Beiträge vom » Mai, 2007 «

BR dreht Clubfans den Saft ab

Mittwoch, 30. Mai 2007 | Autor:

Nachdem sich der Fränkische Bund e. V. in einer Presseerklärung "wegen der Nichtdarstellung Frankens in Spielfilmen und Spielserien des Bayerischen Rundfunks" an die fränkischen Landtagsabgeordneten gewandt hat, habe sich die Münchner ein neues Meisterstück geleistet.

Als am vergangenen Sonntag der 1.FC Nürnberg als frischgebackener DFB-Pokalsieger 2007 am Nürnberger Flughafen landete, per Autokorso in die Innenstadt fuhr und am bis zum bersten gefüllten Hauptmarkt den begeisterten Fans Mannschaft und Pokal präsentierte, hatte im Vorfeld der BR eine Übertragung der Feierlichkeiten angesagt. Als sich der Triumphzug durch die Nordstadt aufgrund der riesen Begeisterung aller "Nämbercher" verspätete, kappte das Dritte kurzer Hand die Übertragung – ausgerechnet während der Rede von "Trainergott" Hans Meyer.

Die Empörung war natürlich riesen groß, als der gesamtfränkische Freudentaumel abrupt gestoppt wurde. Nun wiederholt der BR nach einer Flut von Protestbriefen am Donnerstag, 31. Mai, von 23:30 bis 2:00 Uhr nochmals die Feier auf dem Hauptmarkt.
(Auzüge aus den Protestbriefen hier bei NN und NZ)

Viele Franken stellen sich natürlich die berechtigte Frage, was der BR gemacht hätte, wenn der Trainer des FC Bayern mitten in der Meisterrede abgewürgt worden wäre, sicherlich hätte es da personelle Konsequenzen gegeben. Diese fordert nun Bayerns SPD-Chef Franz Maget und will die "Mattscheibe" des BR im Rundfunkrat auf die Tagesordnung setzen lassen.

An den Quoten kann es nicht gelegen haben, denn die waren laut BR-Sportchef Werner Rabe "sehr zufriedenstellend": 230.000 Zuschauer in Bayern und 440.000 in ganz Deutschland haben sich Autokorso, Eintrag ins Goldene Buch und Auftritt auf der Hauptmarkt-Bühne angesehen… "bis zum bitteren Ende" (NN).

Programmbeobachtung des FB

Eine vom Fränkischen Bund e. V. (Manfred Hofmann) durchgeführte zwölfmonatige Programmbeobachtung hat ergeben, dass „Altbayern“ in 138 Spielfilmstunden dargestellt wurde, während Franken überhaupt keine Darstellung fand.

Eine Aufstellung der Sendungen (Spielfilme und Spielserien) des BR mit eindeutigem Bezug zu Franken bzw. im Zeitraum September 2004 bis August 2005 finden Sie hier auf fraenkischer-bund.de

Ich finde…

…der BR hat nur mal wieder sein wahres Gesicht gezeigt. Natürlich findet Franken auch Platz im BR-Programm, aber entsprechend des Anteils der Bevölkerung ist das viel zu wenig. Und wenn dann mal doch ein Franke in einem Film vorkommt, wir er gerne als lächerlich hingestellt, wie das Beispiel damals beim Tatort zeigte.

Besonders irrwitzig ist zudem die Entschuldigung und Erklärung von BR-Sprecher Rudi Küffner (via Glubb-Blog). Zwischen den Zeilen gelesen meint er nichts anderes als dass sich die Pokal-Franken nicht so haben sollen, schließlich wollte man noch viel weniger übertragen… natürlich mit einer sauberen Abmoderation! 🙂

Thema: Franken-Bayern, Nürnberg-München | 7 Kommentare

Eichenprozessions-Spinner über Franken

Donnerstag, 24. Mai 2007 | Autor:

Aufgrund des warmen Winters kommt es (auch) in diesem Jahr wieder zu Schädlingsplagen. Nach den großflächigen Warnungen vor einer Zecken-Flut greift nun eine andere Plage um sich: Die Eichenprozessions-Spinnerraupe!

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart und Forstschädling, die nur an Eichenbäumen anzutreffen ist – und vermehrt in den fränkischen Wäldern. Die Gifthaare der niedlichen Raupen können bei Kontakt mit Menschen zu einer Bedrohung werden, da sich die silbergrauen Härchen ablösen und in vielen Fällen allergische Reaktionen wie Hautausschläge, Reizungen der Schleimhäute oder schmerzhaften Husten bis hin zu Bronchitis und Asthma auslösen können. Bei wiederholter Belastung kann es auch lebensgefährlich werden.

Es besteht aber kein Grund zur Panik, nur zur Vorsicht. Die Stadt Nürnberg gab bereits im letzten Jahr eine Warnung raus (hier). Die erwachsenen Exemplare der Raupen sind etwa dreieinhalb Zentimeter lang, bläulich-schwarz gefärbt, seitlich weißlich. Für den Laien sind die Raupennester kaum zu erkennen. Der Eichenprozessionsspinner, ein Falter mit einer Spannweite von etwa drei Zentimetern, legt seine Eier im Herbst an der Rinde ab, meist in der Astregion, selten unterhalb zehn Metern Höhe. Im Frühjahr schlüpfen dann die Larven. Sie leben gesellig in großen Nestern und begeben sich nachts auf Wanderschaft. Einige tausend Exemplare kriechen dann in dichten Reihen um die Äste, um dort zu fressen. Erst am Morgen kehren sie wieder satt in ihre Behausung zurück. (Quelle Nürnberger Nachrichten 16.06.2004)

Im Süd-West-Park in Nürnberg wurden schon kleinere Wäldchen abgesperrt, nachdem es bei einigen Mitarbeitern zu Hautausschlägen kam. Die Härchen sind nur sehr schwer aus der Kleindung zu bekommen und man sollte nach einem Kontakt mit diesen Insekten sofort Duschen und bei Ausschlägen einen Arzt aufsuchen.

Weitere nützliche Informationen über den Eichenprozessions-Spinner finden Sie bei medizin.de

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Kochprofis wieder in Nürnberg

Montag, 14. Mai 2007 | Autor:

Die RTL2-Sendung „Die Kochprofis “ Einsatz am Herd“ spielt „heute“ wieder in Nürnberg. In einer „Nürnberger Berufsakademie“ coachen sie die Beiköche und Servicekräfte von morgen, heißt es auf der Internetseite des Fernsehsenders.

Die Schüler haben gerade die Zwischenprüfung bestanden und sollen für die Eltern und die Förderer der Lehranstalt ein Gala-Dinner in einem echten Restaurant vorbereiten. Das verspricht wieder recht witzig zu werden, wenn die Köche (Ralf Zacherl, Mario Kotaska und Martin Baudrexel) versuchen werden den fränkischen Dialekt zu verstehen, obwohl sie eigentlich ja größtenteils aus Franken kommen. Also einschalten!

14. Mai 2007 um 20:15 Uhr „Die Kochprofis “ Einsatz am Herd

Thema: Fränkisch, Nämberch | Beitrag kommentieren

Archiv Pressespiegel-Franken

Samstag, 12. Mai 2007 | Autor:

Archiv-Berichte zum Thema Franken:

<<Aktuelle Berichte hier unter Pressespiegel-Franken<<

08.05.2009

06.05.2009

05.05.2009

04.05.2009

03.05.2009

02.05.2009

30.04.2009

29.04.2009

28.04.2009

27.04.2009

26.04.2009

25.04.2009

24.04.2009

23.04.2009

22.04.2009

21.04.2009

20.04.2009

18.04.2009

17.04.2009

16.04.2009

15.04.2009

13.04.2009

11.04.2009

08.04.2009

06.04.2009

05.04.2009

11.11.2008

04.09.2008

Thema: Frankenblog | Beitrag kommentieren

Karpfen rot-weiß

Donnerstag, 10. Mai 2007 | Autor:

Nein, nicht mit Ketchup und Majo, sondern in Zukunft mit dem seiner Herkunft entsprechenden richtigen Fähnchen. Dazu haben die fränkischen Landräte Reinhard Glauber (Forchheim) und Günter Denzler (Bamberg) jetzt aufgerufen.

Wer schon mal zwischen September und April in Franken einen Karpfen bestellt hat, der weiß, dass dieser immer mit einem „Preis-Fähnlein“, „Deko-Picker“ oder „am Fähnla hald“ serviert wird. Von jeher war dieses blau-weiß, was sich auch keiner erklären konnte – denn zu Weißwurst und Brezen gibts ja auch keine rot-weißen Servietten.

Von nun an wird dieses Fähnchen rot-weiß sein, oder im besten Fall noch mit dem Frankenrechen versehen sein, um dem kulinarischen Gast zu vermitteln, dass er sich hier in Franken befindet, und nicht in Bayern! Auch wenn das einige nicht verstehen.

Ich finde…

…das vollkommen richtig was die „Eggolsheimer Gruppe“ hier angeleiert hat! Denn Franken zählt mit dem Aischgrund europaweit zu den bedeutendsten Karpfenteichgebieten und kann hier ebenso wie beim Schäufele und beim Bier (größte Brauereidichte der Welt) ruhig Flagge zeigen.

Thema: Franken-Bayern | Beitrag kommentieren

Zukunftsatlas: Erlangen top, Nürnberg überholt Fürth

Mittwoch, 9. Mai 2007 | Autor:

Der Kreisverband Fürth ist alarmiert: Im „Zukunftsatlas 2007“ der Prognos AG (Basel) ist die Stadt Fürth im Vergleich zu 2004 um 17 Plätze auf Rang 69 nach hinten gefallen und sogar von Nürnberg, „das 2004 noch hinter Fürth lag“, um 4 Plätze überholt. Woher diese Zahlen allerdings stammen, kann ich nicht sagen – unten dazu mehr.
Gesamt fränkisch gesehen gibt es Licht und Schatten beim „Zukunftsatlas 2007 – Deutschlands Regionen im Zukunftswettbewerb“, einer umfassenden Chancen-Risiken-Bewertung für alle 439 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland.

So landet die Stadt Erlangen im Gesamtranking auf einem hervorragenden 4. Platz und gehört zu den 8 Standorten in Deutschland, denen von der Prognos AG, einem renommierten Schweizer Beratungsunternehmen, TOP-Zukunftschancen bescheinigt werden!

„Sehr hohe Zukunftschancen“ gibt es in Franken dann nur noch in Erlangen-Höchstadt (Platz 10), Schweinfurt (Platz 19) und Eichstätt (Platz 41). (An dieser Stelle ein Gruß an alle alten Eichstätter: Eichstätt bleibt fränkisch!) 🙂

Zumindest noch „hohe Zukunftschancen“ haben Forchheim (49), Stadt Würzburg (51), Coburg (59), Stadt Nürnberg (63), Stadt Fürth (67), Nürnberger Land (74), Ansbach (77) und Bamberg (82).

Lediglich „Zukunftschancen“ gibt es in Bayreuth (85), Würzburg Land (93), Bamberg Land (100), Aschaffenburg Land (107) und Neustadt Aisch, Bad Windsheim (123).

Welche Regionen die ersten drei Plätze belegt haben, brauch ich hier nicht zu erwähnen, denn da sie in Bayern liegen, weiß es ja jeder…

Prognos-Landkarte hier

Die Liste bis Platz 439 (Spree-Neiße Landkreis, „sehr hohe Zukunftsrisiken“) finden Sie bei invest-in-germany.de

Alles in allem steht Franken verglichen mit Restdeutschland gar nicht so schlecht da – innerhalb Bayerns könnte einem das Wort „Benachteiligung“ in den Sinn kommen…

Thema: Fädd, Franken in Europa, Nürnberg-München | Ein Kommentar