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S-Bahn-Tunnel: München vergräbt weiterhin Milliarden

Donnerstag, 15. April 2010 | Autor: andy

Freudig vermeldete die Münchner Abendzeitung heute dass der Bau der zweiten Röhre: Der Landtag hat zur Entlastung der alten S-Bahn-Stammstrecke einen 14 Kilometer langen und 2 Milliarden Euro teuren Tunnel unter der Innenstadt bewilligt!

Das ehrgeizige Giga-Projekt soll zu den “möglichen” Olympischen Winterspielen 2018 fertig sein und verläuft von der Donnersbergerbrücke unter dem Hauptbahnhof zum Stachus, am Dom vorbei zum Marienhof, südlich des Landtags unter der Isar hindurch, zum Orleansplatz und kommt vor dem Leuchtenbergring wieder nach oben.

Für die 2 Milliarden gibts aber nur zwei Haltestellen: Hauptbahnhof und Marienhof! Der Hauptbahnhof wird dabei die komplizierteste Baustelle, denn es müssen wesentliche Teile des Empfangsgebäudes abgerissen werden. Der neue S-Bahnhof wird nämlich direkt unter der Schalterhalle liegen!

2012 beginnen die eigentlichen Tunnelarbeiten der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München. Dann werden sich vier Schildvortriebsmaschinen von der Donnersbergerbrücke und vom Ostbahnhof aufeinander zugraben – 1,9 Millionen Kubikmeter Aushub müssen dann abtransportiert werden!

Und das Geld? Richtig, dafür soll ja der Bund einspringen: Bis Sommer will Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) die Zusage haben.

Ich finde…

…das beneidenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit die Münchner so was beschließen! In ganz Deutschland sind die Strassen löchrig, Schulen und Kindergärten fallen ein oder fehlen gar… aber München muss das Geld mit beiden Händen zum Fenster rauswerfen – respektive “vergraben” (- wenn man die doch nur später wieder ausgraben könnte)! Vom rückständigen Nahverkehr in Franken will ich gar nicht reden! Aber stimmt schon, so eine xte Röhre is schon sauwichtig, da muss der Bund schon die Kasse aufmachen, “weil das ja klar ist“!

Der Größenwahnsinn an der Isar nimmt halt kein Ende…

Passend hierzu:

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S-Bahn Nürnberg-Forchheim-Bamberg wird gebaut

Mittwoch, 23. Januar 2008 | Autor: andy

Franken wächst weiter ‘zam: Der Ausbau der S-Bahn Strecke zwischen Nürnberg und Bamberg soll im März beginnen. Damit wird die drittgrößte Stadt im Ballungsraum Nürnberg (viertgrößte in der Metropolregion Franken) Erlangen endlich auch einen S-Bahn-Anschluss erhalten.

Zwischen Fürth und Eltersdorf werden neue Gleise verlegt, damit schon Ende 2010 die ersten S-Bahn Züge ungestört von der Frankenmetropole Nürnberg nach Bamberg fahren können.

Quelle Franken TV

Mehr bei “Die Nürnberger S-Bahn Zukunft

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S-Bahnen statt Transrapid

Montag, 16. Oktober 2006 | Autor: andy

www.contratransrapid.deDie Staatsregierung will trotz des Transrapidunglücks auf der Teststrecke im Emsland an dem Projekt “Transrapid vom Hauptbahnhof zum Flughafen” festhalten. Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber hatte auch gleich eine “Münchner-Lösung” für die Vervollständigung des Sicherheitskonzepts parat: “In München wäre das nicht passiert”. Inzwischen vermeldet aber der Focus, dass sich als Folge des Unfalls der Bau der geplanten Transrapid-Strecke in verteuern werde, da für die erhöhte Sicherheit etwa 350 Millionen Euro aufgewendet werden müssten, was dann die Gesamtkosten auf 2 bis 2,2 Milliarden Euro steigen lasse und die Finanzierung ist noch lange nicht gesichert.

Oberbürgermeister Christian Ude hingegen favorisiert eine Express-S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Flughafen, die unter 500 Millionen Euro kosten würde. Zudem verbessere die Express-S-Bahn die Verkehrssituation der Region deutlich mehr, darum dürfe das Geld nicht für den Transrapid “verplempert” werden, sagte Ude. In Nordrhein-Westfalen ist man da schon vernünftiger: Das Metrorapid-Projekt wurde 2003 aus Kostengründen aufgegeben!

Ich gebe Ude da absolut Recht, denn es wäre besser das Geld nicht für ein Prestigeobjekt (Grüne: “Milliardengrab Transrapid“) auszugeben, sondern dafür in mehreren Orten S-Bahnen zu bauen – da hätten wenigstens mehrere Städte etwas davon. Außerdem hat man ja schon bei der BUGA in München gesehen, wie sehr Prognose und Wirklichkeit auseinander driften – also werden die Zahlen beim Transrapid bestimmt auch etwas verschönert sein…

In diesem Zusammenhang lassen wir uns noch einmal von Herrn Stoibär den Transrapid erklären:

Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München mit zehn Minuten ohne dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen am … am Hauptbahnhof in München starten Sie ihren Flug zehn Minuten – schauen Sie sich mal die großen Flughäfen an wenn Sie in Heathrow in London oder sonst wo meine s Charles de Gaulle in äh Frankreich oder in äh in … in Rom wenn Sie sich mal die Entfernungen ansehen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen dann werden Sie feststellen dass zehn Minuten Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen um ihr Gate zu finden – Wenn Sie vom Flug – äh vom Hauptbahnhof starten Sie steigen in den Hauptbahnhof ein Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen in an den Flughafen Franz-Josef Strauß dann starten Sie praktisch hier am Hauptbahnhof in München – das bedeutet natürlich dass der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Bayern an die bayerischen Städte heranwächst weil das ja klar ist weil aus dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen”

Zu hören gibts das hier und Stoiber-Filmchen gibts hier

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