Fränkische Gemeinden verlassen Bayern

Freitag, 6. Oktober 2006 |  Autor:

Der Nachrichtensender B5-aktuell meldete heute in seinen Bayern-Nachrichten:

NORDHALBEN: Mehrere Gemeinden im oberfränkischen Landkreis Kronach drohen damit, Bayern zu verlassen und sich dem Bundesland Thüringen anzuschließen. Wie der Bürgermeister von Nordhalben, Daum/ CSU, sagte, fehlt es an Zuschüssen aus München und an Fördermöglichkeiten für die Industrie. Laut Daum erwägen u. a. auch Wallenfels und Steinwiesen einen entsprechenden Antrag.

Leider waren ansonsten im Internet keinerlei Informationen zu dem Thema zu finden, weder auf der Homepage von Nordhalben, noch auf der vom Landkreis Kronach.

Die Benachteiligung der fränkischen Gebiete durch die Bayerische Staatsregierung liegt daran, dass in Bayern kein Föderalismus herrscht wie im restlichen Deutschland, sondern eher zentralistisch alles nach München gepumpt wird.

So finanzieren die fränkischen Steuerzahler z.B. seit Jahren den „Verkehrsverbund München“ täglich mit einer ½ Million Euro und hier in Franken ist eher ein Rückbau im Schienenverkehr zu erkennen. (Quelle Fränkischer Bund e.V.)

Und obwohl die bayerische Staatsregierung bereits 1992 ein Landesentwicklungsprogramm (LEP) beschlossen hat, um die strukturschwachen Räume in Bayern mit dem Ziel „annähernd gleiche Lebensbedingungen in allen Landesteilen herzustellen“ wollen nun 3 Orte abwandern – noch dazu in die neuen Bundesländer? Obwohl, auch allein vom Schienenverkehr her würden sie sich verbessern, denn in Thüringen werden bereits 22 % der Bahnstrecken von Privatbahnen befahren. Außerdem sind sich die thüringischen und die fränkischen Bratwürste ja auch sehr ähnlich.

Liessen sich die Orte durch eine Neugliederung der Bundesländer vielleicht davon abhalten? Bevor alle Franken nach Thürigen gehen…

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Thema: Franken-Bayern

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