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Hafen Nürnberg: Direktverbindung nach Rotterdam

Mittwoch, 27. Juni 2012 | Autor:

Der Nürnberger Hafen und das Güterverkehrszentrum schwimmen weiter auf der Erfolgswelle. Mit dem Erfolg wächst auch das Angebot:

So wird nach den Direktverbindungen nach Bologna und nach China zukünftig auch der größte Seehafen Europas in Rotterdam direkt angesteuert.

Drei Mal in der Woche werden nun Containerzüge ohne Zwischenstopp zwischen den beiden Häfen verkehren. Die Fahrtzeit auf der ca. 870 Kilometer langen Strecke verkürzt sich laut Stadt Nürnberg um zwei Tage und beträgt nur noch rund 15 Stunden! Die Einsparung kann gelingen, weil die Verbindung nicht mehr wie bisher über Duisburg geführt wird.

Das Güterverkehrszentrum Nürnberger Hafen ist mit mehr als 15 Millionen Tonnen Güter Umschlag im Jahr der größte Logistikstandort im süddeutschen Raum!

Quelle: Studio Franken

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Umschlagbahnhof am Hafen in Betrieb genommen

Dienstag, 15. Dezember 2009 | Autor:

Heute wurde im Güterverkehrszentrum am Nürnberger Hafen der neue Umschlagbahnhof der Bahn in Betrieb genommen. Nach 2 Jahren Bauzeit und 32 Millionen Euro Baukosten (Bund 26,3Mio , Bahn 5,7Mio, Freistaat 0 Mio) bietet der neue Umschlagbahnhof ausreichend Kapazitäten für den weiter wachsenden Güterverkehr in Eurpoa. Durch den neuen Bahnhof wird die Umschlagskapazität am Nürnberger Hafen von 155.000 auf 330.000 Ladeeinheiten pro Jahr vergrößert.

Die Anlage ist aber nicht nur gedacht, Straße, Wasserweg und Schiene miteinander zu vernetzen, sondern soll die Drehscheibenfunktion des Grossraums Nürnberg für den nationalen und internationalen Gütertransport verstärken. Denn mit dem neuen Umschlagbahnhof gehört der Hafen Nürnberg zu den fünf größten deutschen Binnenland-Drehscheiben im Güterverkehr, so Harald Leupold, der Geschäftsführer der Hafen Nürnberg-Roth GmbH. Die Frankenmetropole ist somit gewappnet, wenn die Konjunktur wieder anzieht!

Zusätzlich wird durch den Bahnhof am Main-Donau-Kanal (Betreiber ist die TriCon Container GmbH, eine Tochter der Hafengesellschaft Nürnberg-Roth) die Nürnberger Innenstadt „entlastert“, da die rund 700 täglichen Lastwagen-Fahrten zum alten Container-Terminal am Frankenschnellweg (Gostenhof) entfallen.

Dieser Containerbahnhof unweit der Altstadt ist nämlich an seine Kapazitätsgrenze gekommen und wird vorraussichtlich Ende Dezember geschlossen. Leider fliesst das Gelände nicht in die Stadtplanung ein, da die DB Regio auf dem Gelände für rund 65 Millionen Euro eine neue Werkstatt für S-Bahnen und andere Nahverkehrszüge errichten will. Fertigstellung Ende 2012.

Für das durch die Quelle-Pleite arg gebeutelte Städte-Dreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen bedeutet das möglicherweise neue Arbeitsplätze – am Umschlagbahnhof und in der neuen DB-Werkstadt. Derzeit arbeiten im Nürnberger Hafengebiet etwa 5.300 Beschäftigte in ca. 260 Unternehmen in den Bereichen Spedition, Logistik, Lagerung und Recycling.

Quellen Studio-Franken und Franken-TV

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Nürnberg: Vom Hafen direkt nach Bologna

Mittwoch, 18. März 2009 | Autor:

Die Frankenmetropole rückt näher an die Adria! Zumindest gilt das für die Container am Güterverkerszentrum in Nürnberg. Denn neben einer Güterzug-Direktverbindung nach China wird es ab dem 6. April eine solche auch nach Bologna geben.

Dreimal die Woche wird dann ein Zug zwischen dem Nürnberger Hafen und dem Verkehrsknotenpunkt am Fusse des Apennin fahren. Ziel dieser Einrichtung sei nicht nur eine Verbindung der Wirtschaftsräume Franken und Emilia-Romagna, sondern auch mit Hilfe des „Kombinierten Verkehrs“ (KV) die Fracht von der Strasse auf die Schiene zu bringen. Zusätzlich biete sich hier eine Ausweichmöglichkeit, wenn bedingt durch die Fahrverbote in Österreich der Güterverkehr „unterbrochen“ wird.

Ebenfalls nicht uninteressant ist, dass sich durch die Verbindung vom Hafen-Nürnberg und dem Containerterminal Bologna-Interporto eine Anbindung an die Seehäfen von Ravenna (Adria) und Livorno (Thyrrenisches Meer) und somit ein Zugang zu auf der ganzen Welt verkehrenden Containerschiffen bietet. Das Frankenland kann auf jeden Fall davon profitieren.

Mehr zum Thema: NN „Nürnberg: Direkte Bahn nach Bologna

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Von Nürnberg-Hafen direkt nach China

Montag, 17. Dezember 2007 | Autor:

Und zwar per Schiene: Nürnberg und Peking wachsen näher zusammen. Schon in drei Jahren sollen regelmäßig Containerzüge die Güterverkehrszentren in Nürnberg und Changping (bei Peking) miteinander verbinden und die bisherige Transportzeit von vier Wochen auf dem Seeweg um die Hälfte verringern. Nürnbergs Wirtschaftsreferent Roland Fleck präsentierte am Mittwoch die Machbarkeitsstudie des Projektes:

Die Schienenstrecke würde dann durch sechs Länder führen (ca. 10.000 Kilometer auf der transsibirischen Eisenbahnroute mit unterschiedliche Spurbreiten, Stromsystemen und umständlicher Zollabwicklung) und würde 20 Prozent der Warenströme zwischen China und Gesamt-Bayern abwickeln. Zur Zeit wären es Waren im Wert von neun Milliarden Euro aus China importiert werden und gleichzeitig würde Bayern Produkte für fünf Milliarden Euro nach Fernost exportieren.

Vor allem das Güterverkehrszentrum im Nürnberger Hafen erhofft sich durch die neue Containerzugverbindung eine noch bessere Auslastung. Geschäftsführer Harald Leupold spricht von einem Anstieg der Umschlagskapazität bis 2009 auf 500.000 Container und meint dass Nürnberg damit einer der größten Umschlagsorte im europäischen Binnenland wäre.

Vor zwei Wochen hatte zudem die Deutsche Bahn mit dem Ausbau ihres Containerterminals für 28 Millionen Euro begonnen. Im Hafen Nürnberg-Roth will man künftig auch chinesischen Logistikfirmen, die einen europäischen Binnenstandort suchten, Flächen anbieten.

Mehr:
Renaissance der Seidenstraße
– IHK Nürnberg: Containerzüge nach China?

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