Tag-Archiv für » Umweltschutz «

Europäische Umwelthauptstadt: Nürnberg im Finale!

Donnerstag, 30. September 2010 | Autor:

Nürnberg will europäische Umwelthauptstadt werden und steht nun im Finale! Umweltreferent Peter Pluschke hat die Nürnberger Umweltpolitik am 8. September in Brüssel vor einer internationalen Jury präsentiert. Die endgültige Entscheidung wird dann am 22. Oktober in Stockholm bekanntgegeben.

Aber die Konkurrenz um die Auszeichnung für 2012 oder 2013 ist namhaft: Mit Barcelona und Vitoria-Gasteiz sind zwei spanische Städte im Rennen. Ebenso aber auch Malmö (Schweden), Reykjavik (Island) und Nantes (Frankreich).

Wer weiß, mit etwas Glück kann sich Nürnberg vielleicht bald mit dem Titel „European Green Capital“ schmücken! Wenn dadurch Firmen mit Umwelttechnologie angelockt werden und Arbeitsplätze in der Region entstehen, is ja alles in Ordnung.

Mehr bei sueddeutsche.de und Bild.de

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Sonnenstrom-Weltrekord in Franken

Montag, 21. Dezember 2009 | Autor:

Wer kennt sie nicht, die „ewige Baustelle“ an der A3 bei Hösbach im Landkreis Aschaffenburg (Unterfranken). Dort wurde vor ein paar Wochen ein Lärmschutz-Tunnel fertiggestellt, auf dessen Dach sich nun die „längste Photovoltaikanlage der Welt“ befindet!

Sage und Schreibe 13.500 Solar-Module auf einer Länge von 2.700 Metern liefern 2,6 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr. Damit liefert der fränkische Lärmschutz-Tunnel genug Strom um den Bedarf von 650 Vier-Personen-Haushalten zu decken und spart dadurch jährlich 1.650 Tonnen Kohlendioxid ein! Die Anlage kostete 10 Millionen Euro!

Quelle: Abendzeitung

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Nürnberg nutzt ab 2008 Ökostrom

Mittwoch, 5. Dezember 2007 | Autor:

Christkindlesmarkt Nürnberg Nachdem die Stadt Kassel seit November 2007 zu 100 Prozent auf Ökostrom umgestellt, zieht nun die Stadt Nürnberg nach.

Die Frankenmetropole wird ab dem 1. Januar 2008 alle Nürnberger und die Firmen auf dem Stadtgebiet mit Ökostrom versorgen, d.h. mit Strom aus Wasserkraftwerken. Oberbürgermeister Ulrich Maly sagte der Süddeutschen Zeitung, dass er hoffe, damit den Aufbau ressourcenschonender Energiegewinnung zu unterstützen. Dass Ökostrom zur Zeit noch etwas teurer ist, nimmt Maly in Kauf, da das „geringe Mehrkosten für einen immensen Umweltbeitrag“ sind, den Nürnberg „beitragen kann und muss“.

Die Stadt Nürnberg und alle ihre Betriebe verbrauchen jährlich etwa 130 Gigawattstunden Strom. Da dieser Energiebedarf nun komplett aus Wasserkraftwerken bezogen wird, spart die Stadt dadurch pro Jahr insgesamt 50.700 Tonnen Kohlendioxid ein!

karmakonsum.de freut sich, dass „der Nürnberger Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr“ dann ein „Green Festival“ wird. 🙂

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Bund Naturschutz gegen Transrapid

Freitag, 28. September 2007 | Autor:

Der Bund Naturschutz Nürnberg lehnt Verschleuderung von Steuergeldern ab und ist deshalb gegen den Bau des Transrapid vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen. Landesvorsitzender des Bund Naturschutz Prof. Hubert Weiger kündigte an, dass man „ein milliardenschweres Abschiedsgeschenk auf Kosten von Steuerzahlern und Bahnkunden“ von Ministerpräsident Stoiber werde man „nicht hinnehmen“.

Jetzt soll der Bundesrechnungshof eingeschaltet werden, der schon im Jahr 2002 den Bau einer Magnetschnellbahn in Bayern massiv kritisiert hatte. „In Wirklichkeit klaffe weiter eine Finanzierungslücke von 300 bis 500 Millionen Euro“ und im Falle eines positiven Beschlusses würde „der Bund Naturschutz und die Stadt München eine Klage dagegen prüfen“.

Aber nicht nur finanziell würde der Magnet-Zug zur Belastung werden, sondern auch für die Umwelt. „Der Transrapid verbraucht dreimal soviel Energie wie die S-Bahn zum Münchner Flughafen und wäre ein Klimakiller zu Lasten des Bahnverkehrs“, so Hubert Weiger.

Quelle Radio 8

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Eichenprozessions-Spinner über Franken

Donnerstag, 24. Mai 2007 | Autor:

Aufgrund des warmen Winters kommt es (auch) in diesem Jahr wieder zu Schädlingsplagen. Nach den großflächigen Warnungen vor einer Zecken-Flut greift nun eine andere Plage um sich: Die Eichenprozessions-Spinnerraupe!

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart und Forstschädling, die nur an Eichenbäumen anzutreffen ist – und vermehrt in den fränkischen Wäldern. Die Gifthaare der niedlichen Raupen können bei Kontakt mit Menschen zu einer Bedrohung werden, da sich die silbergrauen Härchen ablösen und in vielen Fällen allergische Reaktionen wie Hautausschläge, Reizungen der Schleimhäute oder schmerzhaften Husten bis hin zu Bronchitis und Asthma auslösen können. Bei wiederholter Belastung kann es auch lebensgefährlich werden.

Es besteht aber kein Grund zur Panik, nur zur Vorsicht. Die Stadt Nürnberg gab bereits im letzten Jahr eine Warnung raus (hier). Die erwachsenen Exemplare der Raupen sind etwa dreieinhalb Zentimeter lang, bläulich-schwarz gefärbt, seitlich weißlich. Für den Laien sind die Raupennester kaum zu erkennen. Der Eichenprozessionsspinner, ein Falter mit einer Spannweite von etwa drei Zentimetern, legt seine Eier im Herbst an der Rinde ab, meist in der Astregion, selten unterhalb zehn Metern Höhe. Im Frühjahr schlüpfen dann die Larven. Sie leben gesellig in großen Nestern und begeben sich nachts auf Wanderschaft. Einige tausend Exemplare kriechen dann in dichten Reihen um die Äste, um dort zu fressen. Erst am Morgen kehren sie wieder satt in ihre Behausung zurück. (Quelle Nürnberger Nachrichten 16.06.2004)

Im Süd-West-Park in Nürnberg wurden schon kleinere Wäldchen abgesperrt, nachdem es bei einigen Mitarbeitern zu Hautausschlägen kam. Die Härchen sind nur sehr schwer aus der Kleindung zu bekommen und man sollte nach einem Kontakt mit diesen Insekten sofort Duschen und bei Ausschlägen einen Arzt aufsuchen.

Weitere nützliche Informationen über den Eichenprozessions-Spinner finden Sie bei medizin.de

Thema: Franken allgemein, Nämberch | Beitrag kommentieren