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Oberfranken drohen mit Exodus aus Bayern

Sonntag, 8. Oktober 2006 | Autor:

Fränkische Gemeinden verlassen Bayern (II)

Auch die Main-Post berichtet am 07.10.2006 darüber, dass die Gemeinden Nordhalben, Steinwiesen, Wallenfels und Marktrodach aus dem oberfränkischen Landkreis Kronach mit dem Exodus aus Bayern drohen. Stattdessen wollen sie sich lieber Thüringen anschließen, da die Probleme der Gemeinden an der Grenze zu Thüringen seit Jahren nicht gehört werden würden, laut Nordhalbens CSU-Bürgermeister Josef Daum.

Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) wies die Kritik zurück, da die Bürgermeister nach geltender Rechtslage nicht im Alleingang mit ihren Gemeinden Bayern verlassen könnten – damit ist die Sache für Huber wahrscheinlich erledigt?

Laut Main-Post beklagt Bürgermeister Daum, dass „vor dem Hintergrund der zurückgehenden Bevölkerungszahl in Oberfranken es weniger Geld aus München gebe.“ Ein weiteres Problem sei das „Fördergefälle zu den benachbarten Kommunen in Thüringen“, sodass ein „Automobilzulieferer aus seiner Gemeinde aufgrund der besseren Förderung lieber in Thüringen gebaut habe“. Daum weiter „Wir könnten diese 250 Arbeitsplätze heute in der Gemeinde haben.“

Quellen:
Main-Post Franken&Bayern vom 07.10.2006
Nürnberger Zeitung vom 07.10.2006

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Fränkische Gemeinden verlassen Bayern

Freitag, 6. Oktober 2006 | Autor:

Der Nachrichtensender B5-aktuell meldete heute in seinen Bayern-Nachrichten:

NORDHALBEN: Mehrere Gemeinden im oberfränkischen Landkreis Kronach drohen damit, Bayern zu verlassen und sich dem Bundesland Thüringen anzuschließen. Wie der Bürgermeister von Nordhalben, Daum/ CSU, sagte, fehlt es an Zuschüssen aus München und an Fördermöglichkeiten für die Industrie. Laut Daum erwägen u. a. auch Wallenfels und Steinwiesen einen entsprechenden Antrag.

Leider waren ansonsten im Internet keinerlei Informationen zu dem Thema zu finden, weder auf der Homepage von Nordhalben, noch auf der vom Landkreis Kronach.

Die Benachteiligung der fränkischen Gebiete durch die Bayerische Staatsregierung liegt daran, dass in Bayern kein Föderalismus herrscht wie im restlichen Deutschland, sondern eher zentralistisch alles nach München gepumpt wird.

So finanzieren die fränkischen Steuerzahler z.B. seit Jahren den „Verkehrsverbund München“ täglich mit einer ½ Million Euro und hier in Franken ist eher ein Rückbau im Schienenverkehr zu erkennen. (Quelle Fränkischer Bund e.V.)

Und obwohl die bayerische Staatsregierung bereits 1992 ein Landesentwicklungsprogramm (LEP) beschlossen hat, um die strukturschwachen Räume in Bayern mit dem Ziel „annähernd gleiche Lebensbedingungen in allen Landesteilen herzustellen“ wollen nun 3 Orte abwandern – noch dazu in die neuen Bundesländer? Obwohl, auch allein vom Schienenverkehr her würden sie sich verbessern, denn in Thüringen werden bereits 22 % der Bahnstrecken von Privatbahnen befahren. Außerdem sind sich die thüringischen und die fränkischen Bratwürste ja auch sehr ähnlich.

Liessen sich die Orte durch eine Neugliederung der Bundesländer vielleicht davon abhalten? Bevor alle Franken nach Thürigen gehen…

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