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Film-Produktion an der Nürnberger Burg

Dienstag, 9. November 2010 | Autor:

Das Taxi von Elmar WepperEndlich mal wieder ist Franken Drehort für einen Kino-Film: In Nürnberg dreht Elmar Wepper „Dreiviertelmond“! In der Gegend um die Kaiserstallungen (Jugendherberge) und den Paniersplatz ist derzeit alles abgesperrt, Scheinwerfer, Stromaggregate und lauter wichtige Leute! 😉

Regisseur Christian Zübert produziert eine herzerwärmende Tragikomödie über einen alten Sturkopf, der von einem 6- jährigen Mädchen das Leben lernt:

Taxifahrer Hartmut Mackowiak (Elmar Wepper) wurde von seiner Frau Christa (Katja Rupé) verlassen und zieht sich daher immer mehr aus dem Leben zurück. Eines Tages steigt eine junge Türkin (Ivan Anderson) mit ihrer Tochter Hayat (Mercan-Fatima Türköglu) in sein Taxi ein und stellt sein ganzes Leben auf den Kopf.

Drehbuchautor und Regisseur Christian Zübert (Lammbock – Alles in Handarbeit, Der Schatz der weißen Falken); Hauptdarsteller Elmar Wepper (Kirschblüten – Hanami); Deutsche Filmpreisträger Katja Rupé und Ozay Fecht („Meine verrückte türkische Hochzeit“), Ivan Anderson („Danni Lowinski“), Marie Leuenberger (Schweizer Filmpreis für Die Standesbeamtin – Drei sind einer zuviel), Gabi Geist (Toni Goldwascher), der fränkische Theatermacher Stefan Kügel und der Nürnberger Kabarettist Bernd Regenauer!

Gedreht wird von 12. Oktober bis 22. November 2010 in Nürnberg, Fürth und Umgebung sowie in Istanbul. Majestic Filmverleih wird „Dreiviertelmond“ am 13. Oktober 2011 in die Kinos bringen.

Mehr Infos bei kino-zeit.de und spielfilm.de

Update: In Lauf an der Pegnitz werden derzeit die Innenaufnahmen in einem Haus in der Hardtstrasse gedreht. Mehr hier

(Danke für die Fotos, Naddl)

Thema: Nämberch | 2 Kommentare

S-Bahn-Tunnel: München vergräbt weiterhin Milliarden

Donnerstag, 15. April 2010 | Autor:

Freudig vermeldete die Münchner Abendzeitung heute dass der Bau der zweiten Röhre: Der Landtag hat zur Entlastung der alten S-Bahn-Stammstrecke einen 14 Kilometer langen und 2 Milliarden Euro teuren Tunnel unter der Innenstadt bewilligt!

Das ehrgeizige Giga-Projekt soll zu den „möglichen“ Olympischen Winterspielen 2018 fertig sein und verläuft von der Donnersbergerbrücke unter dem Hauptbahnhof zum Stachus, am Dom vorbei zum Marienhof, südlich des Landtags unter der Isar hindurch, zum Orleansplatz und kommt vor dem Leuchtenbergring wieder nach oben.

Für die 2 Milliarden gibts aber nur zwei Haltestellen: Hauptbahnhof und Marienhof! Der Hauptbahnhof wird dabei die komplizierteste Baustelle, denn es müssen wesentliche Teile des Empfangsgebäudes abgerissen werden. Der neue S-Bahnhof wird nämlich direkt unter der Schalterhalle liegen!

2012 beginnen die eigentlichen Tunnelarbeiten der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München. Dann werden sich vier Schildvortriebsmaschinen von der Donnersbergerbrücke und vom Ostbahnhof aufeinander zugraben – 1,9 Millionen Kubikmeter Aushub müssen dann abtransportiert werden!

Und das Geld? Richtig, dafür soll ja der Bund einspringen: Bis Sommer will Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) die Zusage haben.

Ich finde…

…das beneidenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit die Münchner so was beschließen! In ganz Deutschland sind die Strassen löchrig, Schulen und Kindergärten fallen ein oder fehlen gar… aber München muss das Geld mit beiden Händen zum Fenster rauswerfen – respektive „vergraben“ (- wenn man die doch nur später wieder ausgraben könnte)! Vom rückständigen Nahverkehr in Franken will ich gar nicht reden! Aber stimmt schon, so eine xte Röhre is schon sauwichtig, da muss der Bund schon die Kasse aufmachen, „weil das ja klar ist„!

Der Größenwahnsinn an der Isar nimmt halt kein Ende…

Passend hierzu:

Thema: Nürnberg-München | Beitrag kommentieren