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ZDF: Zoo-Geschichten aus Nürnberg

Samstag, 24. Februar 2007 | Autor:

Wie der Nürnberger Lokalsender Radio F in dieser Woche berichtete, ist zur Zeit ein Kamera-Team des ZDF im Nürnberger Tiergarten unterwegs und dreht dort neue Folgen der beliebten Zoo-Geschichten.

Ab Anfang 2008 soll dann die Zoo-Dokuserie, für die noch bis Mitte 2007 gefilmt wird, von Montag bis Freitag jeweils um 15:15 Uhr im Zweiten gesendet werden. Als Highlight waren die ZDF-Reporter u.a. bei der Umgestaltung der Nilpferdlandschaft dabei, so Radio F.

Ich bin ja mal gespannt, wie die Sendung dann heißen wird, denn im Augenblick laufen die Zoogeschichten aus Sachsen als „Dresdner Schnauzen“ und die dazugehörigen „Ruhrpott-Schnauzen“ sind die Tierpark-Geschichten aus Duisburg.

Wie wäre es z.B. mit „Nämbercher Diergaddn Gwaaf“ oder „Fränkische Zoo-Waffeln“? Oder mein Favorit:

„Schmausenbuck Gschmarre“!

Ein Zungenbrecher für Rest-Deutschland! 😀

Thema: Fränkisch, Nämberch | 4 Kommentare

Pauli-Ehrung und George W. Breschnew

Donnerstag, 22. Februar 2007 | Autor:

Nachdem „Pauli-Raus“-Rufe durch die Passauer Drei-Länder-Halle schallten und Bodyguards Übergriffe auf die „Königsmöderin“ verhindern mussten (Quelle Nürnberger Nachrichten), gab es für Dr. Gabriele Pauli nach dem politischen Aschermittwoch doch noch eine positive Nachricht:

Die Fürther CSU-Landrätin soll am 18. März mit dem Olympe de Gouges-Preis (Nach der ersten Frauenrechtlerin der französischen Aufklärung benannt) geehrt werden. Die Auszeichnung wird von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen an sie vergeben, weil sie „mutig und unerschrocken ihre Positionen vertrete“ und „damit Vorbild für andere Frauen“ sei. (Quelle Nürnberger Nachrichten)

Vielleicht möchte die SPD damit auch die populäre Landrätin in eigene Lager holen? Was Gabi nach dem wütenden CSU-Mob gestern in Passau nicht mal übel zu nehmen wäre… aber sie wäre nicht Gabi Pauli, wenn sie das nicht wegstecken würde. Aber es zeigte sich mal wieder, was Alkohol aus Menschen machen kann… 😉

Im Gegensatz zum „Bierdunstschwangeren“ Pöbel (Zitat) war Stoiber überragend, als er wieder Tief in die Komik-Kiste griff („… dem amerikanischen Präsidenten Breschnew …“) und in seinem Auftreten doch sehr an den mit Testosteron voll gepumpten Schröder nach der Wahl 2006 erinnerte! 🙂

Stoibaer.de sieht aber den Vergleich Bush-Breschnew als gar nicht so falsch an… 😉

Thema: Pauli-Gate, Stoiber-Rücktritt | Ein Kommentar

Franke des Tages: Sigi Hoga

Montag, 19. Februar 2007 | Autor:

Geht heute an Sigi Hoga vom Nürnberger Lokalsender Radio F, der zusammen mit Michael Lein und Michael Becker die Morgen-Sendung „Die 3 von der Funkstelle“ moderiert: Am heutigen Rosenmontag spielten sie aus gegebenem Anlass das Karnevalslied der Höhner „Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche, dat bruch ene Kölsche öm jlöcklich ze sin“ und Sigi übersetzte das ganze ins Fränkische:

Bloudwoschd, a Halbe und a schäine Alde

Klasse 🙂

Thema: Franke des Tages | 2 Kommentare

ORF über Frankenblog

Freitag, 16. Februar 2007 | Autor:

Tjaha, es is immer wieder mal ratsam zu schauen, wer so alles auf meine Franken-Seite verlinkt bzw. diese erwähnt. Und was ich da nun gefunden hab, das macht mich schon ein bisschen stolz!

So fand ich heute bei „NEWS ORF.at“ mit einem Bericht über den Bamberger Domschatz mit folgenden Passagen, ich zitiere

„Freiheit für Franken“
Seither gehen die Wogen hoch: Regionalpolitiker in Bamberg verfassten eine Resolution an die bayrische Staatsregierung. Im Internet macht das Frankenblog mit dem Motto „Frei statt Bayern! Freiheit für Franken!“ und dem passenden Domainnamen http://bayern-wolln-mer.net Propaganda gegen die Südbayern.

Als ich hierbei schon in Jubel ausbrach, hätte ich fast die nächste Erwähnung übersehen, ich zitiere erneut:

Es komme gar nicht in Frage, dass die Kunstschätze von München 200 Kilometer gen Norden nach Bamberg transportiert werden – aber ein Videoband, auf dem die Kronen zu sehen sind, stelle man natürlich gern zur Verfügung, so Faltlhauser.
In Bamberg fasst man das als Affront auf. „Das sollten wir (das Volk) auch mal machen, wenn er sein Gehalt will: ‚Nix gibt’s, aber wir haben hier eine Videoaufnahme von Ihrem letzten Gehalt für Sie‚“, ätzte das Frankenblog.

Ich kann nur sagen, Ehre wem Ehre gebührt. 😉 Da hat sich die Mühe doch gelohnt “ jetzt müssen nur noch die zwei Kaiserkronen, das Kreuzreliquiar und die weiteren Kunstobjekte des Domschatzes nach Bamberg geschafft werden, dann bin ich (vorerst) zufrieden!

News orf.at „Wem gehört der Domschatz?“ hier

Thema: Frankenblog | 3 Kommentare

Bürgermeisterwahl: Die Ermittlungen in Schnabelwaid sind abgeschlossen

Mittwoch, 14. Februar 2007 | Autor:

Die Mittelbayerische Zeitung (Ermittlungen zur Bürgermeisterwahl abgeschlossen) meldet heute, dass die „Ermittlungen der Bayreuther Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei“ zur Bürgermeisterwahl der Gemeinde Schnabelwaid „keine strafrechtlich relevanten Verstöße ergeben haben“.

Am 21. Januar 2007 wurde nach der Auszählung der abgegebenen Stimmen Rüdiger Goller, SPD (Vorsprung von 11 Stimmen) als neuer Bürgermeister gefeiert, woraufhin am nächsten Tag im benachbarten Creußen das Siegel des Umschlags mit den Stimmzetteln geöffnet wurde und diese noch einmal gezählt wurden. Jetzt war plötzlich Hans-Walter Hofmann, CSU mit 7 Stimmen vorne.

In der Folge war bei der Bayreuther Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige wegen Unregelmäßigkeiten bei der Schnabelwaider Wahl erstattet worden. Die Ermittlungen haben jedoch keine strafrechtlich relevanten Verstöße ergeben, die Einfluss auf das Wahlergebnis hatten“ so die Mittelbayerische Zeitung.

Die Akten wurden nun dem Bayreuther Landratsamt für das dort laufende verwaltungsrechtliche Wahlprüfungsverfahren zur Verfügung gestellt.

tv-oberfranken.de hat dazu einen Videobeitrag online gestellt: Fall Schnabelwaid

Bleibt für mich die Frage, was aus den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Siegelbruchs wurde, denn der liegt ja wohl auf der Hand?

Thema: Franken allgemein | 6 Kommentare

120.000 Besucher bei Landesausstellung

Montag, 12. Februar 2007 | Autor:

200 Jahre Franken in BayernDie Nürnberger Nachrichten vermelden in ihrer heutigen Ausgabe, dass die Landesausstellung „200 Jahre Franken in Bayern ein voller Erfolg war.

Zahlenmäßig ist die Ausstellung mit 120.000 Besuchern (darunter 15.000 Schüler) „jetzt die bestbesuchte Ausstellung, die wir je in einer Großstadt gezeigt haben“ so Peter Lengle vom Haus der Bayerischen Geschichte gegenüber der NN, wozu wohl auch die dreimonatige Verlängerung beigetragen hat.

Zudem ergab eine repräsentative Besucherbefragung u.a., dass sich 70% der Besucher mehr als zwei und 7% mehr als drei Stunden Zeit für die Tafeln und Exponate genommen haben. Die Gestaltung der Ausstellung beurteilten 91% als „gut bis sehr gut“.

Die Gäste kamen zu drei Viertel aus bis zu 60km Entfernung und 22% aus dem übrigen Bayern. Der Meinung, dass die Ausstellung „die Leistung der Franken angemessen“ zeige waren 82%, gut ein ein Drittel gab sogar an, alle Texte gelesen zu haben – nur 2% der Besucher stuften die Verständlichkeit als „schlecht“ ein.

Quelle Nürnberger Nachrichten

Thema: Franken-Bayern | 2 Kommentare

Landesausstellung 200 Jahre Franken in Bayern ist zu Ende

Sonntag, 11. Februar 2007 | Autor:

200 Jahre Franken in BayernDie Landesausstellung „200 Jahre Franken in Bayern“ hatte heute im Museum für Industriekultur in Nürnberg ihren letzten Tag. Auch heute wieder großer Besucherandrang, und ich war auch dabei.

Für mich waren folgende Erkenntnisse bemerkenswert:

  • Die Ausstellung vermittelte einem das Gefühl, als wären die Franken erleichtert gewesen endlich von Bayern annektiert worden zu sein. Es war kein Wort darüber zu finden, dass man den bayerischen Statthalter in Nürnberg aus der Stadt gejagt hat oder dass alle „Vivat Preußen“ gerufen haben?¦ oder hab ichs nur nicht gefunden? Trotzdem gabs eine Tafel zum Gaibacher Fest, bei dem der Würzburger Bürgermeister Prof. Wilhelm Joseph Behr, der Bamberger Bürgermeister Franz Ludwig von Hornthal sowie der Arzt Johann Gottfried Eisenmann wegen ihrer öffentlichen Forderungen zu mehr Demokratie wegen „Hochverrats und Majestätsbeleidigung zu einer Festungshaft von unbestimmter Dauer“ verurteilt wurden. Das Thema wäre mal eine eigene Ausstellung wert?¦
  • Auf der Landesausstellung 1906 präsentierte sich Franken „als Motor Bayerns“ auch mit seinen Motorrad- und Fahrradherstellern. Was ich nicht wusste, dass Mars Fahrrad-Werke Nürnberg-Doos, Victoria („Frankenburger und Ottenstein Nürnberg“) und Triumph allesamt Nürnberger Firmen sind (waren).
  • Die „Bänderhaube“ gilt als typisch fränkisches Damen-Kleidungsstück und der „Dreispitz“ ist die dazu passende Kopfbedeckung für die Herren.
  • Das Frankenlied ist ein Gedicht von Joseph Victor von Scheffel, welches er 1859 beim Verweilen auf den Staffelberg kreiert hat und das erst 1870 von Valentin Eduard Becker vertont wurde und so erst zur Frankenhymne geworden ist.
  • Die Barbie-Puppe ist eine fränkische Erfindung. Ursprünglich war sie eine Comic-Figur namens Lilli. Der Cartoon erschien in der Bild-Zeitung 1952 und drei Jahre später wurde die erste Puppe produziert. Als Mattel dann die Rechte an der Puppe erworben hatte, wurde die Produktion bei der Firma Hausser in Coburg eingestellt.
  • Ein großes, phantastisches Bild hing in der Ausstellung: „Nürnbergs Abgesandte bringen die Reichskleinodien“ (am 22. März 1424 in feierlichem Aufzug in die Stadt) von Johann Paul Ritter 1883. Und dieses Bild ist im „kleinen Führer durch die Landesausstellung“ seitenverkehrt dargestellt (Seite 21).
  • Franken war doch einige Male Drehort für große Filmproduktionen, so z.B. „Der fröhliche Wanderer“ mit Rudolf Schock und „Stadt ohne Mitleid“ mit Kirk Douglas und Christine Kaufmann!
  • Die meisten Tonbeispiele und Geschichten wurden von Bernd Regenauer gesprochen. Grandios!

Also bei dem Andrang heute würde es mich nicht wundern, wenn die Ausstellung noch mal verlängert wird!

Freiheit für Franken

Thema: Franken-Bayern, Tag der Franken | Ein Kommentar

Bamberger Domschatz kehrt zurück nach Franken

Montag, 5. Februar 2007 | Autor:

Endlich waren sie sich mal einig: CSU und SPD befürworten im Kulturausschuss des Landtags einhellig die Ausleihung des Bamberger Domschatzes zum Bistumsjubiläum 2007. Beide Parteien gingen sogar davon aus, dass die Frauenkrone schon nach Bamberg unterwegs sei, meldete fraenkischer-tag.de am 01.02.2007!

Allerdings dürfte das wohl nicht der Wahrheit entsprechen, da sich der Bayreuther Abgeordnete Walter Nadler und die Münchner Konservatoren als Spaßbremse hervortun und „die Transportfähigkeit der Stücke eher skeptisch beurteilen“! Als von vorneherein „nicht transportabel“ gelten neben dem „Kreuzreliquiar auch die Kronen von Heinrich und Kunigunde„.

Der Nordbayerische Kurier meint dagegen, dass auch in der staatlichen Schlösserverwaltung noch größte Widerstände gegen Rückgabe der fränkischen Kunstgüter herrschen und gibt als Hintergrund die Befürchtung, der Ruf der Münchener Museen könnte dann darunter leiden, an.

Alles in allem ist mal ein Anfang gemacht und das ist Balsam für die „fränkische Seele“ – genauso wie der 3:0-Sieg des Glubbs über die Bayern am vergangenen Freitag! 🙂

Franken ist auf einem guten Weg!

Mehr zu „Domschatz kehrt zurück“ hier

Thema: Bamberger Domschatz | Ein Kommentar

Wahlmanipulation? Warum unauffällig?

Montag, 5. Februar 2007 | Autor:

Schon wieder ein Skandal in der CSU? Das BR-Magazin quer berichtete über die Bürgermeisterwahl in Schnabelwaid (Oberfranken, Landkreis Bayreuth) und den dortigen Unregelmäßigkeiten.

Folgender Fall war geschehen: Nach der Auszählung der abgegebenen Stimmen stand Rüdiger Goller, SPD mit einem Vorsprung von 11 Stimmen als neue Bürgermeister fest, er nahm die Wahl auch an.

Als am nächsten Tag die Stimmzettel in einem versiegelten Umschlag in die Gemeindeverwaltung in benachbarte Creußen geschickt wurden, öffnete man dort einfach das Siegel und zählte nochmals (Wahlhelfer aus Schnabelwaid waren nicht anwesend), und siehe da: Nun war Hans-Walter Hofmann von der CSU mit 7 Stimmen vorne. Also bestimmte man ihn zum Bürgermeister, auch er nahm die Wahl an.

Der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Harald Mild, CSU meinte gegenüber dem Magazin „quer“, dass die Wahlhelfer aufgrund der „Hektik“ wohl nicht korrekt ausgezählt hätten und deshalb „4 bis 5 vereidigte Angestellte der Verwaltungsgemeinschaft“ nochmals nachzählten. „quer“ befragt daraufhin einen Wahlhelfer aus Schnabelwaid, der widersprach der angeblichen Hektik und gab an, dass schließlich „4 bis 5 Mal ausgezählt“ wurde.

Herr Goller wollte seine „Amtsenthebung“ natürlich so nicht hinnehmen und hat die Wahl angefochten, zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Siegelbruch (hier).

Inzwischen meldete tv-oberfranken.de, dass die Bayreuther Kriminalpolizei die Wahlunterlagen sichergestellt hat, um zu ermitteln, ob es im Zusammenhang mit der Wahl zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist.

octoculus berichtet in seinem Blog über Leserbriefe an Lokalzeitungen, in denen verwundert gefragt wird, ob es nicht „überhaupt schon verdächtig sei, dass bei der ersten Auszählung auch SPDler mitgemacht hätten“ und ein Glossist des Blattes von „kasachischen Wahlbeobachtern und Beistandsbekundungen aus Florida fabuliert – sehr gut! 🙂

Erst Bespitzelungsvorwürfe und nun Wahlbetrugsvorwürfe? Ein Schelm war böses denkt, oder wie hat es der zukünftige Ministerpräsident Beckstein formuliert: „Solche Dinge sind selten aus der Luft gegriffen“? Naja, warten wir mal ab, was da wieder rauskommt “ vielleicht steckt ja der Huber dahinter?¦ 😉

Quelle BR Magazin quer

Thema: Franken allgemein | 3 Kommentare