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Umschlagbahnhof am Hafen in Betrieb genommen

Dienstag, 15. Dezember 2009 | Autor:

Heute wurde im Güterverkehrszentrum am Nürnberger Hafen der neue Umschlagbahnhof der Bahn in Betrieb genommen. Nach 2 Jahren Bauzeit und 32 Millionen Euro Baukosten (Bund 26,3Mio , Bahn 5,7Mio, Freistaat 0 Mio) bietet der neue Umschlagbahnhof ausreichend Kapazitäten für den weiter wachsenden Güterverkehr in Eurpoa. Durch den neuen Bahnhof wird die Umschlagskapazität am Nürnberger Hafen von 155.000 auf 330.000 Ladeeinheiten pro Jahr vergrößert.

Die Anlage ist aber nicht nur gedacht, Straße, Wasserweg und Schiene miteinander zu vernetzen, sondern soll die Drehscheibenfunktion des Grossraums Nürnberg für den nationalen und internationalen Gütertransport verstärken. Denn mit dem neuen Umschlagbahnhof gehört der Hafen Nürnberg zu den fünf größten deutschen Binnenland-Drehscheiben im Güterverkehr, so Harald Leupold, der Geschäftsführer der Hafen Nürnberg-Roth GmbH. Die Frankenmetropole ist somit gewappnet, wenn die Konjunktur wieder anzieht!

Zusätzlich wird durch den Bahnhof am Main-Donau-Kanal (Betreiber ist die TriCon Container GmbH, eine Tochter der Hafengesellschaft Nürnberg-Roth) die Nürnberger Innenstadt „entlastert“, da die rund 700 täglichen Lastwagen-Fahrten zum alten Container-Terminal am Frankenschnellweg (Gostenhof) entfallen.

Dieser Containerbahnhof unweit der Altstadt ist nämlich an seine Kapazitätsgrenze gekommen und wird vorraussichtlich Ende Dezember geschlossen. Leider fliesst das Gelände nicht in die Stadtplanung ein, da die DB Regio auf dem Gelände für rund 65 Millionen Euro eine neue Werkstatt für S-Bahnen und andere Nahverkehrszüge errichten will. Fertigstellung Ende 2012.

Für das durch die Quelle-Pleite arg gebeutelte Städte-Dreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen bedeutet das möglicherweise neue Arbeitsplätze – am Umschlagbahnhof und in der neuen DB-Werkstadt. Derzeit arbeiten im Nürnberger Hafengebiet etwa 5.300 Beschäftigte in ca. 260 Unternehmen in den Bereichen Spedition, Logistik, Lagerung und Recycling.

Quellen Studio-Franken und Franken-TV

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München blüht – Franken verblüht

Sonntag, 19. April 2009 | Autor:

Die SZ feiert die „guten Nachrichten“, aber naja, die sitzen ja auch in Steinhausen bei München. Für einen Franken ist dieses Ranking von Deutschlands Top-Standorten innerhalb Bayerns eher niederschmetternd:

Die Top-Ten in diesem Bundesland lesen sich nämlich so:

  1. Landkreis München (Bundesweit 1)
  2. Landkreis Starnberg (2)
  3. Landkreis Ebersberg (4)
  4. Kreisfreie Stadt München (6)
  5. Kreisfreie Stadt Erlangen (7)
  6. Landkreis Erlangen-Höchstadt (8)
  7. Landkreis Dachau (9)
  8. Landkreis Freising (10)
  9. Landkreis Fürstenfeldbruck (11)
  10. Landkreis Erding (14)

Toll für Bayern, Spitze für München, gut für Erlangen, die die fränkische Fahne hochhalten. 8x Altbayern (Großraum München), 2x Franken! Und so gehts auch weiter: Bis Platz 17 Kreis Nürnberger Land kommen noch weitere Bayern…

Aber bei jeder Tabelle muss man auch auf das Ende schauen:

  • 87    Landkreis Kulmbach (Bundesweit 197)
  • 88    Kreisfreie Stadt Bayreuth (198)
  • 89    Kreisfreie Stadt Amberg (199)
  • 90    Kreisfreie Stadt Weiden i.d.OPf. (204)
  • 91    Landkreis Hof (209)
  • 92    Landkreis Tirschenreuth (219)
  • 93    Landkreis Freyung-Grafenau (235)
  • 94    Landkreis Regen (245)
  • 95    Landkreis Wunsiedel i.Fichtelgebirge (255)
  • 96    Kreisfreie Stadt Hof (294)

5x (Ober-) Franken, 4x Oberpfalz! Da ist doch ganz eindeutig zu sehen, in welche Regionen in den kommenden Jahren der Hauptteil der Staatlichen Mittel fließen müsste! Glaubt da jemand dran…?

Da kann man nur sagen: Hof, in Bayern ganz unten!!!

Völlig verblendet bei dem Thema die Abendzeitung M: Schattenseiten beim Münchner Ranking? Zudem wundert sich die SZ, dass keine „positiven Ausstrahleffekte von West nach Ost, wie beispielsweise aus (…) Bayern (…) nachThüringen hinein“ zu erkennen seien. Liebe SZ! Was soll denn da auch strahlen?!?

Also unbedingt das Regional-Ranking bei INSM-Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH (hier) anschauen. Hochinteressant! Z.B. Stadt Nürnberg (Bayern Platz 81, Deutschland Platz 182): Positive Gründungsdynamik 2,9 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 1,4) Rang 28 deutschlandweit! Negativ: Pro-Kopf-Verschuldung 2.825 Euro je Einwohner (Bundesdurchschnitt 1.456), Rang 390!!

Es wird endlich Zeit für eine „Partei für Franken„! Darum heute noch hier einschreiben!

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UmweltBank: Gewinner der Finanzkrise

Donnerstag, 9. April 2009 | Autor:

Die Finanzkrise hat den Bankensektor ganz schön verhagelt… den ganzen Bankensektor? Nein! Ein von unbeugsamen Franken bevölkertes Städtchen kämpft gegen die Krise an. 😉

Nämlich in Form der auf Öko-Projekte spezialisierten UmweltBank AG in Nürnberg, die im ersten Quartal 2009 bereits 4000 neue Kunden gewonnen hat. Aufgrund der Suche der Kunden nach sicheren und sinnvollen Geldanlagen müssen die knapp 150 Mitarbeiter sogar Überstunden leisten, um die vielen Aufträge bearbeiten zu können.

Im vergangenen Jahr stieg das Anlagevolumen um 13,5 % auf 712,2 Millionen Euro und der Jahresüberschuss erhöhte sich leicht auf 6,6 Millionen Euro. Bei den Kreditzusagen (+ 20 %) wurde erstmals die Marke von einer Milliarde Euro überschritten.

Die UmweltBank finanziert ausschließlich Umweltprojekte: Hauptsächlich Solaranlagen (fast 50% des Kreditvolumens) und ökologisches Bauen und Sanieren (29%). Der Rest der Anlagen fließt in Projekte mit Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Biogas.

Dadurch war die UmweltBank im vergangenen Jahr für die Einsparung von 1,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid durch ca. 11.000 finanzierte Projekte verantwortlich, wie die regelmäßig veröffentlichte CO2-Bilanz zeigt.

Für Franken und für die Umwelt! Gibt es eine bessere Geldanlage? 🙂

Quelle Franken TV

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Nr. 1 unter 50 Großstädten: Nürnberg

Donnerstag, 26. März 2009 | Autor:

Das ist das Ergebnis einer exklusiven Analyse der 50 größten Ballungszentren in Deutschland, welche die Wirtschaftswoche in ihrer aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Demnach sei es in der Frankenmetropole derzeit am“erfolgversprechendsten“ sich eine Immobilie anzuschaffen.

Für die Analyse hat das Beratungsunternehmen Bulwien Gesa AG auf Daten und Studien von FERI Rating & Research, der Bundesagentur für Arbeit, von GfK Marktforschung und GfK Geomarketing, von IW Consult und der Statistischen Landesämter zurückgegriffen. Um herauszufinden wo Wohnimmobilien sich rechnen und welche Standorte stabil bleiben würden, wurden die Rahmenbedingungen für die Wertbeständigkeit von Wohnimmobilien, Daten und Fakten zur Wirtschaftskraft, zur Standortqualität, zur Sozialstruktur, zur Kaufkraft und zur Angebots- und Nachfragesituation von Wohnimmobilien ausgewertet.

In der Kategorie der Großstädte über 500.000 Einwohner erhielt Nürnberg die höchste Gesamtpunktzahl.

Nürnberg erhielt insgesamt und. Die Chancen, mit einem Investment auf dem Nürnberger Wohnimmobilienmarkt richtig zu liegen, werden damit im Städtevergleich ausgesprochen günstig eingeschätzt.

Nürnbergs Wirtschaftsreferent Roland Fleck sagte gegenüber der NN, dass die Einschätzung Studie in der Wirtschaftswoche zeige, dass die Rahmendaten in Nürnberg stimmen und dies zunehmend von außen auch so wahrgenommen würde. Zudem wäre der Wohnungsmarkt ein Gradmesser für Attraktivität, Wirtschaftskraft und Lebensqualität einer Stadt.

Uns Franken…

…war diese Expertise ja schon lange klar. Warum sollte man sich auch außerhalb Frankens eine Immobilie anschaffen, wenn dieser Landstrich ohnehin der schönste in Deutschland ist! 🙂

Mehr bei den Nürnberger Nachrichten

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AEG-Werk Nürnberg ist Geschichte

Freitag, 30. März 2007 | Autor:

Heute Abend geht in Nürnberg nach 85 Jahren ein Stück Industriegeschichte zu Ende: Das AEG-Werk in Nürnberg wird heute endgültig geschlossen.

Der schwedische Mutterkonzern Electrolux hatte aus Kostengründen eine Verlagerung der Geschirrspüler- und Waschmaschinenproduktion nach Polen und Italien beschlossen. Bereits am 14. März 2007 rollte der letzte Geschirrspülautomat vom Band, drauf klebte ein Zettel: „Tschüss AEG!!! Letztes Gerät aus Nürnberger Produktion. 14. März 2007″

150 Millionen Euro Sozialplan

Nur 150 Mitarbeiter sind heute beim „Licht ausmachen“ dabei, ein Großteil davon gehört zu den Demontage-Trupps, die alles verwertbare abbauen. Ab sofort wechseln die 500 noch verbliebenen AEG-Mitarbeiter in die Qualifizierungsgesellschaft GPQ und 130 Mitarbeiter gehen in den Vorruhestand… 1.700 Menschen hatten mal ihren Arbeitsplatz bei AEG in Nürnberg.
(Quelle manager-magazin.de)

Völlig zurecht fragt Joachim Hirzel vom focus-Blog (Gut aufgepasst, Ihr Schnäppchenjäger) „wann haben wir bei Media-Markt oder Saturn das letzte Mal danach gefragt, ob eine Waschmaschine in Deutschland produziert wurde?“. Ist Geiz also wirklich so geil?

Ich finde…

das was da abgelaufen ist ein riesen Frechheit! Wer in Deutschland verkaufen will sollte auch versuchen in Deutschland zu produzieren. Ich persönlich weiß ganz genau, zu welcher Firma ich nicht mehr greifen werde, wenn der nächste Kühlschrank oder Geschirrspüler angeschafft werden muss.

Denn heutzutage ist Elektro kein Luxus mehr!!

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