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Rätselhafter Klimawandel in Bayern – Teil 2: Wie München zum Weinbauklima kam

Dienstag, 31. März 2020 | Autor:

Wie in Teil 1 (hier) aufgezeigt, werden in vielen bayerischen Wettervorhersagen die tatsächlichen Verhältnisse umgekehrt: die heißeste Region Bayerns (Franken) wird zur kühlsten und die kühlste Region (Südbayern) zur wärmsten. Da soll wohl das Regionsimage Südbayerns mit hoher Freizeit- und Lebensqualität gestärkt werden, das wirkliche regenreiche und kühle Klima passt dazu nicht aber eine extrem subjektive Berichterstattung macht den Traum vom Süden wahr.

Aber halt: es gibt doch noch die Wetterstationen, da werden doch objektive und vergleichbare Werte gemessen! Gut: in Bayern gehen die Uhren anders, aber gehen auch die Thermometer anders?

München als größte Stadt Bayerns und Süddeutschlands taucht mit ihren Werten in allen Wetterkarten auf. Da müßte man doch sehen, wie das Klima in der Region tatsächlich ist.

Aber auch hier ist es mit Objektivität und Vergleichbarkeit leider nicht weit her. München hat nämlich vor Jahren eine schöne neue Wetterstation bekommen. Nicht etwa da, wo man glauben sollte, nämlich in der freien Landschaft, nein, mitten in der Innenstadt. Das glauben Sie nicht? Jeder weiß doch, dass es in der Stadt bis zu 5 Grad wärmer ist als im Umland, gerade in einer Millionenstadt. Aber es ist wahr: Die Station München/Stadt liegt umgeben von mehrstöckigen Bürogebäuden, geschützt vor kalten Ostwinden und nach Süden offen und an einer 6-spurigen Straße mitten in der Innenstadt!


Station München/Stadt (Foto vom Verfasser)

Die städtische Prägung ist so dominant, dass diese Station keine Vergleichbarkeit für die betreffende Region besitzt. Dies verwundert nicht angesichts der Lage der Station: mitten in der Innenstadt, umgeben von mehrgeschossiger Bebauung, Verkehrswegen etc. V.a. an windschwachen sonnigen Tagen ist die Temperatur in der Innenstadt extrem überhöht, im Winter v.a. in den Morgenstunden, im Sommer v.a, am Abend.

Hier 2 Beispiele der letzten Tage (Karten mit Genehmigung von www.wetteronline.de):


Tiefsttemperaturen (plus 5 Grad statt 1-3 Grad im Umland)


Tiefsttemperaturen plus 2 statt 0 bis minus 2 im Umland

München/Stadt ist häufig 2-3 Grad wärmer, manchmal sogar 5 Grad wärmer als das Umland. Und doch wird gerade diese Station von fast allen Medien als Quelle für die Temperaturangaben und auch Vorhersagen für München verwendet, und nicht etwa die Station München/Flughafen.

Und die Station München wird ja in zahlreichen Wetterkarten als einziger für Südbayern abgebildet. So entsteht ein völlig falscher Eindruck vom Klima der Region. Denn das Innenstadtklima hat mit dem der Region wenig zu tun. Und so wird der Eindruck vom warmen Süden erzeugt, ganz im Gegensatz zur Realität in Oberbayern. Und so hat Oberbayern nun Weinbauklima, zumindest wenn man viele Wetter- und Vorhersagekarten in den Medien heranzieht. Und irgendwann steht auch in Schulbüchern in Klimakarten und Tabellen für München und Südbayern ein Wert, der mit dem tatsächlichen Klima der Region wenig zu tun hat. Einbildung statt Bildung.

Eigentlich dürfte eine solche Station gar nicht als Referenzwert für eine Region verwendet werden. Vergleichbarkeit ist ein Grundprinzip von Wetterdaten. Darum gibt es auch klare Regeln für Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Wenn man diese Anforderungen des DWD an Wetterstationen betrachtet, wird sofort die irreguläre Lage der Station deutlich:

Anforderung an den Standort: München/Stadt
1.) Die Station soll nicht auf Kuppen, an Hängen, in Senken oder in unmittelbarer Nähe von Steilhängen liegen Hänge oder Steilhänge fehlen, aber dafür unmittelbare Nähe von mehrgeschossiger Bebauung (Wärmestau wie vor Hängen)
2.) Die Umgebung muss frei von Hindernissen sein, die die Messungen behindern die Station in unmittelbarer Nähe von mehrgeschossiger Bebauung, freier Luftaustausch ist erheblich eingeschränkt
3.) Höhenunterschied in der Umgebung nicht mehr als 30 m Könnte zutreffen, vielleicht sind die Hochhäuser niedriger als 30 m
4.) Die Station soll nicht in der Nähe von Feuchte-, Wärme-, Staub und elektromagnetischen Quellen liegen Die Station liegt mitten in der größten künstlichen Wärmequelle Süddeutschlands: der Innenstadt von München
5.) Möglichst geringe Versiegelung des Erdbodens in der unmittelbaren Umgebung Die Station liegt mitten in der größten versiegelten Fläche Süddeutschlands, die unmittelbare Umgebung (von wenigen qm) wird  hierdurch wärmeklimatisch völlig überlagert

Da nützt es auch nichts, wenn das Wetterhäuschen selbst die Anforderungen erfüllt und drunter ein paar Quadratmeter Rasen sind.

Natürlich ist eine Wetterstation für Stadtklima wissenschaftlich hochinteressant, sie sollte aber nicht „gleichberechtigt“ neben den vielen anderen „regulären“ Stationen stehen. Sonst verliert die so wichtige Vergleichbarkeit der Wetterstationen und damit die Glaubwürdigkeit und Seriosität des DWD insgesamt.

Mit solchen Praktiken wundert es nicht, wenn viele Bürger den Glauben an die Seriosität und Objektivität der Wissenschaft verlieren und offiziellen Angaben wenig Glauben schenken.

Guido Bauernschmitt
(alle Karten mit Genehmigung von wetteronline.de)

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Rätselhafter Klimawandel in Bayern

Samstag, 22. Februar 2020 | Autor:

Betrachtet man die Wettervorhersagen in bayerischen Medien, so fällt ein wundersamer Klimawandel auf: die heißeste Region Bayerns wird zur kühlsten und umgekehrt.

Beispiel Süddeutsche Zeitung (SZ): Sie veröffentlicht wochentags eine Temperaturprognose für die nächsten Tage für Nord-, Mittel- und Südbayern auf. Beispiel die Hitzewelle im Juli 2019.

Hier die Abbildung in der Ausgabe der SZ von Dienstag, 23.7.2019:

24.7. 25.7. 26.7.
Nordbayern 32 Grad 33 Grad 32 Grad
Mittelbayern 35 Grad 37 Grad 36 Grad
Südbayern 33 Grad 34 Grad 33 Grad

(Originalabbildung aus der SZ liegt dem Verfasser vor)

Nordbayern wird hier immer als die kühlste Region, immer kühler als Südbayern, vorhergesagt.
Erstaunlich (Wein- und Obstbau in Franken ??).
Vergleicht man nun die hier vorhergesagten Höchsttemperaturen für Nord- und Südbayern mit den tatsächlich gemessenen Höchsttemperaturen ergibt sich folgendes Bild.

Vergleich Vorhersagewerte SZ mit tatsächlich gemessenen Höchsttemperaturen

Vorhersage SZ Tatsächliche Höchstwerte (Quelle: wetteronline.de)
 

24.7.

Nordbayern

32 Grad

(meist 36-38 Grad)

 

 

Südbayern

33 Grad

(ok)

 

25.7..

Nordbayern

33 Grad

(meist 37-40 Grad)

 

Südbayern

34 Grad

(meist um 32 Grad)

 

 

Vorhersage SZ Tatsächliche Höchstwerte (Quelle: wetteronline.de)
 

26.7.

Nordbayern

32 Grad

(real 36-39 Grad)

 

Südbayern

33 Grad

(Ok)

 

An allen 3 Tagen werden die tatsächlichen Temperaturverhältnisse auf den Kopf gestellt!

Während Nordbayern jeden Tag deutlich heißer war als Südbayern, meldet die SZ jeden Tag das genaue Gegenteil!

Das macht schon ein bißchen sprachlos. Und diese Fehldarstellung lag sicher nicht an unvorhersehbaren Entwicklungen: alle Wetterberichte, auch der Deutsche Wetterdienst, hatten die extreme Hitze in Nordbayern vorhergesagt.

Und tatsächlich: In der Süddeutschen Zeitung wird fast immer Nordbayern um 3-5 Grad kühler als Südbayern vorhergesagt. Das erstaunt sehr, wenn man die tatsächlichen Temperaturverhältnisse in Bayern kennt: warmes Wein-und Obstbauklima in Franken, kühles Klima des Alpenvorlandes in Südbayern. Aber in der Regel schaut die Vorhersage der SZ genau umgekehrt aus, z.B. 29. und 30.11.2019:

Vorhersage SZ Tatsächliche Höchstwerte (Quelle: wetteronline.de)
 

29.11.

Nordbayern

6 Grad

(meist 8-10 Grad)

 

Südbayern

8 Grad

(meist 6-7 Grad)

 

 

30.11.

Nordbayern

4 Grad

(meist 8-10 Grad)

 

Südbayern

7 Grad

(häufig 4-5 Grad)

 

Wie kommt es, dass eine eigentlich seriöse Zeitung mit ihrer Berichterstattung die Realität so drastisch ins Gegenteil verkehrt?

Die verzerrte Darstellung in der SZ läßt sich so erklären: Während in Südbayern tatsächlich ein repräsentativer Höchstwerte abgedruckt wird (Referenzwert ist München), wird für Nordbayern der Wert aus der kühlsten Region abgedruckt (Fichtelgebirge – Hof) gewählt. Die im größten Teil Nordbayerns zu erwartenden Temperaturen und echten Höchstwerte werden ignoriert. Eine abgelegene, kleine Gebirgsregion als repräsentativ auszuwählen geht an der Realität im größten Teil der Region völlig vorbei.

Wenn in Nordbayern die kühlste Region für den Referenzwert ausgewählt wird (also Fichtelgebirge, Hof), dann müßte dies ebenso in Südbayern erfolgen (also z.B. Garmisch oder Oberstdorf). Und nicht in der einen Region der kühlste Wert herausgegriffen, in der anderen der höchste. Gleiche Maßstäbe sind Kern eines objektiven Journalismus, alles andere ist Willkür. Es kann so jede beliebige Vorhersage konstruiert werden.

Beispiel:
Nehmen wir eine Europavorhersage in der für jedes Land ein Wert ausgewählt wird. Während man für Deutschland Berlin oder München nimmt, wählt man für Spanien nicht etwa Madrid, sondern einen Ort aus der kühlsten Region, z.B. den Pyrenäen. Und schon wäre Deutschland (fast) jeden Tag wärmer als Spanien und die Realität umgekehrt. Genau das entspricht der Praxis der Süddeutschen Zeitung mit der Bayernvorhersage

Aber das wirklich Erschreckende: Die Redaktion wurde zwei mal auf diese verfälschende Darstellung hingewiesen. Man sollte meinen eine seriöse Zeitung würde eine derart verfälschende Darstellung sofort korrigieren. Aber nichts wurde geändert. Offensichtlich ist diese Darstellung beabsichtigt. Fast alle bayerischen Medien schönen das Wetter in Südbayern. Es geht wohl um das Regionsimage. München ist extrem teuer, da muß man schon das Gefühl haben, in der besten Gegend zu wohnen. Und auch wenn Südbayern eine der kühlsten und regenreichsten Regionen Deutschlands ist, das Image vom „Süden“ und der hohen Freizeitqualität muß aufrecht erhalten werden. Und da braucht es einen Gegenpol: Nordbayern.

Ein schönes Beispiel für subjektiven Journalismus, der alles so darstellen kann wie man es jeweils wünscht. Wen wundert es dann noch, dass immer mehr an „Lügenpresse“ glauben. Traurig dass die Süddeutsche Zeitung so etwas befördert.

Und wer mehr zum Thema wissen will, dem sei folgende Seite empfohlen: „Deutschlands wahres Klima“ (Spiegel-Bericht vom 21.06.2010)

Guido Bauernschmitt
(alle Karten mit Genehmigung von www.wetteronline.de)

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Franken helau in Veitshöchheim

Montag, 11. November 2019 | Autor:

img_2424Es ist wieder soweit! Der Höhepunkt des Fernsehjahres der dritten Programme ist da: “Fastnacht in Franken”, die TV-Prunksitzung aus den Mainfrankensälenin Veitshöchheim!

Nach den Rekordeinschaltquoten in den letzten Jahren (z.B. 2014: 46,6% oder 2,23 Mio in Bayern – 12,7% oder 3,77 Mio in Deutschland, 2015: Bundesweit 3,9 Mio Zuschauer, Marktanteil in Bayern: 48,1Prozent!, 2016: 47,2 % in Bayern und 3,9 Mio Zuschauer deutschlandweit, trotz Handball-EM, 2017: 4,47 Mio. Zuschauer, wohl die höchste Quote des BR überhaupt!)  präsentiert Sitzungspräsident Bernd Händel auch diesmal wieder alle Größen der fränkischen Fastnacht:

Oliver Tissot, Peter Kuhn, Otmar “Oti” Schmelzer, Michl Müller (“Dreggsagg”), Die Parodis, Bauchredner Sebastian Reich mit seiner Nilpferddame Amanda sowie natürlich Volker Heißmann und Martin Rassau – und der Sieger der Casting-Show „Franken sucht den Supernarr“, Markus Schüler aus Fürth (Hupkonzert)!

Neben verschiedenen Tanzeinlagen (u.a. die Garde Buchnesia und auch die amtierende deutsche Meisterin der Tanzmariechen, Michelle Maldonado vom Coburger Mohr) werden diesmal wieder als einzige Nicht-Franken die “Altneihauser Feierwehrkapelln” aus der Oberpfalz zu Besuch sein. Musikalisch begleitet wird der Abend von der Pavel Sandorf Big Band.

Altneihauser Feierwehrkapelln:Die CSU regiert in manchem Nest, in Bayern ja schon seit der Pest. Und in der Oberpfalz ist nicht ganz klar, ob die Pest nicht besser war.
Die besten Sprüche 2014

Der fränkische Nockherberg

Als Gäste werden neben Stammgast und Lieblingsopfer Barbara Stamm auch der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein, sowie der amtierende Horst Seehofer anwesend sein. Mal sehen, wann auch die kommenden Politgrößen der Partei für Franken in die Kamera winken dürfen! 😉

Die Livesendung ist am 14. Februar 2020 um 19:00 Uhr – und wer das verpasst braucht sich keine Sorgen machen: Der BR wiederholt in Zusammenarbeit mit dem Fastnacht-Verband Franken die Sendung am Tag drauf dem 15.02.2020 um 20:15 und traditionell am Faschingsdienstag, 25.02.2020 um 11:45 Uhr!

Kartenbestellung hier

Franken helau und Nämberch aha!

Bitte vormerken: TV-Prunksitzung Fastnacht in Franken 2021 aus Veitshöchheim findet vermutlich am 05.02.2021 statt!

Weitere Faschingssendungen aus Franken: Fränkische Fastnachtsendungen im Überblick

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Elf Fränkische Thesen zum Tag der Franken

Sonntag, 2. Juli 2017 | Autor:

Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen ans Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg und begründete so die Reformation. 500 Jahre später greifen fränkische Aktivisten diese Idee auf: “Die Frankenstimmen” um Rudolf Kondler “schlugen” am vergangenen Donnerstag anlässlich des Tag der Franken und des Lutherjahres 11 fränkische Thesen an das Heimatministerium in Nürnberg. Die Nägel waren allerdings nur fürs Foto (von links: Detlev Tartsch vom Frankenlandversand und Peter Büttner vom Bürgerverein Nürnberger Westen) dabei, denn Vandalismus und Gewalt liegt den Franken fern. Hausherr Markus Söder war leider nicht zugegen, aber die Presse berichtete über diese “fränkischen Forderungen”, von denen sich viele auch bei den Forderungen der Partei für Franken wiederfinden. Hier die Thesen:

These 1
Franken sind keine Baiern!

These 2
Franken bedeutet Föderalismus und nicht Zentralismus
Die Zusammenarbeit im fränkischen Reichskreis (1500 – 1803) als leitende Idee für ein gemeinsames Europa.

These 3
Fränkische Sprache und Geschichte muss in den Schulen vermittelt werden
Alle öffentlichen Schulen müssen vom Freistaat finanziert werden.

These 4
Keine Bajuwarisierung Frankens durch die bayerischen Medien
Schluss mit der Verschiebung der Sprachgrenze durch den bayerischen Rundfunk
Wir fordern die Schaffung eines Landesstudios Franken beim BR

These 5
Rückgabe aller fränkischen Kulturgüter

These 6
Wir fordern für die Frankenmetropole Nürnberg eine eigenständige Universität

These 7
Einführung eines Qualitätssiegels für Produkte aus Franken

These 8
Gemäß der bayerischen Verfassung müssen alle Landesteile gleichberechtigt behandelt werden

These 9
Wir fordern den Landesnamen Bayern – Franken
Es müssen Schilder an den Hauptverbindungsstraßen mit dem Text
Willkommen in der Region Franken – angebracht werden

These 10
Wir fordern die Anerkennung Frankens als Region in Europa
Frankenfahne und Frankenhymne vertreten bei offiziellen Anlässen die Region

These 11
Wir fordern einen Nationalpark in Franken

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Arbeitslosenquoten in Bayern: Schlußlicht Nürnberg

Mittwoch, 16. April 2014 | Autor:

Ich hatte ja vor einiger Zeit schon mal darauf aufmerksam gemacht, dass man bei Statistiken zur Arbeitslosigkeit speziell in Bayern genauer hinsehen sollte – gerade als Franke! Denn die Region um München bzw. Oberbayern ist weiterhin dermaßen stark, dass der gesamte Durchschnitt Bayerns nach oben gezogen wird. Folge davon ist, dass auch die Menschen in Oberfranken in der Zeitung zu lesen bekommen, dass es den Menschen in diesem Bundesland im Vergleich zu anderen Gegenden in Deutschland extrem gut gehe. Das haben sie dann wohl auch bei der nächsten Landtagswahl im Hinterkopf.

Macht man sich aber mal die Mühe, die offiziellen Zahlen der Arbeitsagentur für die 96 Stadt- und Landkreise aufzulisten und zu sortieren, so kommt doch wieder auf das altbekannte Ungleichgewicht bzw. Süd-Nord-Gefälle innerhalb Bayerns ans Tageslicht, dass die Partei für Franken schon lange anprangert. So kann man dann erkennen, dass sich unter den 10 Stadt- und Landkreisen mit der geringsten Arbeitslosenquote nur eine aus Franken, jedoch 6 aus Oberbayern befinden. Am anderen Ende findet man unter den 10 mit der höchsten Arbeitslosigkeit allein schon 5 aus Franken, 2 aus der Oberpfalz und keinen aus Oberbayern. Schlusslicht ist wie seit Jahren weiterhin Nürnberg mit 8,0%!

Rang Landkreise Arbeitslosenquote insgesamt
1 Eichstätt (Oberbayern) 1,6
2 Donau – Ries (Schwaben) 2,2
3 Erding (Oberbayern) 2,3
4 Pfaffenhofen a. d. Ilm (Oberbayern) 2,3
5 Neuburg – Schrobenhausen (Obb) 2,4
6 Unterallgäu (Schwaben) 2,4
7 Erlangen – Höchstadt (Mittelfranken) 2,5
8 Dachau (Oberbayern) 2,6
9 Ebersberg (Oberbayern) 2,6
10 Neumarkt i. d. OPf. (Oberpfalz) 2,6
11 Dillingen a. d. Donau 2,7
12 Regensburg 2,7
13 Freising 2,8
14 Main – Spessart 2,8
15 Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim 2,8
16 Würzburg 2,9
17 Aichach – Friedberg 3,0
18 Landshut 3,0
19 Rosenheim 3,0
20 Augsburg 3,1
21 Dingolfing – Landau 3,1
22 München 3,1
23 Ostallgäu 3,1
24 Roth 3,1
25 Schweinfurt 3,1
26 Weilheim – Schongau 3,1
27 Bad Tölz – Wolfratshausen 3,2
28 Fürstenfeldbruck 3,2
29 Günzburg 3,2
30 Landsberg am Lech 3,2
31 Lindau (Bodensee) 3,2
32 Nürnberger Land 3,2
33 Oberallgäu 3,2
34 Starnberg 3,2
35 Aschaffenburg 3,3
36 Bamberg 3,3
37 Kelheim 3,3
38 Miesbach 3,3
39 Neu – Ulm 3,3
40 Fürth 3,4
41 Rhön – Grabfeld 3,5
42 Straubing – Bogen 3,5
43 Amberg – Sulzbach 3,6
44 Ansbach 3,6
45 Deggendorf 3,6
46 Forchheim 3,6
47 Kitzingen 3,6
48 Traunstein 3,6
49 Miltenberg 3,7
50 Altötting 3,8
51 Haßberge 3,9
52 Ingolstadt, Stadt 3,9
53 Schwandorf 3,9
54 Weißenburg – Gunzenhausen 3,9
55 Rottal – Inn 4,0
56 Bad Kissingen 4,1
57 Erlangen, Stadt 4,2
58 Memmingen, Stadt 4,2
59 Bayreuth 4,3
60 Garmisch – Partenkirchen 4,3
61 Mühldorf a. Inn 4,4
62 Neustadt a. d. Waldnaab 4,4
63 Coburg 4,5
64 Passau 4,6
65 Schwabach, Stadt 4,6
66 Cham 4,7
67 Regensburg, Stadt 4,7
68 Hof 4,8
69 Würzburg, Stadt 4,8
70 Kempten (Allgäu), Stadt 5,0
71 Kronach 5,0
72 Lichtenfels 5,0
73 Regen 5,0
74 Berchtesgadener Land 5,1
75 Freyung – Grafenau 5,1
76 Ansbach, Stadt 5,3
77 Bamberg, Stadt 5,3
78 Kulmbach 5,3
79 Landshut, Stadt 5,3
80 Rosenheim, Stadt 5,4
81 Tirschenreuth 5,4
82 München, Landeshauptstadt 5,5
83 Passau, Stadt 5,9
84 Coburg, Stadt 6,0
85 Aschaffenburg, Stadt 6,2
86 Wunsiedel i. Fichtelgebirge 6,2
87 Kaufbeuren, Stadt (Schwaben) 6,3
88 Schweinfurt, Stadt (Unterfranken) 6,3
89 Amberg, Stadt (Oberpfalz) 6,4
90 Straubing, Stadt (Niederbayern) 6,4
91 Bayreuth, Stadt (Oberfranken) 6,9
92 Augsburg, Stadt (Schwaben) 7,0
93 Fürth, Stadt (Mittelfranken) 7,1
94 Hof, Stadt (Oberfranken) 7,5
95 Weiden i. d. OPf., Stadt (Oberpfalz) 7,6
96 Nürnberg, Stadt (Mittelfranken) 8,0

 

Es handelt sich hierbei um offizielle Zahlen der Arbeitsagentur (Stand März 2014), die von jedermann im Internet eingesehen werden können und die eine deutliche Sprache sprechen. Und das sind keine Probleme der letzten Jahre, sondern eher eine Entwicklung seit Jahrzehnten.

Höchste Zeit also für eine Politik von Franken für Franken!

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Frankentatort: Endlich, aber man schüttelt schon wieder den Kopf über uns!

Samstag, 20. Oktober 2012 | Autor:

Es ist nicht lange her, da ist der Bayerische Rundfunk über seinen Schatten gesprungen und hat verkündet nun endlich auch einen Tatort aus Franken zu bringen. Somit wäre der BR nicht mehr länger die einzige Sendeanstalt in Deutschland, die sich nur auf eine Stadt beschränkt. So weit, so gut, doch nun hat München wieder einen Grund, uns Franken gegeneinander auszuspielen. Doch, der Reihe nach:

Sicherlich ist die Idee von einem Tatort aus Franken nicht erst in 2010 aufgetaucht. Aber in dem Jahr war es, als eine gewisse Dame von den Nürnberger Nachrichten diese Tatort-Idee als unmögliche politische Forderung der Partei für Franken bezeichnete. Dass sie das schrieb, obwohl viele Franken hinterher diesen Vorschlag trotzdem befürworteten, sei jetzt mal der journalistischen Freiheit zugerechnet.

Als aber fast ein Jahr später die SPD-Rundfunkrätin Inge Aures einen Franken-Tatort in einer Pressemitteilung forderte, war nicht nur die Frankenpartei verwundert, dass das jetzt plötzlich ein riesen Ding war: Bad Kissingens Oberbürgermeister Kay Blankenburg hat sogar gleich eine Bewerbung beim BR eingereicht, doch die Rundfunk-Leute von der Isar schützten sich noch mit der Behauptung, dass der “Münchner Tatort einfach zu erfolgreich” sei! Unglaublich, was?

Von der Luftnummer zum gefeierten Projekt

Ja, so schnell geht das in Bayern. Wie wir Franken nun auf der großen Fernsehbühne wegkommen und ob wir wieder als völlig idiotisch dargestellt werden, so wie 2003 beim Tatort “Der Prügelknabe”, lassen wir jetzt mal völlig außer Acht.

Denn jetzt versucht man bei den Weißwürsten wieder uns Franken gegeneinander auszuspielen – oder es zumindest so aussehen zu lassen. So hat vergangenen Donnerstag die sonst überaus unterhaltsame Sendung “Quer” im BR einen Beitrag produziert, in dem man Passanten auf der Strasse richtig schön wettern ließ: “Nach Aschaffenburg? A naa, des muss nach Wäzburch” – “Natürlich muss des nach Nämberch” – “Ach was, Bamberch is doch viel schöner“!

Der Beitrag im Quer-Blog hier

Wie man die einzelnen Personen angesprochen hat und was die genaue Frage war, sei jetzt mal dahingestellt. Aber man achtete wohl sehr darauf, dass zum Ende das Fazit auch passen würde: “Man kann es den Franken nicht recht machen“!

Denn so war zu hören, dass auch beim Vorsitzenden der Frankenpartei, Herrn Robert Gattenlöhner eine Interviewanfrage gelandet war. Doch der gab zu verstehen, dass man sich auf Seiten der Partei freut, wenn überhaupt mal was aus Franken kommt und dass ein “Franken-Dadord” ohnehin eine super Sache ist.

Hätte in diesen Bericht jetzt nicht so reingepasst. Ein Schelm also, wer böses denkt, warum der BR den vereinbarten Interview-Termin ein paar Stunden später platzen ließ… aber die Zeit war auch wirklich knapp, schon richtig. 😉

Ich finde…

…es vollkommen natürlich, dass sich die Franken nicht sofort einig sind, bezüglich eines Drehorts. Denn Franken hat nun mal nicht nur EIN Zentrum! Franken hat Vielfalt!

Und genau das ist der springende Punkt: Würde man eine “Spezial-Mordkommission” nach Bamberg setzen, die Fälle in wechselnden Städten zu lösen hat, wäre jedem geholfen und der Zuschauer hat Abwechslung. Wenn man beim TV dahingehend Ideen sucht, dann sollte man sich einfach mal bei Volker Backert melden! Dessen erster Franken-Krimi
mit dem Namen “Das Haus vom Nikolaus (hier bestellen)” spielt nämlich in Coburg, Nürnberg, Würzburg usw.!

Ich bin überzeugter Nürnberger! Trotzdem bin ich nicht der Meinung, dass das dann unbedingt in Nürnberg spielen sollte. Eher halte ich es da mit Herrn Gattenlöhner: Hauptsach’ Franken ist im TV! Wenn dann noch ein paar Statisten fränkisch schmarrn, dann sind wir doch glücklich, oder? 🙂

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Fränkische Bayernhymne

Donnerstag, 6. September 2012 | Autor:

Ich habe vor Kurzem eine “Bayernhymne in fränkischer Version” erhalten. Sie stammt aus dem Gedichtband “Wenn der Frange frängisch red, der Breiß ka anzichs Word verschdehd“:

Fränkische Bayernhymne

Bankrott mit dir, du Land der Bayern,
Geraubte Erde, Frankenland.
Uns’re lieblich weiten Gauen,
Hast genommen, ist’s ne Schand.
Noch heute listig dein Gebaren,
Deinen Taten ich nicht trau,
Armes Franken, musst du darben,
Bei dieser Herrschaft, Weiß und Blau.

Bankrott mit dir, dem Bayernvolke,
Wenn ihr Franken nicht verehrt.
Stets in Zwietracht sind geschieden,
Wut in unsren Herzen gärt.
Dass von der Donau bis zum Maine,
Bis hin zum kleinsten Franken-Gau,
Rot-Weiß sich niemals je vereine,
Mit den Farben weiß und blau.

Gott mit uns, ja Gott mit Franken,
Die wir sind ein deutsch Geschlecht,
Treu beschützen und bewahren
Uns’rer Stämme altes Recht.
Oh wie würden wir gern feiern,
Jeder Mann und jede Frau,
Unabhängig von den Bayern,
Frei von Weiß und frei von Blau.

(Copyright www.roetten-buch.de)

Herzlichen Dank an Werner Rosenzweig, den Verfasser, für die freundlichen Genehmigung! 🙂

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Das Positive am Dürer-Gate: Die Franken wachen auf!

Donnerstag, 1. März 2012 | Autor:

Man kann nur jeden beglückwünschen, der in den letzten Wochen aufmerksam die Zeitung gelesen hat! Denn selbst einem “nicht-militanten” Franken dürfte da klar geworden sein, dass wir Franken sog. “Unterbayern” sind und an der Isar möglichst nichts an diesem Zustand geändert werden soll: Die Frechheiten bei der Dürer-Ausleihe waren da am deutlichsten, als sich die ach so renomierte Alte Pinaktothek zu Falschaussagen und der Verleumdung des GMN erdreistete, die extremen Schäden am Gemälde hätten die Franken 1971 verursacht. Dass diese Risse und Farbverluste seit ca. 1934 bestehen und somit 41 Jahre vor der heutigen Transporttechnik in den 70ern kein Ausleih-Problem darstellten – und vor allem die Schäden NICHT vergrößerten, dürfte erneut Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Münchner Spezialisten hervorrufen. Das “Entgegenkommen” der Pinakothek, dass jeder GMN-Besucher umsonst ins bairische Kunsthaus kann, darf ruhig als gezielte Ohrfeige für Frankens Dürer-Freunde und als reines “Besucherweglocken” verstanden werden.

Also darf das Selbstbildnis nicht in die angestammte Heimat kommen und reiht sich damit in die seit Jahrhunderten “versteckten” fränkischen Kunstschätze ein, die auch dazu beitragen, dass die Isarmetropole die leuchtende Kulturstadt geworden ist, die sie heute gerne unterstreicht.

Auch in Bamberg zeigt man sich enttäuscht, dass die Heinrichskrone des Bamberger Domschatzes ebenfalls nicht wandern darf. Man durfte sich aber aus eigenen Mitteln eine Kopie fertigen, weshalb nun eine “Süddeutsche” Zeitung völlig uncodiert vom “depperten Franken” schreiben und sich lustig machen darf.

Inzwischen aber wächst der ohnehin schon beeindruckende Kulturstatus der Landeshauptstadt weiter, sodass ein 4. Konzertsaal aber sowas von nötig geworden ist und wohl auch finanziert und gebaut werden wird. Dass man auf der anderen Seite des Weißwurstäquators (= Donau) solch Bauten weitaus nötiger hätte, wird geschickt übergangen und abermals belächelt.

Aber nicht nur bei den Kunstschätzen regen wir zu Hohn und Spott an: Nicht nur die Frankenpartei fordert seit langem schon einen Tatort aus Franken, um sich gleichberechtigt als ein Teil von Deutschland präsentieren zu können. Doch München bleibt bei nein, weil das was bei allen anderen Tatort Sendeanstalten geht (teilweise sogar drei Tatort-Städte) in Bayern eben nicht möglich ist. Das Argument, dass aus Franken ein nicht unbeachtlicher Teil der Rundfunkgebühren stammt, sei an dieser Stelle zu x-ten Mal angeführt.

Um beim Fernsehen zu bleiben: Vor kurzem spielte das deutsche Davis-Cup-Team in Bamberg gegen Argentinien, doch keiner hat es mitbekommen, weil der BR als ansässiger Sender nicht übertragen wollte. Gut, man kann jetzt sagen, dass die grossen Zeiten der Tennisübertagungen seit Becker und Stich vorbei sind, aber warum wurde dann 2009 der Davis-Cup aus Garmisch übertragen? Sport ist nunmal auch ein Teil von Kultur, und schon wird es einem klar, worum es geht.

Dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird, gilt natürlich nicht nur für diese weichen Standortfaktoren, sondern auch für wichtige Infrastrukturprojekte, wie z.B. der Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg-Bayreuth-Hof bzw. Nürnberg-Cheb (Eger). Denn bei beiden Strecken reicht der Fahrdraht bis an die Grenzen Bayerns heran, Sachsen sowie auch Tschechien sind in Vorleistung getreten, nur Bayern ist bisher seinem Teil der Abmachungen nicht nachgekommen. Lieber wäre man für die Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg, was die Regionen um Bayreuth, Nürnberg usw. langfristig vom Fernverkehrsnetz abkoppelt und in Sachen Güterverkehr den Rangierbahnhof Nürnberg schwächen würde. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Doch nichts ist so hoffnungslos, dass wir nicht Grund zu neuer Hoffnung fänden, sagte schon Niccolò Machiavelli. Und so ist es auch diesmal: Denn diese frechen Aktionen schaffen es immer mehr Franken wachzurütteln! War es am Anfang nur der Fränkische Bund e.V. der auf Mißstände hinwies, so ist 2009 mit der Partei für Franken eine Kraft entstanden, die diese Fehler auch anpacken kann. Zudem mehren sich heutzutage auch Zeitungen, welche diese brisanten Themen ansprechen und durchaus kritisch berichten. Die “neue” Abendzeitung Nürnberg ist sogar völlig auf den Zug “München gegen Nürnberg” aufgesprungen, weil sie merken, dass das die Leser interessiert! Und sieht man sich Presseübergreifend die Leserbriefe an, so sieht man auch hier, dass die Franken endlich aufstehen.

Zeit wirds!

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Bei den Arbeitslosenzahlen sollte man mal genauer hinsehen!

Freitag, 29. Oktober 2010 | Autor:

Am gestrigen Abend ließ sich Ursula von der Leyen vor der versammelten Presse feiern! Grund: Die Arbeitslosigkeit ist auf den niedrigsten Wert seit 18 Jahren gesunken und das sei ein “Erfolg für die Menschen, für die Tarifpartner, für die Regierung Merkel und für die Mitarbeiter der Bundesagentur”. Spätestens dann sollte man mal genauer hinsehen…

Das schöne ist in unserer Gesellschaft, dass man an alle Zahlen rankommt. Manchmal muss man nur ziemlich lange danach suchen!

So feiert Deutschland die neuen Zahlen von unter 3 Mio Arbeitslosen! Dass aber derzeit 28 Mio Arbeitnehmer zu Buche stehen und 1992, als es schon mal so wenig Arbeitssuchende gab es noch 29 Mio, erzählt keiner. Ebenso wird verschwiegen, dass 1,5 Mio Menschen sich zur Zeit in staatlicher Beschäftigungstherapie befinden oder 2,2 Mio Mini-Jobber, sowie 5 Mio 400-Euro-Jobber? 900.000 Deutsche sind in Zeitarbeit, d.h sie verdienen deutlich weniger als vor der Krise und haben wenig Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz. Einzelne Unternehmen sind sogar so dreist, dass sie die zur Krise entlassenen Mitarbeiter wieder einstellen, ihnen aber einen Zeitarbeitsvertrag verpassen! Das alles erzählt die Ursula nicht! (Quelle spiegel.de)

Bayern feiert die Arbeitslosenquote von 3,8%

Bayern feiert natürlich mit: Unter 4 Prozent! Aber auch hier lohnt sich ein genauer Blick: Mittelfranken ist Schlusslicht mit 4,8%! Die restlichen Zahlen muss man sich mühsam zusammensuchen:  Gesamt-Franken hat eine Arbeitslosenquote von 4,3%!

  1. Niederbayern 3,3%
  2. Oberpfalz 3,5%
  3. Oberbayern 3,6%
  4. Unterfranken 3,6%
  5. Schwaben 3,7%
  6. Oberfranken 4,4%
  7. Mittelfranken 4,8%

Bei den einzelnen Orte bzw. Bezirke ist die Lage noch prekärer: Stadt Nürnberg 8,2%, Kreis Nürnberg 5,5%; Hof 5,3%; Bayreuth 4,6% und Coburg 4,7%! Und diese befinden sich allesamt in Franken! Also sollte der Freistaat sich mal hierauf konzentrieren, anstatt eine eh schon boomende Region 2018 mit Winterspiel(ereien) weiter aufzuwerten! Wann endlich wachen die Franken auf!

Passend zum Thema: Arbeitslosenzahlen: Was die Statistik verbirgt (tagesschau.de)

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Leserbrief zu “Luftige Esszimmer für warme Tage”

Montag, 15. Juni 2009 | Autor:

Endlich gibt es mal wieder einen Leserbrief von mir! Und zwar zum Bericht “Luftige Esszimmer für warme Tage” vom 05.06.2009 (N-Extra), in welchem die Verfasserin Katharina Erlenwein meinte  es gäbe “Gott sei Dank – bayerisches Bier” in Nürnbergs Biergärten!

Ich möchte Frau Erlewein für diesen kleinen Rundumblick über und durch die Nürnberger Biergärten danken. Was in anderen Städten als etwas besonderes gepriesen wird, ist auch hier bei uns durchaus anzutreffen – das einzige was uns fehlt ist ein Staatsfernsehen, dass das ständig in die Welt posaunt. Allerdings bedarf es bei Frau Erlewein in Sachen “Fränkisches Bier” unbedingt an Aufklärungsarbeit. Denn Pyraser (deutlich auf den Bildern zu erkennen), Kitzmann und Tucher als “Bayerisches Bier” zu preisen, ist ebenso falsch, wie einen Volkacher Kirchberg als “Bayern-Wein” zu bezeichnen – auch wenn einem hier allein schon der Begriff Schmerzen bereitet. Ich hoffe sie haben sich auf dem 12. Fränkischen Bierfest ausgiebig über das Fränkische Gebräu und seine Besonderheiten informiert, damit ihnen ein solcher Lapsus nicht noch einmal widerfährt. Denn diese Braukunst und -Vielfalt (Größte Brauereidichte der Welt), die so manchen Fachmann mit der Zunge schnalzen lässt, ist ein Pfund mit dem man zwischen Rennsteig und Altmühl durchaus wuchern sollte.

Mal sehen, ob es abgedruckt wird….

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