Bespitzelung von Stoiber-Kritiker Pauli

Donnerstag, 21. Dezember 2006 |  Autor:

Am 12.10.2006 war die Landrätin des Landkreises Fürth Dr. Gabriele Pauli in die BR-Sendung „quer“ eingeladen worden, da sie öffentlich gefordert hatte, dass Edmund Stoiber bei der Landtagswahl 2008 nicht mehr antreten solle.

Kaum 2 Monate später wird sie Ziel eines „groben Lauschangriffs“: Ein enger Mitarbeiter von Ministerpräsident Edmund Stoiber habe sich bei einem Bekannten von Frau Dr. Pauli telefonisch nach privaten Details erkundigt (Quelle: businessportal24.com) um „etwas zu finden, was man ihr anhängen könnte“ so Pauli gegenüber B5aktuell. Ihr Bekannter habe ihr geschildert, dass während des rund einstündigen Telefonats Fragen (Pauli: „Das war unterste Schublade“) nach „Auffälligkeiten in ihrem Privatleben“ gestellt wurden und sogar ob es „Alkoholprobleme“ gäbe.

Ihr Gesprächsangebot an Edmund Stoiber hat dieser verweigert und sie an CSU-Generalsekretär Markus Söder verwiesen, darum habe sie „keine andere Wahl gesehen“ als mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen (Stoiber meinte zu ihrem Angebot: „so wichtig sind Sie überhaupt nicht“)! Inzwischen wird der Anruf von der Staatskanzlei nicht mehr dementiert, so Gabriele Pauli auf ihrer Internet-Seite (gabriele-pauli.de)!

Die Süddeutsche geht von einer „Posse“ aus, berichtet aber, dass die Menschen in Paulis mittelfränkischer Heimat hinter ihr und zu ihr stehen, während pr-inside.com sehr originell schon vom Pauli-Gate-Skandal (in Anlehnung an den Watergateskandal) spricht nennen es andere Isargate, wobei hier Rednitzgate schon treffender wäre, denn „abgehört“ wurde ja in Zirndorf.

Konflikt Franken-Bayern

Seit einiger Zeit zeichnet sich immer deutlicher eine Aufspaltung des Landtags in zwei Lager ab: fränkische Mandatsträger, die hinter Frau Dr. Pauli stehen und bayerische, die hinter Stoiber stehen, so der Politikwissenschaftler Prof. Heinrich Oberreuther von der Uni Passau gegenüber der Bayern2 radioWelt. Oft gingen diese Streitigkeiten „von Seiten Oberbayerns aus“ und das wäre so, seit dem „Wechselspiel Stoibers nach Berlin und zurück“, welches die Parteibasis nie richtig „akzeptiert habe – die Parteispitze dagegen schon“ so Oberreuther weiter. Sicher trägt auch das Thema „Stoiber-Nachfolge: Beckstein oder Huber“ („Im Inneren der CSU dürfte es aber schon jetzt gewaltig brodeln„) genauso dazu bei wie der Streit um den Bamberger Domschatz.

Ich finde…

Frau Pauli hat Recht wenn Sie sich wehrt und den Mund aufmacht, ganz gleich was wirklich passiert ist. Denn wir haben genug fränkische Abgeordnete, die da unten alles abnicken, was von den bayerischen Lederhosen so verzapft wird (ausgenommen Frau „Freistaat Franken-Bayern“ Christine Stahl). Zu den Machenschaften der CSU zitiere ich wieder Politikwissenschaftler Prof. Oberreuther, der in der radioWelt meinte, dass „allzu lange Machtausübung von Grund auf sehr verdächtig“ wäre!

Darüber soll sich nun jeder selbst ein Bild machen, vielleicht am besten nachdem man die Seite filzgeschichten.de besucht hat.

via Haseler.de

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Fädd, Franken-Bayern, Pauli-Gate

Diesen Beitrag kommentieren.

5 Kommentare

  1. 1
    Grundl Roland 

    Das ist doch auch die mehr oder weniger unheilige Allianz zwischen sogenannten Poltiikern und der kommentierenden und diskutierenden Elite,
    die auch wieder aus Eigennutz in diesem Netzwerk sind, z.B. Herr Oberreuther. Dieser macht jetzt Pseudodiskussionen mit dem Tenor, daß Politker mehr oder weniger zu unrecht der Unredllichkeit bezichtigt werden und die allgemeine Politikverdrossenheit nicht gerechtfertigt sind. Dies gehört auch in den großen Topf der Manipulationen mit denen das Wahlvolk für dumm verkauft werden soll. Wie sagte doch einmal FJS – man muß es dem Volk nur solange einreden bis es dies glaubt.

  2. 2
    Hans G.Christoph 

    Vorweg Gratulation für das „männliche “ Standhalten von Frau Dr.Pauli.

    Was die Ausforschung / Ausnutzung familiärer Unzulänglichkeiten anlangt
    sind einige in der CSU sehr begabt.Einige in der FDP stehen dem jedoch auch nicht nach, sogar in “ Eintracht “ mit CSUlern, solange es für die “ vermeintliche “ Parteieliten nützlich erscheint.

    Aktuell einige Beispiele wie Demokraten diffamiert, deskreditiert, ausgegrenzt werden.

    Am Tag der deutschen Einheit ( Mittwoch , 3.Oktober 2007 )
    wagte eine kleine Gruppe von Bewohnern aus Mittelfranken und der Pfalz
    neben dem Tag der deutschen Einheit auch das 175 jährige Jubiläum
    des Hambacher Festes auf Schloß Windelsbach bei Rothenburg o.d.T.
    zu feiern.

    Von Anbeginn der Vorbereitungen in die für uns selbstverständlich sowohl
    der Bürgermeister von Rothenburg o.d.T. incl. alle Stadträte, der Bürgermeister von Windelsbach incl. alle Gemeinderäte mit eingebunden
    werden sollten ,wurden wir unmenschlich und unwürdig abgeblockt.
    Ein Paradebeispiel für die unseelige “ Parteiendemokratie “ die sich klamm
    heimlich für viele Bürger unbemerkt eingeschlichen hat.
    Im Vorfeld wurden von interessierten Kreisen z.B. von Geslau, dem Wohnort des Landrates Rudolf Schwemmbauer, bösartige Gerüchte gestreut bei dem Fest “ Tag der deutschen Einheit „handle es sich um
    das Treffen von RECHTSEXTREMISTEN.
    Offensichtlich hat die Informationskampagne in Geslau, u.a. beim
    Schützenverein Geslau ( Vorstandssitzung) nichts aber auch garnichts
    bewirkt. Wenn jetzt noch hinzukommt, daß Polizeivollzugsbeamte des Bundes ebenfalls in die rechte Ecke gedrängt werden sollen ist unsere
    Duldsamkeit am Ende.
    Der Staatssekretär Herr Dr.jur.Otmar Bernhard , Mitglied des bayerischen
    Landtages wurde bereits mit Schreiben vom 8.Juli 2007 dezidiert über
    die Diskriminierungen von ehemaligen Freiwilligen des Bundesgrenzschutzes informiert. Bis heute erfolgte, trotz mehrfacher Erinnerung keinerlei Antwort.Dies um so bedauerlicher als Herr Dr.jur.
    Bernhard selbst auf seiner homepage damit prahlt, daß er ebenfalls Freiwilliger der Wachhundertschaft des BGS in Bonn gewesen sei; also
    nach böswilliger Einschätzung einiger Undemokraten ebenfalls ein
    RECHTSExTREMIST.t
    Die Beispiele wie diffamiert, ausgegrenzt wird lassen sich beliebig fortsetzen, würden jedoch den Rahmen dieses Mediums sprengen.,

    Für nähere Auskünfte stehen wir von der Interessengemeinschaft
    Hambacher Fest selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

    Kontaktadresse:

    Hans G.Christoph
    Freiwilliger des BGS
    ehemaliger persönlicher Bewacher
    des Bundeskanzlers
    Kreuthfeldstr.18
    D-91608 Geslau / Mittelfr.
    Telefon 09867-978181

    http://www.bayernpfalz.de
    http://www.beim-bgs-fulda-1964-65.de

  3. 3
    Walter 

    HaHaHa,
    persönlicher Bewacher –so,so
    Nennte man heute so in der Verklärung die Tätigkeit als wachmannschaft in Bonn ???
    Selten so gelacht,aber so warst du schon damals-großspurig,angeberisch

  4. 4
    Hans Christoph 

    der dümmliche Kommentar des Heckenschützen Walter spricht
    für sich….Walter schreibt Zitat….“nennte“ man heute so in der Verklärung die Tätigkeit als „Wachmannschaft“ in Bonn ??? Zitat Ende…
    Mein Gott Walter… hättest Du Dich doch besser jedwedem Kommentar enthalten…..und Deine ****** behandeln lassen…
    kameradschaftliche Grüße
    Die korrekte Bezeichnung war BGS Wachhundertschaft mit Sitz in Bonn-Duisdorf.
    Chris

  5. @Hans Christoph: Ich hab die Kommentare mal moderiert freigegeben. Ich hoffe das ganz artet nicht in einen Privatkrieg aus hier! 🙂

Kommentar abgeben