Tag-Archiv für » Beckstein «

Mir san mir heißt ohne Franken

Freitag, 10. Oktober 2008 | Autor:

Der Graben zwischen Franken und Bayern ist tiefer denn je! Das bemerkte nun auch die BR-Sendung „quer“ am vergangenen Mittwoch. Wie damals beim Thema Bamberger Domschatz war wieder der Gegensatz zu hören: Oberbayern gegen Unterbayern!

Nach dem Wahldebakel war Ministerpräsident Günther Beckstein aus dem Amt geekelt worden, obwohl er die Fränkischen Abgeordneten hinter sich wusste! Treibende Kräfte waren die Bezirksverbände aus Ober- und Niederbayern! Nebenbei spielte der Ex-Landesvater Edmund Stoiber seine Kontakte und Rachegelüste aus und war genießend und zusehend Gast in der Sondersitzung der Fraktion! („Es war, als ob sich aus dem Grab noch einmal eine kalte Hand herausstrecken würde, um die Erben zu meucheln.Mephisto aus Wolfratshausen, sueddeutsche.de -hier-)

Ein Südbayer wurde so vehement gefordert, dass man nun in der Franken-CSU natürlich sauer ist. Landtags-Abgeordneter Gerhard Wägemann (Ansbach-Süd) meinte in der Sendung: „So wie das (…) gelaufen ist, war es (…) alles andere als akzeptabel!„. Die CSU-Kreisvorsitzende im Landkreis Erlangen-Höchstadt Christa Matschl bemerkte gar, dass da „etwas an den Grundfesten gerüttelt worden“ war und verstand überhaupt nicht, warum der Verband „mit den größten Verlusten“ (Oberbayern) nun hier den Ton angibt.

Ebenso auch die Meinungen der interviewten Passanten auf der Strasse: Der Verlust der Demokratie wurde angemahnt (Anm.: Seit wann hat Bayern was mit Demokratie zu tun?), man fühlte sich nicht mehr vertreten in München und eine Dame wurde drastisch: Dass die unbedingt einen Oberbayern wollten, das sei schon „Rassismus„!

Chance für Franken

Aber, „in jeder Krise steckt auch eine Chance“! So sieht Detlev Tartsch vom Fränkischen Bund e.V. (Frankenlandversand) die Chancen steigen, dass nun mehr Franken ein „Bundesland Franken“ befürworten! Fürwahr wurden einigen Leuten hoffentlich endlich die Augen geöffnet!

Nun bleibt nur zu hoffen, dass die fränkischen (CSU-)Politiker auch mal Konsequenzen ziehen (rot-weiße CDU?) und sich nicht nur auf der Nase herumtanzen lassen! Und dass das Frankenland wenigstens beim Koalitionspartner der CSU angemessen vertreten sein wird. Doch was da bisher zu hören ist, scheinen auch da die Chancen schlecht zu stehen…

Abgeordnete der möglichen Koalitionspartner:

FDP: 4 Franken gegen 9 Ober- und Niederbayern

FW: 6 Franken gegen 9 Ober- und Niederbayern weiter…

Thema: Franken-Bayern | 10 Kommentare

Seehofer wird Huber- und Beckstein-Nachfolger

Dienstag, 7. Oktober 2008 | Autor:

Bundesagrarminister Horst Seehofer wird ungeachtet seines Skandals im letzten Jahr nach dem Posten des Parteivorsitzenden (von Erwin Huber) nun auch den Posten des Ministerpräsidenten (von Dr. Günther Beckstein) erhalten. Dies teilte die CSU am Nachmittag in München mit.

Wissenschaftsminister Thomas Goppel und Innenminister Joachim Herrmann haben ihre Kandidaturen zurückgezogen, nachdem sich Landesverband um Landesverband für Seehofer aussprachen. Weiß-Blau-Herrmann soll zudem in der künftigen Koalitionsregierung als zweiter Stellvertreter des Regierungschefs gelten. Damit hat die CSU nach Stoiber „endlich wieder einen Alleinherrscher…

Mehr bei n-tv.de

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Presseerklärung des Fränkischen Bund

Donnerstag, 2. Oktober 2008 | Autor:

Ich habe eben eine Pressemeldung des Fränkischer Bund e.V. erhalten, die ich im Bezug auf das eben zur Schau gestellte „Innenleben“ der CSU voll unterstützen kann:

Hauen und Stechen in der CSU!
Wir brauchen eine Rot-weiße CDU!

Nun bricht es heraus, was jahrelang ‚gedeckelt‘ wurde:
Feind – Todfeind – Parteifreund‚ heißt die Parole zur Stunde.

Der Landesverband Oberbayern in der CSU, voran Stoiber und Schneider stürzen Günther Beckstein. Der gute Günther konnte sich halt nicht gegen die geballte ‚Mir san mir – Fraktion‚ durchsetzen!
Wahrscheinlich gerade deswegen, weil er sich mit seinen weiß-blau gerauteten anbiedernden Altbayerngetümel sowohl bei den Oberbayern als auch bei uns Franken lächerlich gemacht hat.
Hirschhornknöpfe, Gstanzlmusi und hässliche altmodische weiß-blaue Rautentischdecken passen nun mal nicht in fränkische Biergärten und Festzelte, auch nicht im Wahlkampf.

Deshalb brauchen wir hier in Franken auch eine rotweiße CDU und die ‚Nordösterreicher‘ sollen mit ihrer weiß-blau gerauteten altbayerischen Heimatpartei selig werden. Durch das Abstimmungsverhalten in der CSU ist ja diese Trennung spätestens seit Frau Pauli schon faktisch vollzogen.

Im Übrigen muss nun schnellstens die weiß-blaue Dauerbeflaggung auf den Burgen, Residenzen und Festungen wie z. B. Nürnberg, Würzburg, Ansbach, Coburg, Kronach verschwinden!

Laut dem neuen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten Joachim Herrmann (leider auch so ein halbherziger Franke) wurde der weiß-blaue Dauerbeflaggungserlass bei gleichzeitigem Verbot des Fränkischen Rechens vom Finanzministerium, also vom Niederbayern Huber veranlasst.

Also: Huber weg è weiß-blau weg è Fränkischen Rechen aufziehen!
Logisch – odda?

Für den Landesvorstand des Fränkischen Bundes e.V.
Joachim Kalb

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Bayern gegen Franken – Beckstein tritt zurück

Mittwoch, 1. Oktober 2008 | Autor:

Da hatten die fränkischen Abgeordneten noch überwiegend an ihrem Landsmann festgehalten, doch der „Beschuss“ aus Südbayern war zu groß: Der 5. Fränkische Ministerpräsident wirft das Handtuch!

Nach einer Krisensitzung von Huber, Beckstein, Seehofer und Schmid kam die Eilmeldung, dass Beckstein hinschmeißt. Der Rückhalt in der Fraktion war offensichtlich nicht mehr stark genug – Oberbayern und Niederbayern forderten sogar öffentlich den Rückzug Becksteins.

Wer wird Becksteins Nachfolger?

Als erster Name wird der Huber-Nachfolger Hoste Seehofer genannt – als nächste Namen folgen Bayerns Innenminister Joachim Weiß-Blau-Herrmann und Fraktionschef Georg Schmid, hinter denen aber keine Mehrheit steht.

Thomas Goppel hingegen hat sich selbst ins Gespräch gebracht. „Unter Umständen“ würde Sohn des früheren Ministerpräsidenten Alfons Goppel kandidieren.

Die Sueddeutsche („Stoiber: Sein Programm heißt: Rache„) wähnt hingegen bereits Rachegelüste des Edmund Stoiber als Grund für das Einbrechen der Basis:

„Denn der, der so unliebsam vom Thron des Ministerpräsidenten gestürzt wurde, setzte alles in Bewegung, um die beiden Königsmörder Günther Beckstein und Erwin Huber von aus den hohen politischen Ämtern – seinen Ämtern! – zu entfernen.“

Ich finde…

…da greifen mal die wieder die gleichen Mechanismen wie beim Fussball: Es ist was schiefgegangen, dann muss der Trainer weg! Und die Leute südlich der Donau, die noch „Ihrem“ Stoiber selbst nach der Bespitzelungsaffäre gerne noch im Amt gesehen hätten, schiessen nun gegen „den Franken“! War aber irgendwo auch klar, dass der Zusammenbruch der Absoluten Mehrheit nicht ohne Folgen würde bleiben können. Interessant aber auch die These der Sueddeutschen mit der Stoiber-Rache!

Quelle B5aktuell

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Huber und Haderthauer treten zurück

Dienstag, 30. September 2008 | Autor:

Auf einer Pressekonferenz hat heute Erwin Huber „sichtlich gelöst“ bekanntgegeben, dass er sein Amt als Parteivorsitzender aufgeben wird. Am 25. Oktober wird er auf einem Sonderparteitag zurücktreten. Als Nachfolger wird Horst Seehofer gehandelt, der schon angekündigt hat, sich für das Amt des Parteivorsitzenden zu bewerben.

Zudem gab ein CSU-Sprecher bekannt, dass auch Generalsekretärin Christine Haderthauer zurücktritt. Damit ziehen Huber und Haderthauer die Konsequenzen aus der Wahlschlappe vom Sonntag.

Dagegen scheint Ministerpräsident Günther Beckstein im Amt zu bleiben, obwohl auch über seine Ablösung ebenfalls heftig spekuliert wurde – vor allem aus Südbayern (Christian Bernreiter (Landrat Deggendorf) und Bezirksverband Oberbayern)!

Auch der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat sich wieder zu Wort gemeldet und war zu Sitzungen geladen worden – warten wir ab, was da noch auf uns zukommt!

Quelle: B5aktuell

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Demokratie kehrt nach Bayern zurück

Sonntag, 28. September 2008 | Autor:

Das könnte man aus dem desaströsen Wahlergebnis der CSU bei der Landtagswahl herauslesen: Zum ersten Mal seit mehr als 46 Jahren haben die Christsozialen ihre absolute Mehrheit verloren. Mit nur 43,4 Prozent (-17,3%) stürzt die erst vor einem Jahr angetretene CSU-Spitze aus Parteichef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein in eine schwere Krise!

Gleichzeitig verlor aber auch die SPD an Boden: Mit 18,6 Prozent erzielen die Sozialdemokraten das schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl in Bayern!

Gewinner dieses Wahlabend sind eindeutig die Freien Wähler, die mit 10,4 Prozent überraschend sicher im Landtag vertreten sind. Die Grünen kommen auf 9,4 Prozent und die FDP auf 8,0 Prozent, die nach 14 Jahren den Wiedereinzug ins Maximilianeum feiern können. Die Linke dagegen verpasst den Einzug ins Parlament: Laut Hochrechnung kommen sie auf 4,4 Prozent!

Was wird aus Beckstein und Huber

Bei N-TV.de meint der Politikwissenschaftler Florian Hartleb dass nun wieder „Stoiber im Hintergrund maßgeblich die Zügel ziehen“ wird. Die „CSU versuche zwar im Moment den Parteivorsitzenden auszutauschen und den Ministerpräsident zu halten“ und meint dann aber weiter, dass aufgrund dieses Ergebnisses „Beckstein nicht zu halten“ sei.

Dagegen meinte der SPIEGEL schon im Mai (Ausgabe Nr.19 vom 05.05.08 „Das Debakel der Freundlichkeit“):

Einen Ministerpräsidenten wird man auch nach einem schlechten Wahlergebnis nicht so einfach los. Einen Parteivorsitzenden schon

Mal sehen was noch kommt und ob sich Horst Seehofer wieder zu Wort meldet!

Mehr bei B5aktuell und n-tv.de

Update: Sehr guter Kommentar von Daniela Philippi B2 radioWelt:

„Beigetragen zum Verdruss der CSU-Wähler haben aber zweifellos auch, die von oben verordneten Reformen der Regierung Stoiber, sein unrühmlicher Rückzug aus Berlin, die lange Übergangszeit, die den Nachfolgern Huber und Beckstein wichtige Zeit gestohlen hat um ein eigenes Profil zu gewinnen!“

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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Dr. Günther Beckstein ist Ministerpräsident

Dienstag, 9. Oktober 2007 | Autor:

Der bayerische Landtag hat den bisherigen Innenminister Dr. Günther Beckstein zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten gewählt: Mit 122 der 178 abgegebenen Stimmen!

Bei 124 CSU-Abgeordneten haben sich womöglich dann doch zwei gegen ihn entschieden – vielleicht hat er selbst sich auch enthalten.

CSU-Fraktionschef Herrmann hatte zuvor Beckstein für das Amt vorgeschlagen, der der einzige Kandidat für die Nachfolge des zurückgetretenen Stoiber war. Angesichts der Zwei-Drittel-Mehrheit der CSU im Münchner Maximilianeum galt die Wahl als Formsache. Beckstein wurde für das Ende der aktuellen Legislaturperiode im Herbst 2008 gewählt.

Damit ist Beckstein der 5. fränkische Ministerpräsident in Bayern, aber der erste protestantische / evangelische überhaupt!

Thema: Franken-Bayern, Stoiber-Rücktritt | Beitrag kommentieren

Die Nach-Stoiber-Zeit

Mittwoch, 3. Oktober 2007 | Autor:

…ist nun angebrochen! Am 16. Oktober wird soll Dr. Günther Beckstein zum neuen Bayerischen Ministerpräsident gewählt werden. Für alle die Stoiber noch etwas nachtrauern wollen (Abschiedssong), gibt es ja seine linguistischen Ausrutscher oder wenn man seinen Trauer artikulieren will, das hier:

Was Sie da dann reinschreiben, ist Ihre Sache… 🙂

Thema: Pauli-Gate, Stoiber-Rücktritt | 3 Kommentare

Beckstein 5. fränkischer Ministerpräsident?

Freitag, 19. Januar 2007 | Autor:

Nach dem angekündigten Rücktritt von Edmund Stoiber ist Dr. Günther Beckstein (geboren 23. November 1943 in Hersbruck) der heißeste Kandidat für die Nachfolge auf dem Ministerpräsidentenposten. Endlich mal wieder ein Franke, denn seit dem Kurt Eisner in der Nacht zum 8. November 1918 die Republik Bayern als „Freistaat“ (sinngemäß „frei von Monarchie“) ausrief, gab es folgende 4 fränkische Ministerpräsidenten.

  • Martin Segitz (* 26. Juli 1853 in Fürth; ?  31. Juli 1927 Fürth), war Mitglied der SPD und vom 1. bis 16. März 1919 Ministerpräsident. Nach der Ermordung des ersten Ministerpräsidenten Kurt Eisner wurde er vom Rätekongress als Nachfolger proklamiert, der Landtag erkannte ihn aber nicht an und wählte am 17. März Johannes Hoffmann (ebenfalls SPD).
  • Gustav Ritter von Kahr (* 29. November 1862 in Weißenburg in Franken; ?  30. Juni 1934 ermordet in Dachau) war von 16. März 1920 bis 11. September 1921 parteiloser Bayerischer Ministerpräsident. Er betrieb unter anderem eine Loslösung Bayerns vom Deutschen Reich und war am Scheitern des Hitler-Putsches beteiligt – aller Wahrscheinlichkeit nach wurde er deshalb im Konzentrationslager Dachau erschossen.
  • Hanns Seidel (* 12. Oktober 1901 in Schweinheim (heute Stadtteil von Aschaffenburg); ?  5. August 1961 in München) war von 1957 bis 1960 Bayerischer Ministerpräsident (Namensgeber für das Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach bei Aschaffenburg und die Hanns-Seidel-Stiftung). Er trat aus gesundheitlichen Gründen wegen einem Rückenleiden zurück, woran er letzten Endes auch starb.
  • Hans Ehard (* 10. November 1887 in Bamberg; ?  18. Oktober 1980 in München) war vom 21. Dezember 1946 bis 1954 und vom 26. Januar 1960 bis 1962 Bayerischer Ministerpräsident.

Dr. Günther Beckstein wäre somit der 5. Ministerpräsident aus Franken, aber die 6. Amtszeit eines fränkischen Ministerpräsidenten.

Quelle: Bayerischer Ministerpräsident auf Wikipedia

Thema: Franken-Bayern, Stoiber-Rücktritt | Ein Kommentar

Beckstein wird Stoiber-Nachfolger

Donnerstag, 18. Januar 2007 | Autor:

rtlaktuell.de meldet, dass Innenminister Günther Beckstein zukünftig Regierungschef werden soll! Wirtschaftsminister Erwin Huber soll Parteivorsitzender werden!

Update: Beckstein dementierte das ganze, meinte aber, dass „solche Dinge selten aus der Luft gegriffen“ sind!

Damit wäre die Nachfolgeregelung also durch! Das sollen mehrere CSU-Abgeordnete sowie ein Kabinettsmitglied der dpa am Donnerstag bestätigt haben. Warten wir also ab, bis die offizielle Bestätigung kommt.

Update: Joachim Herrmann meinte, dass an der Sache wohl nichts dran sei und Stoiber erst am kommenden Montag einen Fahrplan gekannt geben werde. B2-Landtagskorrespondent Rudolf Erhard sagte dazu in B2, dass das die Bestätigung für das Rücktrittsvorhaben Stoibers wäre, denn wozu bräuchte man sonst einen Fahrplan?

Damit hätte also Dr. Gabriele Pauli den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber gestürzt, was der Frankenblog bereits am 11. Januar verkündete! *stolz* 🙂 Aber Gabi Pauli war nicht der Grund, sondern nur der Auslöser!
Mehr auf rtlaktuell.de

Thema: Franken-Bayern, Pauli-Gate, Stoiber-Rücktritt | Beitrag kommentieren