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Franken-Knut: Lauter Presse-Ignoranten

Freitag, 11. Januar 2008 | Autor: andy

Wikipedia erklärt “Ignoranz” so: “…dass eine Person etwas ” möglicherweise absichtlich ” nicht kennt, nicht wissen will oder nicht beachtet“. Oftmals denke ich, dass es “nicht kennen will” ist bei unseren Journalisten!

Vom “Eisbär in Bayern” oder gar vom “bayerischen Knut” wird da geschrieben, obwohl sogar der letzte Fussballreporter weiß, das es sich in Nürnberg um das Frankenland handelt!

Besonders ignorant waren die Jungs von diepresse.com mit “Nürnberg: Eisbär-Baby bekommt Flascherl” und die von spiegel.de mit “Nürnberger Eisbärenkindl“. Wieder mal auf die Landkarte “Deutschland politisch” geschaut, wo Nürnberg überhaupt liegt und dann beim letzten Oktoberfest-Bericht des Kollegen geklaut!! Wenn schon, dann bekommt die kleine Flocke bei uns “es Fläschla“!! :-)

Dass die ausländische Presse sowas nicht weiß, das sehe ich ja noch ein. Bei denen ist man ja auch froh, dass überhaupt berichtet wird! Eine kurze Zusammenfassung hat der Focus (Weltweiter Wirbel um Nürnberger Knut) parat.

Und ich hab auch ein paar gefunden:

Sonst bin ich bisher ganz zufrieden wie die Sache läuft: Die Stadt Nürnberg ist bemüht, den Hype nicht zu verschlafen und Horst Förther spricht ganz normal und sachlich über Vermarktung (Plüschtier und zusätzliche Kassen). Hauptsache, der kleinen Bärin gehts gut - wenn nebenbei etwas Geld fließt wäre es doch super. So sehe ich das auch!

Und die kleine hat schon eine Homepage: Das Nürnberger Eisbär-Baby und hier die Namenvorschläge abgeben

Update: Klaus Schamberger spricht beim Gschmarri zum Wochenende darüber (”unser glanns Schneggersla, unser glanns Zoddl-Bemerla“)

Thema: Nämberch | 6 Kommentare

Spiegel: Starker Tobak zu Pauli-Gate

Freitag, 5. Januar 2007 | Autor: andy

Eine der lesbarsten oder lesenswertesten Ausgaben des SPIEGEL ist die Ausgabe Nr.1 die ich gerade vorliegen habe. Und da ich mich ja immer freue, wenn mal was über die fränkische Heimat drin steht (kommt leider selten vor) habe ich mit Vergnügen den Bericht Blockade der Kandidaten” verschlungen ” natürlich nicht, ohne Besonderheiten daraus hier zu präsentieren:

Der Bericht behandelt die Pauli-Gate-Affäre nur am Rande, nimmt diese aber zum Anlass die gesamte CSU-Stoiber-Angelegenheit zu beleuchten:

Der SPIEGEL vergleicht die derzeitige Situation mit der von 1993, als ein in die Amigo-Affäre verstrickter Max Streibl von einem “blonden Fallbeil” (da war Stoiber noch nicht so grau) quasi gestürzt wurde und meint weiter, dass die fehlende Rückendeckung in Bayern auf die unglückliche Bundespolitik zurückzuführen ist.

Zweimal hat der CSU-Chef 2006 in Nachtsitzungen mit den Spitzen von SPD und CDU Kompromisse zur Gesundheitsreform ausgehandelt, jedes Mal hat er hinterher den Beschluss wieder in Frage gestellt.

Weiter sind die Autoren der Meinung, dass nun da der Chef nicht mehr “unantastbar” scheint der alte Ärger über dessen “sprunghafte Art” und seinem Führungsstil hochkommt.

Stoiber war nie zimperlich wenn es darum ging, Widersacher zu Fall zu bringen. Schon früh hat er einen Kreis von Vertrauten um sich geschart, die sich in der Kunst des politischen Armdrückens verstanden und dabei auch vor Drohungen nicht zurückschreckten.
Der frühere CSU-Chef Theo Waigel denkt noch immer mit Wut an jene Wochen zurück, als er den glücklosen Streibl als Ministerpräsidenten ablösen wollte. Plötzlich setzte es Anrufe bei den Chefredaktionen der Münchner Lokalzeitungen, in denen, mit der Bitte um Quellschutz, darauf hingewiesen wurde, dass Waigels Frau krank sei und er seit längerem eine Geliebte habe.
Bis heute ist unklar, wer hinter der Verbreitung der Gerüchte steckte. Klar ist, dass Stoiber davon profitierte.

Ziemlich starker Tobak, den da der SPIEGEL vom Stapel lässt.

Dass Stoibers Tage gezählt sind führt der Bericht auch auf die Tatsache zurück, dass früher eine solche Angelegenheit (Pauli-Gate) totgeschwiegen worden wäre und Frau Pauli im Anschluss “erledigt” gewesen wäre. Allerdings favoritisieren die Herren Ralf Neukirch und Markus Verbeet (SPIEGEL Radakteure) als Nachfolger auf dem Ministerpräsidentenposten Joachim Herrmann und Horst SeehoferGünther Beckstein wird überhaupt nicht genannt!

Also Stoibär.de, vielleicht zusätzlich zu beckenstein.de auch vorsorglich mal herrmann.de und seehofer.de resevieren, wobei ich, um beim Gag zu bleiben bäckstein.de bevorzugen würde?¦ :-)

Zitate aus DER SPIEGEL Nr.1 / 30.12.2006

Thema: Franken-Bayern, Pauli-Gate, Stoiber-Rücktritt | Ein Kommentar