Wieder Leserbriefe zu Monika Hohlmeier

Montag, 12. Januar 2009 |  Autor:

Nachdem ich hier schon ein paar sehr gute Leserbriefe bei der Süddeutschen zum Verfrachten von Monika Hohlmeier in unser Frankenland zitiert habe, wurden mir 2 hervorragende Schriftstücke zugesandt, die ich natürlich nicht für mich behalten will!

Volker Backert zu „Hohlmeier-Auftritt in Michelau“:

Selbst auf CSU-Versammlungen lässt sich die Benachteiligung Frankens durch Altbayern inzwischen nicht mehr länger totschweigen. Aber dank Frau Hohlmeier wissen wir jetzt endlich, dass es eine solche Benachteiligung gar nicht geben kann: Schließlich haben wir ja schon „bayernweit Fachschulen“! Und unsere Berufsschule gibt es auch noch! (Wir ergänzen: Sogar elektrisches Licht und fließend Warmwasser soll es, dank Güte und Fürsorge der altbayerischen CSU, inzwischen in ganz Oberfranken geben! Danke, Frau Hohlmeier!)

Wäre Franz Josef Strauß ein Franke gewesen, so hätte er wohl, derb und prägnant, formuliert: „Wo Rücksichtslosigkeit auf Arschkriecherei trifft – da entsteht Benachteiligung!“ Aber unsere (ober)fränkischen CSU-Funktionäre scheuen ja Kritik an München wie der Teufel das Weihwasser. Und so wirkt auch die Hohlmeier-Kandidatur in Oberfranken nur wie eine weitere Episode aus der Kolonialzeit:
Der neue Kolonialherr (Seehofer) möchte sich mit dem alten Herrschergeschlecht (Strauß) aussöhnen. Drum bietet er einem zuhause gescheiterten Mitglied des Ex-Herrschergeschlechts großzügig eine entfernte Kolonie an: „Die wehren sich nie, die schlucken immer alles, was aus München kommt!“
Und tatsächlich, kaum trifft die neue Statthalterin ein, schon überbieten sich die eingeborenen schwarzen Häuptlinge in ihren Demuts- und Unterwerfungsgesten. Nur die „normalen“ Eingeborenen sehen kopfschüttelnd zu und wenden sich mit Grausen – denn keiner ihrer schwarzen Häuptlinge traut sich, das Kind beim Namen zu nennen:

Wenn Hohlmeier wirklich so „kompetent“ ist – warum hat Seehofer sie jetzt nicht ins Kabinett berufen? Wenn Hohlmeier wirklich so „erfolgreich“ ist – warum haben die Oberbayern sie jetzt nicht mehr in den Landtag gewählt? Wenn Hohlmeier wirklich so “kämpferisch“ ist – warum stellt sie sich jetzt nicht zuhause in Oberbayern einer Kampfkandidatur?

Man darf gespannt sein, wie weit unsere heimischen CSU-Größen ihre peinliche Selbsterniedrigung noch treiben wollen: Will man den oberfränkischen Wählern allen Ernstes noch sechs Monate lang vorgaukeln, dass sogar die „3.Wahl“ aus Oberbayern kompetenter und fleißiger ist als jede Oberfränkin und jeder Oberfranke?

Denn eins ist doch jetzt schon klar: Wer Hohlmeier wählt, verhilft damit nur den Oberbayern zu einem zusätzlichen Sitz in Brüssel! Und dafür ist uns unsere Heimat Oberfranken zu schade – wir sind schließlich keine Kolonie…

Reinhard Fischer aus Lauf an der Pegnitz:

Ouo vadis, Franken ?

Da wird eine Person aus ihrer persönlichen und politischen Heimat aufgrund ihrer „Verdienste“ hinauskatapultiert, weil sie dort niemand mehr erträgt, und sie schlägt –ausgerechnet- in Franken auf. Der Startschuss fiel in München . Zufall? Von wegen! Reine Verhöhnung!

Wir erinnern uns:

Folge 1 : Ein FRÄNKISCHER Ministerpräsident, kaum im Amt , wird zum Stallknecht und dummen August degradiert und dann fristlos entlassen. Und alles lacht in Oberbayern. Teilweise auch in Franken. Noch.

Folge 2 : Da wird eine Oberbayerin , die während ihrer politischen „ Karriere“ unter anderem die Entwicklung des Kultus in Bayern in Grund und Boden gefahren hat und dann auch noch mit Stasi- Methoden ihre Mitarbeiter bespitzelt ( Beweis: Einfach im Internet „ Monika Hohlmeier“ eingeben), nach einer kurzen Verschnaufpause plötzlich zur „ kämpferischen Oberfränkin“ und , damit noch nicht genug des Übels, sie schwingt sich auch zur „ Anwältin von Oberfranken“ auf. Und wieder lacht alles in München und klopft sich auch noch auf die Schenkel. Der Bayerische Löwe hat sich eine lästige Laus aus dem Pelz geschüttelt. Und in Franken? Da bleibt vielen von denen, die bei Folge 1 aus Unwissenheit noch mitgelacht haben, das Lachen im Halse stecken.

Endlich schellt der Wecker. Natürlich bleiben wieder einige liegen und stehen nur auf, um der selbsternannten „ Anwältin Oberfrankens“ bei Bedarf devot die Schuhe zu lecken. Aber dadurch stellt sich wenigstens raus, wer kein Rückgrat hat. Und die nächsten Wahlen stehen auch vor der Tür, die man dann weit öffnen kann , um diese Gesellen mit einem Fußtritt politisch zu entsorgen.

Und wo bleibt der fränkische Protest über diese ganze Schmierenkomödie? Mit Parteiaustritten ist der Sache nicht geholfen. Damit wird das Heer derer, die in vorauseilendem Gehorsam dieser Frau Hohlmeier den Weg ebnen, nur noch größer und wir Franken verlieren auch den letzten Rest unserer Würde.

Also auf geht’s. Hier hilft nur noch die Gründung einer fränkischen Partei, damit man solchen Possenspielen gezielt entgegenwirken kann. Der Anlass war noch nie so dringend.

Mit fränkischen Grüßen an alle Aufrechten

Da kann ich nur sagen: Die Zeit ist reif für eine Partei für Franken!

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Thema: Franken-Bayern

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