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Fränkischer Kinospot

Mittwoch, 19. Dezember 2007 | Autor:

Zur Feier des Tages ein witziger fränkscher Kinospot:

Oder direkt bei youtube hier

Für die Kabarettbühne „Theater Fifty-Fifty“ in Erlangen mit Klaus Karl-Kraus, Matthias Egersdörfer, Lizzy Aumeier, Mäc Härder, Claus von Wagner, Viva Voce, Andreas Büeler, Claudia Bill, Vince Ebert und Winni Wittkopp.

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Franke des Tages: Matthias Egersdörfer

Mittwoch, 19. Dezember 2007 | Autor:

Hab ich nicht vor kurzem geschrieben, dass 2007 das Jahr der Franken war/ist! Nun habe ich im Internet gefunden, dass ein Franke den Hamburger Comedy Pokal 2007 und das Berliner Kleinkunstfestival 2007 (Schirmherr Dieter Hallervorden) gewonnen hat: Matthias Egersdörfer aus Lauf an der Pegnitz!

Auftritt live auf RBB Berlin Fernsehen:

Preis der Jury (u.a. Dieter Nuhr, Ulrich Wickert, Reinhold Beckmann) und eine Zugabe:

Ich bin glücklich! Lass ma doch mei Ruh‘! Ich kanns halt net so zeig’n! Soll i da a SMS schick’n oder a Fax, oder wos?

Damit tritt er quasi die Nachfolge von Kurt Krömer, Willy Astor, Eckart von Hirschhausen, Mario Barth, aber auch von Cindy aus Marzahn an, die auch schon alle bei diesem Festival gewonnen haben!

Wünschen wir „dem König der Agro-Comedy“ viel Erfolg und hoffen weiterhin auf schlecht gelaunten fränkischen Dialekt, auch wenn er oft von „Bayern“ spricht! 😉

Mehr bei Matthias Egersdörfer

Interview bei der Abendzeitung Nürnberg

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Von Nürnberg-Hafen direkt nach China

Montag, 17. Dezember 2007 | Autor:

Und zwar per Schiene: Nürnberg und Peking wachsen näher zusammen. Schon in drei Jahren sollen regelmäßig Containerzüge die Güterverkehrszentren in Nürnberg und Changping (bei Peking) miteinander verbinden und die bisherige Transportzeit von vier Wochen auf dem Seeweg um die Hälfte verringern. Nürnbergs Wirtschaftsreferent Roland Fleck präsentierte am Mittwoch die Machbarkeitsstudie des Projektes:

Die Schienenstrecke würde dann durch sechs Länder führen (ca. 10.000 Kilometer auf der transsibirischen Eisenbahnroute mit unterschiedliche Spurbreiten, Stromsystemen und umständlicher Zollabwicklung) und würde 20 Prozent der Warenströme zwischen China und Gesamt-Bayern abwickeln. Zur Zeit wären es Waren im Wert von neun Milliarden Euro aus China importiert werden und gleichzeitig würde Bayern Produkte für fünf Milliarden Euro nach Fernost exportieren.

Vor allem das Güterverkehrszentrum im Nürnberger Hafen erhofft sich durch die neue Containerzugverbindung eine noch bessere Auslastung. Geschäftsführer Harald Leupold spricht von einem Anstieg der Umschlagskapazität bis 2009 auf 500.000 Container und meint dass Nürnberg damit einer der größten Umschlagsorte im europäischen Binnenland wäre.

Vor zwei Wochen hatte zudem die Deutsche Bahn mit dem Ausbau ihres Containerterminals für 28 Millionen Euro begonnen. Im Hafen Nürnberg-Roth will man künftig auch chinesischen Logistikfirmen, die einen europäischen Binnenstandort suchten, Flächen anbieten.

Mehr:
Renaissance der Seidenstraße
– IHK Nürnberg: Containerzüge nach China?

Thema: Franken in Europa, Nämberch | Ein Kommentar

Größtes Fotomosaik der Welt – 95000 Kinderbilder in Nürnberg

Sonntag, 16. Dezember 2007 | Autor:

Das Mosaik ist 40,58 Meter lang, 13,86 Meter breit und hat 562,85 Quadratmeter. Aus 41.133 Kinderbildern (bei FOTO QUELLE eingesandt) wurden insgesamt 94.392 Abzüge entwickelt (207 x 456 Einzelbilder), die in den beiden ersten Dezemberwochen von Helfern per Hand auf dem Boden einer Turnhalle auf eine Plane geklebt wurden (jedes Bild 6,7 x 8,9 cm). Das Grundmotiv ist eine Aufnahme mit zwei lachenden Kindern für die Aktion „Kinder lachen für Kinder„.

Damit hat es das Nürnberger Fotomosaik mit fast 95.000 Bildern von lachenden Kindern ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Eine Repräsentantin der Guinness-World-Records aus London stellte am Samstag den Rekord offiziell fest.

Noch erfreulicher als der Eintrag ins Guinness-Buch: Die Aktion erbrachte eine Spendensumme von über 20.000 Euro für die Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung (hier).

Der bisherige Fotomosaik-Rekord stammte aus Australien.

Mehr bei 50 Jahre Foto-Quelle (Aufnahmen aus der Turnhalle)

Thema: Nämberch | Ein Kommentar

Erwin Pelzig: Ein Franke wird Kinostar

Mittwoch, 12. Dezember 2007 | Autor:

Erwin Pelzig (Frank-Markus Barwasser), vielen bekannt durch seine Radio-Glossen auf Bayern 3, mit den ungleichen Freunden „Hartmut“ und „Dr. Göbel“ ,und durch die Sendung „Pelzig unterhält sich“ (neuerdings in der ARD), kommt im Dezember 2007 ins Kino mit dem Film „Vorne ist verdammt weit weg„:

Darin spielt er „sich selbst“ (mit „Cord-Hüdli“ und Herrenhandtasche), einen hilfsbereiten Menschen, der seinen Nachbarn, den Chauffeur und siebenfachen Vater Johann Griesmaier (Peter Lohmeyer), durch eine kleine Unachtsamkeit schwer verletzt. Selbstverständlich, dass er dessen Job als Fahrer des Industriellen Eduard Bieger (Philipp Sonntag) übernimmt.

Dabei bekommt Pelzig durch Zufall mit, dass Biegers Firma schlecht läuft, dieser (nach einem Herzinfarkt) entmachtet wurde, dessen Tochter Melanie (Franziska Schlattner) die Leitung übernommen hat und den Berater Kienze (Tobias Oertel) engagiert hat, der eine Verlagerung des Betriebs in die Mongolei prüft.

Als Biegers missratener Sohn Bertram (Martin Maria Eschenbach) dann auch noch sein Aktienpaket des Einkaufswagen-Herstellers veräußern will, handelt Pelzig um den Job des Nachbarn zu retten. Hilfe bekommt er dabei von der ebenso verführerischen wie cleveren Eskortdame Chantal (Christiane Paul)… (Quelle film.de)

Der Trailer:

Ich finde der Film ist ein MUSS für jeden Franken! Endlich mal ist fränkisch im Kino zu hören!! Und endlich mal nicht so debil wie beim Super-Stau (vor kurzem darüber aufgeregt)! Meine Lieblingsszene aus einem Trailer:

Weil der Anlecher Banig gricht und sei Aktien verkäffd – Was? – Achso, verkaufm dud, dschuldichung!

Auch Witz- und Wortspielmäßig erwarte ich mir einiges von dem Film, der bestimmt wieder zielsicher auf alle Klischees abzielen wird (wie bei Hartmut und Dr. Göbel halt auch) – auch wenn nicht alle ein Klischee von ausgemachter Ausländerfeindlichkeit unterschieden können… aber immerhin meinen andere: „Absolut Empfehlenswert, Note 1 Weiterempfehlung 100%“ und sogar der Stoibär meint, dass Pelzig sicherlich nicht enttäuschen wird!

ABER einen Haken gibts bei der Sache und da halte ich es absolut mit dem wuerzblog: München! Ausgerechned München. Da dreht der Pelzigs Erwin mal än Film und wo feiert er Bremiere? In München! Warum net in Würzburch? Das hätte nicht sein müssen! Aber wir wissen ja, wie die Filmförderung in Bayern abläuft! 🙁

Kinostart ist am 13.12.2007 – Bundesstart am 20.12.2007

Am 29.12. ist Erwin Pelzig persönlich vor Ort in Ansbach (Kultur a.Schloß), Erlangen im Cinestar und Manhattan, und Nürnberg im Cinecitta!

Weitere Infos und Trailer auf vorne-derfilm.de

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Fränkin des Tages: Gunda Müller

Montag, 10. Dezember 2007 | Autor:

In der Sendung „LEBENSLINIEN“ des BR (immer montags um 20.15 Uhr) war heute die Geschichte „Meine Liebe – stärker als der Tod“ (Ein Film von Arndt Wittenberg) zu sehen. Darin ging es um die Lebensgeschichte von Gunda, die für die Liebe des Schaustellers Willi ihr Elternhaus verlassen hatte, um mit ihm auf Jahrmärkten gebrannte Mandeln zu verkaufen. In Jahren harter Arbeit wird „Willis Mandeln“ fast schon ein Markenzeichen – 1982 stirbt Willi, Gundi ist der Verzweiflung nahe, aber sie musste ihrem Mann am Sterbebett versprechen weiter zu machen. 25 Jahre später zieht sie noch immer durch Franken. Zur Zeit auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt

Eine bisweilen traurige Geschichte, die aber herrlich aufgelockert wurde durch das waschechte „Nämbercherisch“ von Gunda:

Wenn däi Schauschdellä domols vuagfoan sin, no ham alle gsachd ’schau hi, dau kumma däi Zigainä‘ (…) Sigsdas, dea waß was ma gsachd hodd: ‚Nimm die Wäsch vo dä Schnua, däi Zigainä sin kumma‘

Herrlich wenn jemand so konsequent seinen Dialekt spricht! Nicht sich vor der Kamera versuchen zu verstellen, denn dann klingt das Fränkisch so lächerlich, wie man es z.B. auch aus dem Film „Der Super-Stau“ kennt: „Endschuldichung, ham sie mein gleines gelbes Audo gsehn?„!

Entweder „Dschuldichung, ham sie mei glanns gelbs Audo gsehn?“ oder gar nicht – goa ned! 🙂

Diese Sendung von „LEBENSLINIEN“ war wederholungswürdig!

Vanessa vom NZ-Blog war auch begeistert und hat Gunda gleich besucht: „Nur noch Willis Mandeln“ (Leider inzwischen gelöscht)

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Nürnberg nutzt ab 2008 Ökostrom

Mittwoch, 5. Dezember 2007 | Autor:

Christkindlesmarkt Nürnberg Nachdem die Stadt Kassel seit November 2007 zu 100 Prozent auf Ökostrom umgestellt, zieht nun die Stadt Nürnberg nach.

Die Frankenmetropole wird ab dem 1. Januar 2008 alle Nürnberger und die Firmen auf dem Stadtgebiet mit Ökostrom versorgen, d.h. mit Strom aus Wasserkraftwerken. Oberbürgermeister Ulrich Maly sagte der Süddeutschen Zeitung, dass er hoffe, damit den Aufbau ressourcenschonender Energiegewinnung zu unterstützen. Dass Ökostrom zur Zeit noch etwas teurer ist, nimmt Maly in Kauf, da das „geringe Mehrkosten für einen immensen Umweltbeitrag“ sind, den Nürnberg „beitragen kann und muss“.

Die Stadt Nürnberg und alle ihre Betriebe verbrauchen jährlich etwa 130 Gigawattstunden Strom. Da dieser Energiebedarf nun komplett aus Wasserkraftwerken bezogen wird, spart die Stadt dadurch pro Jahr insgesamt 50.700 Tonnen Kohlendioxid ein!

karmakonsum.de freut sich, dass „der Nürnberger Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr“ dann ein „Green Festival“ wird. 🙂

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Oberbayern hat Angst vor Franken?

Montag, 3. Dezember 2007 | Autor:

Oder wie soll man das sonst verstehen, was Kultusminister Siegfried Schneider beim politischen Frühschoppen des Bayerischen Rundfunks und der Dresdner Bank im traditionsreichen „Bratwursthäusle“ vom Stapel gelassen hat.

Als Moderator der Veranstaltung fungierte BR-Landtagskorrespondent Rudolf Erhard, von dem man sich gewünscht hätte „in Sachen Franken“ nicht so moderat nachzufragen – aber womöglich kommt daher auch die Bezeichnung „Moderator“!

Schneider, der Vorsitzende des „mächtigsten und einflussreichsten CSU-Verbandes“ Oberbayern beklagte sich öffentlich darüber, dass durch die Kabinettsumbildung eine Verschiebung der „Gewichtung zugunsten Frankens“ stattgefunden hat! Er würde sich nicht beschweren, so Büchergeld-Schneider sinngemäß weiter, „wenn Oberbayern einen Posten mehr hätte„!

Dennoch habe er keine Zweifel, dass Ministerpräsident Becksteinnicht auch wirksame Politik für Oberbayern“ mache „so wie Stoiber Politik für Franken gemacht hat„!!

Eine Bemerkung, so Ulrich Rach von der NN weiter, die am Frühschoppen-Stammtisch, an dem die Nürnberger SPD-Leute versammelt waren, für deutliche Häme sorgte!

Den Vogel schoss Schneider dann noch mit der Bemerkung ab, dass „Altbayern die Frankenmacht in Bayern nicht für alle Macht zementiert“ sehen wolle. Darum habe man schon Vorkehrungen getroffen, und „mit jungen Politikern wie den Staatssekretären Marcel Huber und Georg Fahrenschon oder der CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer sei „es schon gelungen, eine Reihe von Leuten zu positionieren, die in Zukunft das Gewicht wieder so herstellen, wie wir das in Oberbayern für richtig halten„!! Ziemlich dreist, sowas auch noch im Frankenland zu sagen!

(Quelle Nürnberger Nachrichten vom 19.11.07)

Berechtigte Empörung natürlich in Franken, die sich in Leserbriefen beschwerten: „Was denkt der Mann eigentlich, wer er ist? Ludwig III? Der Sonnenkönig?„! Nun sollte es auch der letzte Franke kapiert haben, was in den Köpfen der Oberbayern vor sich geht! Es ist wirklich Zeit für mehr fränkischen Mut!

Update:Würde Beckstein wirklich ebenso wirksame Politik für Oberbayern machen, wie Stoiber vorher fürs Frankenland, dann würde es schnell was werden mit dem Bundesland Franken! Denn dann würden sich die Bayern von uns abspalten wollen!

Thema: Franken-Bayern | Beitrag kommentieren