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Aufkleber-Grafik: Frei statt Bayern

Donnerstag, 16. November 2006 | Autor:

Frei statt BauernWie ich bei meinem Suchmaschinen Marketing Seminar gelernt habe sollte man immer mal seine Backlinks und Referrer durchschauen. Und bei den letzteren fiel mir auf, dass noch ziemlich viele Seiten auf meine „Frei statt Bayern“-Grafik verweisen.

So zum Beispiel im Forum von Sondereinheiten.de, wo ein Preusse mit folgender Aussage den Zorn auf sich zog: „…für mich als Preuß gib es zwischen den Volksstämmen Bayerns eh kein Unterschied. Oder ist da etwa einer!!??!!“. Nach einigen Entrüstungen und großkotzigem Münchnerisch wusste „devildog04“ aus Baden-Württemberg (!) sich nur noch mit meiner Grafik zu helfen.

Noch besser fand ich allerdings „Norbert“ im Forum von verkehrsportal.de der auf die Behauptung, Franken würden „als die selbsternannte Elite Bayerns“ einfach alles an sich reißen und hätten dabei Schwaben schon unterwandert auf folgende Weise reagiert:

„Großer Irrtum! Sich einzubilden, die Elite von Irgendwas zu sein, setzt voraus, dass man sich auch als Teil desselben betrachtet. Dies ist in Franken nicht der Fall. Der Franke, der was auf sich hält, betrachtet sich NICHT als Bayer. Deshalb kann er auch nicht der Elite Bayerns angehören.“

Natürlich hat er drunter auch das Bild gesetzt. Grandios! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer vielleicht noch der Link zur Grafik
http://www.bayern-wolln-mer.net/frei_statt_bayern_w.jpg

Thema: Franken-Bayern | 8 Kommentare

Nicht vergessen: 11.11. ist Pelzmärtel

Freitag, 10. November 2006 | Autor:

In Franken beginnt die Weihnachtszeit schon jetzt! Wenn sich der Rheinländer freut, dass um 11:11 Uhr die Karnevalszeit beginnt, wird es bei uns besinnlich.

Der fränkische Nikolaus

PelzmaertelIn Franken, das ja größtenteils evangelisch ist, bringt am 11.11. der Pelzmärtel (pelzen = verhauen (westmitteldeutsch) und Märte, Märtel= süddeutsche Koseform des Vornamens Martin) anstatt des Nikolaus Geschenke für die Kinder – „verhauen“ deshalb, da es früher eher Strafen gab (vergleichbar mit dem Krampus vom Nikolaus). Das ist eine Folge der Reformation, bei der man den Nikolausbrauch und die Verehrung der Heiligen – also auch des Heiligen Martin – abgeschafft hatte. Der Pelzmärtel (oder auch „Belzmärtel„, „Belzermärtl„, „Belzemärtl„, „Bälzamäddl„, „Belzermäddl“ oder gar „Bulzermäddl“ bzw. „Bulzermärtl„) ist also die fränkisch-evangelische Antwort auf das Kinder beschenken am Martinstag.

Frankenland – Weihnachtsland

So fängt also der Franke schon 43 Tage vor Weihnachten damit an Geschenke zu verteilen! Vielleicht weil wir so früh anfangen sind wir voll auf Weihnachten eingestellt. Denn schließlich befindet sich ja die Weihnachtsstadt Nürnberg mit dem ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands, dem Christkindlesmarkt (wahrscheinlich seit 1628) und dem „ganzjahres Weihnachtsmarkt“ von Käthe Wohlfahrt in Rothenburg ob der Tauber die wichtigsten Christmas-Einrichtungen alle in Franken!

Es gibt sogar eine Internet-Seite pelzmaertel.de, bei der man ab und an meinen könnte, dass Kinder ihre Wünsche ins Gästebuch schreiben…!? Meist macht aber in dieser Zeit der örtliche Kindergarten einen Laternenumzug. Dann hoffen wir mal, dass das Wetter hält!

Siehe auch: In Franken kommt der Pelzmärtel und Die fränkische Antwort auf den Nikolaus

Thema: Franken allgemein, Fränkisch | 6 Kommentare

Landesausstellung 200 Jahre Franken in Bayern verlängert

Donnerstag, 9. November 2006 | Autor:

200 Jahre Franken in BayernDie Landesausstellung „200 Jahre Franken in Bayern“ im Museum Industriekultur in Nürnberg wurde bis 11. Februar 2007 verlängert! Wer’s also so wie ich bis jetzt noch nicht geschafft hat, hat nun 3 Monate mehr Zeit.

Napoleon war es, der dem Kurfürstentum Bayern für die Unterstützung im Krieg gegen Preussen die fränkischen Gebiete vermachte. In den Jahren 1802 und 1803 hatte man sich bereits das Hochstift Bamberg und die Reichsstadt Rothenburg einverleibt und 1806 stand dann die Übernahme der freien Reichsstadt Nürnberg an. Dass die Bevölkerung überhaupt nicht begeistert war, is klar, auch wenn in so manchem bayerischen Geschichtsbuch etwas anderes steht (genauere Beschreibung unter Ende der Eigenstaatlichkeit bei Wikipedia).

Was in den 200 Jahren danach so alles vor sich ging kann man sich dienstags bis sonntags und an allen Feiertagen von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Museum Industriekultur (Äußere Sulzbacher Straße 62; 90491 Nürnberg) anschauen (Für Einzelbesucher steht ein Audioguide bereit).

Veranstalter sind das Haus der Bayerischen Geschichte und die Stadt Nürnberg. Mit der Eintrittskarte für die Landesausstellung können Sie am selben Tag alle übrigen Häuser des Verbundes Museen der Stadt Nürnberg, sowie die Begleitausstellungen zur Landesausstellung besuchen.

PS: Wie in der Überschrift schon angekündigt, werden die 200 Jahre von Franken in Bayern verlängert… aber maximal noch 5 Jahre, dann gibt’s 200 Jahre Franken ohne Bayern! 🙂

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Bleibt Bamberger Domschatz im Münchner Keller?

Freitag, 3. November 2006 | Autor:

In der vergangenen Woche begannen die Feierlichkeiten: 1000 Jahre Erzdiözese Bamberg. Doch leider mischt sich Enttäuschung in die Feierlichkeiten, denn die Wittelsbacher-Stiftung und Finanzminister Kurt Faltlhauser haben sich „stur gestellt“ und die versprochene herausgaben fränkischer Kunstschätze verweigert.

Speziell der Bamberger Domschatz, den Bistumsgründer Kaiser Heinrich II. im Jahre 1007 angelegt hat, sollte zur Tausendjahrfeier wieder ins „fränkische Rom“ zurückkehren. Bereits am 23.10.2002 wurde eine Petition des Fränkischen Bundes e.V. im Landtagsausschuss verhandelt, in der es um die Rückführung der Beutekunst, die im Zuge der Ausplünderung Frankens (1802-1804 Eingliederung Frankens ins „Königreich Bayern“) nach München verbracht wurde (lt. Historikern 5528 wertvolle Gegenstände u.a. Bamberger Domschatz, fränkische Herzogsschwert aus Würzburg, Dürers „Vier Apostel“ aus Nürnberg, etc.) und am 04.06.2004 versprach im Landtag (auch) der Fraktionsvorstand der CSU (Herrmann, Söder, etc.) die Rückgabe des Bamberger Domschatzes zur 1000-Jahr-Feier 2007! Das alles soll nun nicht mehr gelten, frei nach Konrad Adenauer „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ oder lag es daran, dass damals Wahlkampf war?

Der Fränkische Bund e.V. hat inzwischen ca. 4000 Unterschriften von Bürgern für die Rückführung der fränkischen Kulturgüter gesammelt. Doch für viele ist diese Verweigerungshaltung keine Überraschung, „denn Faltlhausers Ministerium lehnte die fränkische Forderungen nach Rückführung der Kunstschätze schon immer vehement ab. Dabei verstauben die Kulturgüter in München massenweise oder befinden sich in Kisten verpackt in irgendwelchen Kellern“ (Quelle „München gibt Domschatz nicht her“ von den Nürnberger Nachrichten vom 01.11.2006). Inzwischen hat der Bezirkstag von Oberfranken einstimmig eine Resolution verabschiedet, die die Rückführung das Domschatzes nach Bamberg fordert.

Wem fällt ein anderer plausiebler Grund ein, fränkische Kunstschätze zu verstecken oder „vergammeln“ zu lassen, anstatt diese an deren Heimatort zu geben, wenn man Franken nicht bewußt benachteiligen will?

PS: Wo sind eigentlich die Reichskleinodien („Nürnberger Kleinodien“), die für immer in Nürnberg sein sollten?

Thema: Bamberger Domschatz, Franken-Bayern | Beitrag kommentieren