Messe IT-SecurityArea zukünftig in Nürnberg

Mittwoch, 3. Dezember 2008 |  Autor:

Konnte Nürnberg den Münchnern eine Messe abluchsen? Nachdem die Besucherzahlen der Systems München – der „drittgrößte IT-Messe der Welt“ – in den letzten Jahren rapide zurückgegangen waren, entschied man sich an der Isar, das „Security-Segment“ (den erfolgreichsten Bereich, 300 Anbieter) herauszulösen und zu einer eigenständigen Messe zu machen.

Doch der Veranstalter dieser neuen Security-Messe, der Verlag Secumedia, hat sich nun entschieden, den Messeplatz zu wechseln! Vor allem „aufgrund der Möglichkeiten, die das Gelände“ in Nürnberg mit dem direkt daneben befindlichen „modernen Kongresszentrum“ eröffnet, ist es die gesuchte „attraktive Plattform für fachbezogene Tagungen, Kongresse und Workshops, die zeitnah oder messebegleitend stattfinden könnten„. Außerdem sprachen die „günstigeren Konditionen“ gegenüber München eindeutig für die Franken-Metropole (Quelle Secumedia „IT-SA zieht um nach Nürnberg„).

Das „Systems-Übrigbleibsel“ in München wird als „Discuss & Discover“ am Messeplatz bleiben und quasi als Anschlußveranstaltung zu Nürnberg fungieren – auf Wunsch der Aussteller. Denn die IT-SA wird vom 13. bis 15. Oktober 2009 stattfinden und damit genau eine Woche vor der „Discuss & Discover“.

Enttäuschung in München

Während die Messe München noch Durchhaltparolen ausgibt und Messechef Klaus Dittrich von „langfristig europaweit einen Namen machen“ spricht (computerwoche.de), ist die Fachwelt besorgt. B5-aktuell sprach vom endgültigen Aus für die Computer-Messe in Riem, da unter dem Strich nur eine „Kongress-Veranstaltung“ folgt. Harry Jacob, Redaktionsleiter von IT-BUSINESS (hier) geht sogar noch weiter:

„…Der einzige Bereich, der sich (…) wirklich positiv entwickelte, war das Thema IT-Security – so erfolgreich, dass sich beispielsweise in diesem Jahr auch Storage-Anbieter in diesen Ausstellungsbereich drängten. Ausgerechnet dieser Bereich wird nun herausgelöst (…). Gut für den Secumedia-Verlag, schlecht für die Nachfolgeveranstaltung der Systems.

Was passiert mit dem »Rest«? Die Antwort darauf hat die Messe noch nicht gefunden: »Das detaillierte Konzept stellt die Messe München der Öffentlichkeit im November vor«. Nebulös auch der Versuch einer Erläuterung von Klaus Dittrich: »Es wird flexibler und emotionaler sein«. Das ist keine Ankündigung, sondern eine Bankrotterklärung. Die Systems ist tot, es lebe die Systems? Nein: Die Systems ist tot. Punkt.

Bankrotterklärung für München – eine Riesenchance für Nürnberg! Von „Abluchsen“ kann man folglich nicht sprechen, da sich der Veranstalter einfach für den besseren entschieden hat! Na wenn das kein verfrühtes Weihnachtsgeschenk ist?

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Thema: Nürnberg-München

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