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Übertriebene Wahlwerbung für Hohlmeier?

Freitag, 5. Juni 2009 | Autor:

Heute möchte ich mal wieder einen ziemlich guten Leserbrief an eine Bayreuther Zeitung veröffentlichen, der es hoffentlich auch in den Druck dieser Zeitung geschafft hat:

Es reicht Herr Rietschel!
Eine Bayerin durchpflügt Oberfranken (und ist bei jeder Einweihung eines Maulwurfhügels anwesend) von Herrn Rietschel im Kurier vom 23./24. Mai. Dies ist nun schon die zweite dreiviertelseitige Story über Frau Hohlmeier (mit geschöntem Foto). Das ist offene Wahlwerbung, zumal man von den Kandidaten der SPD, den FW, den Grünen und der FDP kaum etwas im Kurier gelesen hat. Einseitig auch deshalb, wenn man die zynisch bissigen Artikel z.B. gegen SPD-Leute in Eckersdorf, gegen Wolfgang Hoderlein usw. von früher kennt. Höhepunkt war ein ganzseitiger Bericht vor einigen Wochen: Herr Eggers stand, natürlich rein zufällig, mit Frau Hohlmeier beim Friseur und wollte ihr durch seine Anwesenheit Wirtschaftskompetenz übertragen. Dumpfer und platter geht es wohl nicht!
Welche Kompetenz sie wirklich hat, ist spätestens seit G 8 bekannt! Vor allem hat sie einen grünen Ordner, in dem über jeden „Parteifreund“ was drin steht. Und sie ist die Tochter von F.J.S. Sollte sie von den Oberfranken gewählt werden, besteht vielleicht sogar noch Aussicht, ihren Bruder Max als Regierungspräsidenten zu bekommen. Spaß beiseite – auch wenn sie sich Mühe geben würde, für Oberfranken etwas herauszuholen, die Anfeindungen in ihrer eigenen Partei, vor allen der Oberbayern, wo sie herkommt, sind so gewaltig, dass die oberfränkische Situation noch viel problematischer würde (Feind, Todfeind, Parteifreund)!
Der Schlüssel für unser Wohl und Weh liegt bekanntlich in München. Weder von Frau Huml, Frau Hohlmeier noch von Herrn Nadler bzw. Herrn Koschyk gab es Proteste gegen den jüngsten Münchner Coup, die Milliarden des Konjunkturpaketes II vornehmlich in Oberbayern zu verteilen. So erhält Thurnau (SPD-Bürgermeister) keinen Cent, während – wie die SZ berichtete – 74 Millionen Euro in die Anlagen für den Spitzensport nach Berchtesgaden und Ruhpolding fließen. Eigentlich sollten damit unsere maroden Schulen modernisiert werden! Wo bleibt da der Aufschrei, Frau Hohlmeier und Herr Rietschel?
Solange man neben allen Landesgeldern, Preisen usw. auch alle EU-Gelder, Bundesmittel, ja sogar Bundesverdienstkreuze zentralistisch von München aus verteilt, werden wir hier in Franken stets die „Arschkadn“ haben!

Verfasser
Joachim Kalb
Fränkischer Bund e.V.

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