde aufgrund der besseren Förderung lieber in Thüringen gebaut habe“. Daum weiter „Wir könnten diese 250 Arbeitsplätze heute in der Gemeinde haben.“

Quellen:
Main-Post Franken&Bayern vom 07.10.2006
Nürnberger Zeitung vom 07.10.2006

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Fränkische Gemeinden verlassen Bayern

Freitag, 6. Oktober 2006 | Autor:

Der Nachrichtensender B5-aktuell meldete heute in seinen Bayern-Nachrichten:

NORDHALBEN: Mehrere Gemeinden im oberfränkischen Landkreis Kronach drohen damit, Bayern zu verlassen und sich dem Bundesland Thüringen anzuschließen. Wie der Bürgermeister von Nordhalben, Daum/ CSU, sagte, fehlt es an Zuschüssen aus München und an Fördermöglichkeiten für die Industrie. Laut Daum erwägen u. a. auch Wallenfels und Steinwiesen einen entsprechenden Antrag.

Leider waren ansonsten im Internet keinerlei Informationen zu dem Thema zu finden, weder auf der Homepage von Nordhalben, noch auf der vom Landkreis Kronach.

Die Benachteiligung der fränkischen Gebiete durch die Bayerische Staatsregierung liegt daran, dass in Bayern kein Föderalismus herrscht wie im restlichen Deutschland, sondern eher zentralistisch alles nach München gepumpt wird.

So finanzieren die fränkischen Steuerzahler z.B. seit Jahren den „Verkehrsverbund München“ täglich mit einer ½ Million Euro und hier in Franken ist eher ein Rückbau im Schienenverkehr zu erkennen. (Quelle Fränkischer Bund e.V.)

Und obwohl die bayerische Staatsregierung bereits 1992 ein Landesentwicklungsprogramm (LEP) beschlossen hat, um die strukturschwachen Räume in Bayern mit dem Ziel „annähernd gleiche Lebensbedingungen in allen Landesteilen herzustellen“ wollen nun 3 Orte abwandern – noch dazu in die neuen Bundesländer? Obwohl, auch allein vom Schienenverkehr her würden sie sich verbessern, denn in Thüringen werden bereits 22 % der Bahnstrecken von Privatbahnen befahren. Außerdem sind sich die thüringischen und die fränkischen Bratwürste ja auch sehr ähnlich.

Liessen sich die Orte durch eine Neugliederung der Bundesländer vielleicht davon abhalten? Bevor alle Franken nach Thürigen gehen…

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Lehrberg: Keine Münchner Hilfe

Freitag, 6. Oktober 2006 | Autor:

In der kleinen Gemeinde Lehrberg in der Nähe von Ansbach ist vor einigen Tagen durch die Detonation eines Gastanks eine Bäckerei samt Nebengebäude „in die Luft geflogen“. Dabei kamen 5 Menschen ums Leben. Mehrere Gebäude in der Nähe der explodierten Bäckerei wurden zum Teil erheblich beschädigt.

Die beiden Gaststätten die direkt neben der Unglücksstelle standen wurden sogar so arg in Mitleidenschaft gezogen, dass Fachleute beschlossen diese beiden Nachbarschaftsgebäude abzureißen und komplett neu aufzubauen.

Die bayerische Staatsregierung hat unterdessen völlig offen gelassen, ob es zur Regulierung der direkten Schäden und der Folgeschäden auch finanzielle Hilfe des Staates geben wird. Erste Schätzungen gehen von über 5,5 Millionen Euro Sachschaden aus, die führenden Landespolitiker haben aber den Lehrbergern in Mitgefühl ausgesprochen.

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Lieblingsorte: Fränkische Neureuther?

Dienstag, 3. Oktober 2006 | Autor:

Dass der Nürnberger Christkindlesmarkt bei der ZDF-Aktion „Unsere Besten – Die Lieblingsorte der Deutschen“ den 20. Platz belegte ist ein Ergebnis, mit dem man im Frankenland zufrieden sein kann. Nachdenklich stimmt einen aber, wenn man sich vor Augen hält, dass Rosi (Mittermeier) und Christian Neureuther quasi als Laudatoren zum ältesten Weihnachtsmarkt befragt wurden. Gibt es keine berühmten Nürnberger? Wo andere Orte durchaus mit ihren Söhnen und Töchtern prahlen können, werden für uns einfach zwei befragt die in München oder Garmisch auf die Welt kamen?

Gut, unser Ex-Skifahrer Ehepaar ist immer noch besser, als wenn man Busenwitwe Tatjana Gsell oder gar Neu-Nürnberger und Superstar-Schreihals Daniel Küblböck hätte erzählen lassen.

Wir sind Oktoberfest

Leicht ins unerträgliche spielend war in der Sendung dann aber auch die Präsentation von Platz 37: Oktoberfest München. Patrick Lindner mit einem Brezenkorb bewaffnet und flankiert von einer Berliner Schönheit, die im Dirndl volle Maßkrüge hereinwuchten musste, erzählte im Urmünchener Dialekt, wie gern er scho immer auf der Wiesn war. Hoffentlich werde ich mal zu dem Fest interviewt, dann würde ich meine Erlebnisse berichten: „Mai, des woa ja gonz riesig, wie da der Japaner in den Pisse-See hinter dem Zelt neigfalln is und wia dann die Italiener sich mit Maßkrügen geprügelt haben. Und zu schee woa des Bild, als die ganzen Lederhosen-Burschn die Rettungskräfte behindert haben?¦ mei super!“

Man könnte langsam meinen, dass sich das Oktoberfest auf ganz Deutschland ausgebreitet hat. Zuerst waren wir alle Papst, bei dem ja auch immer wieder betont wird, dass es ein Bayer ist und nicht etwa ein Deutscher, und nun sich wir Oktoberfest. Paßt nur auf, sonst sind wir bald alle Bayern – und wer will das schon?¦

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Christkindlesmarkt 20. Lieblingsort

Dienstag, 3. Oktober 2006 | Autor:

Der Nürnberger Christkindlesmarkt belegte bei der ZDF-Aktion „Unsere Besten – Die Lieblingsorte der Deutschen“ den 20. Platz. Bei der in Zusammenarbeit mit dem Baedeker Verlag durchgeführten Umfrage stimmten insgesamt fast 350.000 Zuschauer in der Zeit vom 17. Juli bis zum 20. August 2006 für die Gebäude, Denkmäler oder Naturlandschaften, zu denen sie sich in besonderer Weise hingezogen fühlen.

Gewinner wurde der Kölner Dom, gefolgt vom Brandenburger Tor in Berlin und von der Lutherstadt Wittenberg. Johannes B. Kerner präsentierte die besten 50 Orte in einer Fernseh-Show am 22.09.2006, bei der jeder Ort mit einem kurzen Film und ein paar Stimmen von berühmten Leuten der Stadt vorgestellt wurde. Für den Christkindlesmarkt kam Eva Sattler, das aktuelle Nürnberger Christkind zu Wort, die eigens dafür ins Studio eingeladen wurde.

Was beim Gesamtergebnis auffällig ist, ist dass sich kleinere Orte höherem Maße einig über die Besonderheit ihrer Gegend sind als Großstädte. So sind unter den besten 50 je 3 Mal die Städte Berlin und München vertreten, Paderborn und Münster sogar unter den Top 10, doch Frankfurt hingegen überhaupt nicht. Umso mehr Angebot eine Gegend hat, umso mehr gehen die Stimmen an verschiedene Projekte. So habe ich auch für das Nürnberger Frankenstadion gestimmt und meine Freundin für die Nürnberger Burg “ beide Stimmen sind also nicht für den Christkindlesmarkt ins Gewicht gefallen.

Einigkeit macht stark

Was man erreichen kann, wenn man sich einig ist, zeigt der Platz 14: Historische Altstadt, Tann. Das ist ein Ort in der Rhön, 4.763 Einwohner, mit einem Bürgermeister, der während eines Stadtfestes alle Gäste zur Stimmabgabe aufrief. Wirklich interessant wäre eine Aufstellung, wie viele Stimmen auf eine Stadt oder Gegend insgesamt fallen “ dann wären wenigstens unsere Stimmen auch mit aufgeführt.

Dann fordere ich aber für die nächste Wahl, dass bei der Nennung vom Christkindlesmarkt eine fränkische Schönheit den Promis auf dem Sofa Lebkuchen und Glühwein kredenzt, quasi als Antwort auf den leicht gezwungen wirkenden Maßkrug-Auftritt von Patrik Linder für das Oktoberfest.

Ergebnisliste

Platz 1 Kölner Dom, Köln
Platz 2 Brandenburger Tor, Berlin
Platz 3 Schlosskirche, Lutherstadt Wittenberg
Platz 4 Prinzipalmarkt, Münster
Platz 5 Rathausplatz, Paderborn
Platz 6 Schwebebahn, Wuppertal
Platz 7 Hofbräuhaus, München
Platz 8 Hamburger Hafen, Hamburg
Platz 9 Marien- und Kaiserdom, Speyer
Platz 10 Mittelalterliche Altstadt, Quedlinburg
Platz 11 Rotes Kliff, Insel Sylt
Platz 12 Frauenkirche, Dresden
Platz 13 Spielcasino, Baden-Baden
Platz 14 Historische Altstadt, Tann
Platz 15 Rennsteig-Arena, Oberhof
Platz 16 Altstadt von Görlitz, Oberlausitz
Platz 17 Sparrenburg, Bielefeld
Platz 18 Schloss Neuschwanstein, Schwangau bei Füssen
Platz 19 Altstadt zwischen Inn und Donau, Passau
Platz 20 Christkindlesmarkt, Nürnberg
Platz 21 Die längste Theke der Welt, Düsseldorf
Platz 22 Deutsches Eck, Koblenz
Platz 23 Jüdischer Friedhof, Worms
Platz 24 Rheintal, Hessen/Rheinland-Pfalz
Platz 25 Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, Weimar
Platz 26 Steinerne Brücke, Regensburg
Platz 27 Kutterhafen, Neuharlingersiel
Platz 28 Englischer Garten, München
Platz 29 Herkules, Kassel
Platz 30 Westfalenstadion, Dortmund
Platz 31 Kaiserdom, Mainz
Platz 32 Gasometer, Oberhausen
Platz 33 Sankt Johanner Markt, Saarbrücken
Platz 34 Kloster Eberbach, Eltville
Platz 35 Krämerbrücke, Erfurt
Platz 36 Schloss Sanssouci, Potsdam
Platz 37 Oktoberfest, München
Platz 38 Kreidefelsen, Insel Rügen
Platz 39 Nürburgring, Hohe Eifel
Platz 40 Großer Rachel, Bayerischer Wald
Platz 41 Rathaus und Roland, Bremen
Platz 42 Wallfahrtskirche St. Bartholomä, Königssee
Platz 43 Glottertal, Schwarzwald
Platz 44 Hermannsdenkmal, Teutoburger Wald
Platz 45 Elbsandsteingebirge mit Bastei, Sächsische Schweiz
Platz 46 Thomaskirche, Leipzig
Platz 47 Blumeninsel, Mainau Bodensee
Platz 48 Museumsinsel, Berlin 3
Platz 49 Zoo Wilhelma, Stuttgart
Platz 50 Die Zugspitze, Grainau

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